Theater- und Tanz-AG des Erich Klausener Gymnasiums
Tosender Beifall für die Schauspieler
Schüler begeistern mit ihrer Adaption des Shakespeare-Klassikers
Adenau. Im sechsten Jahr ihres Bestehens feierte die Theater-AG zusammen mit der Tanz-AG des Erich Klausener Gymnasiums bei ihrer Aufführung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ einen großen Erfolg in der voll besetzten Hocheifelhalle. Es wurde jedoch nicht das englische Original vorgetragen, sondern eine freie Übersetzung und Bearbeitung als „Sommernachtstraum(a)“ von Matthias Hahn, Gabriele Sturm und Andreas Mayer. Die Autoren haben den Klassiker mit modernem Geschmack und aktuellen Bezügen gepaart, ohne dem Stück seinen märchenhaften Zauber und seine Zeitlosigkeit zu nehmen. Diesen märchenhaften Zauber vermittelte nicht nur das fantastische Bühnenbild, das die Zuschauer in eine tropische Zauberwelt im Dschungel einer Südsee versetzte, sondern auch die rund 40 Akteure der Jahrgangsstufen fünf bis zwölf unter Leitung von Stefan Otto und Jutta Selbach. In dem Theaterstück scheinen die Beziehungen zwischen den Elfen Oberonia (Susanne Baur) und Titania (Anne Müller-Feyen) durch Eifersucht zerstört zu sein, daraufhin geraten die Urelemente Feuer, Wasser, Erde und Luft außer Kontrolle. Nicht nur das, auch Puk der kecke Kobolt (Rebecca Emrich) mischt mit magischer Kraft die Beziehungen zwischen Hermia (Anna Koll), Lysander (Malte Wischnewski), Helena (Marie Balzer) und Demetrius (Mitchel Kirsch) gründlich durcheinander. Nachdem die Herzen der Liebenden doch noch zueinandergefunden haben, galt es noch, Gnade vor dem Athener König Theseus ( Marco Bell) und seiner missgünstigen Frau Hippolyta (Annemarie Michel) zu finden, die ihre eigene Hochzeit vorbereiten und Hermias Vater Philostrat (Florian Krämer) zu seinem Recht verhelfen wollen, weil er für seine Tochter einen anderen Mann vorgesehen hat. Dann wäre da noch eine als Schauspieler getarnte Guerilla-Gruppe die unter ihrer Anführerin Piet (Katharina Gast) während der Hochzeit des Königs einen gewaltsamen Umsturz plant und die Demokratie einführen will. Während der Hochzeit geben die getarnten Guerillas zuerst die Geschichte von Pyramus und Thisbe, einem babylonischen Liebespaar, das sich auf Grund der Feindschaft ihrer Eltern nicht sehen darf, und nur durch eine Mauerritze miteinander Reden kann. Perfekt umgesetzt von Max Kahlenbecher als Pyramus und Simon Müller als Thisbe. Trotz allem Chaos nimmt das Stück ein glückliches Ende. So verkörperte der Tanz der Elfen die wiedererlangte Harmonie und unbekümmerte Ausgelassenheit mit dem dieser Sommernachtstraum zu Ende ging. Tosender Beifall war der verdiente Lohn für diese Schauspielerische und Tänzerische Glanzleistung. SES
Lysander (Malte Wischnewski) weiß nicht, ob er sich für Hermina (Anna Koll) oder Helena (Marie Balzer) entscheiden soll.
Als wilde Mänaden des Theater Gottes Dionysos sorgte die Tanz-AG für Stimmung.
