Die Schweren Artillerie hatte am Samstagabend zu ihrem 11.Oktoberfest eingeladen
Touri-Chefin Daniela Maier überließ Hans Georg Faust den Fassanstich
Linz. „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, schmetterte Raistinger Blaskapelle am frühen Samstagabend, nachdem der Commodore des Linzer Funkencorps der Schweren Artillerie 1939 Rut-Wiess, Christian Siebertz, in der Linzer Stadthalle verkündet hatte: „O’zapft is!“ Da hatte Stadtbürgermeister Hans Georg Faust mit dem Fassanstich gerade das 11. Oktoberfest der Männer mit den langen Pfeifen eröffnet. Übrigens das erste Mal, musste er sich doch 2015 noch wegen seines Besuchs bei den Linzer Sachsen vom Ersten Beigeordneten Wolfgang Balasus vertreten lassen, während er im Vorjahr Touri-Chefin Daniela Maier den Vortritt gelassen hatte. Entsprechend räumte ihm Michael Nietzard einen Probelauf ein, bevor der Stadtchef mit dem dicken Holzschlegel den Kupferhahn mit drei Schlägen in das Freibier-Gebinde trieb, sodass dann endlich der Gerstensaft schäumend die bereitgestellten Maßkrüge füllte.
Erstmals am 13. Oktober 2007 hatten die Linzer Artilleristen ein Oktoberfest gefeiert, nachdem das stolze Corps während ihres Bayern-Manövers 2005 die Raistinger Bläser vom Ammersee bei einer Floßfahrt auf der Isar, kennengelernt hatten, in deren Verlauf Ex-Prinz Murmel, alias Michael Nietzard, die Ehre hatte, bei „Erst-Flößern“ der Musikanten die „Isartaufe“ vorzunehmen. „Seit 2007 spielen die Raistinger im Wechsel mit der Trachtengruppe Pähl, ebenfalls beim Ammersee, bei uns zur zünftigen Musi auf. So haben wir jedes Jahr eine bayrische Kapelle aus Oberbayern als musikalische Unterstützung gewinnen können“, berichtete Christian Siebertz, bevor er sich am späten Nachmittag mit den Musikern aufmachte, den Stadtchef im Rathaus abzuholen.
Der kannte „seine“ Stadthalle kaum wieder, als er zusammen mit Daniela Maier, Weinkönigin Maike I. (Schellberg) sowie den Beigeordneten Thomas Balasus und Karl-Heinz Wölbert einzog. Die Farbe Blau herrschte nicht nur bei den Bühnenvorhängen vor. Fahnen in blau-weißem Rautenmuster und blau weiße Bänder, die von den großen Tannenkranz in der Mitte des Festsaals von der Decke hingen, wiesen die gute Stube der Bunten Stadt als zumindest zeitweise Enklave bajuwarischer Fröhlichkeit sowie Ess- und Trinkkultur aus rund um untergäriges Paulaner Wiesnbier und Radler, Lewakaassemme und von den Raistingern mitgebrachten original bayrischen Weißwürschtl.
Verständlich, dass nicht nur die Artilleristen ihr Markenzeichen, die lange, weiße Pfeife zu Hause gelassen hatten und statt in ihre rut-wiesse Uniform zu schlüpfen, kniebundlange Krachlederne und Janker mit Hirschhornknöpfen trugen. Auch die übrigen Mannsbilder hatten fast alle blau-weiß oder rot-weiß karierte Hemden an, während „zamgramdste Waibsbuida“ natürlich schmucke Dirndln trugen. „Ohne dich schlaf ich heut‘ nicht ein“, schwärmten die Musiker von den Schönen der Linzer „Schickeria“, luden nicht nur diese zum „Schifoan“ ein und verströmten auch ohne weiße Pracht „Pure Lust am Leben“.
„Wir haben ja schon voriges Jahr unsere Wiesn-Olympiade auf ‚Hau den Lukas ‚ und ‚Wiagsogschneiden‘ stark reduziert. Dieses Mal sind die Damen gefragt, rief Christian Siebertz in der ersten Pause der Musiker zur Kür der Linzer Wiesn-Königin auf, zu der er neben drei Strünzerinnen auch eine Kandidatin aus Bad Honnef sowie zwei Niederländerinnen begrüßen konnte. Einstimmig erklärte die Jury, zu der neben dem Commodore und einem Raistinger Musiker auch Weinkönigin Maike und Daniela Mayer zählten, nach vier kniffeligen Aufgaben Esther Bolden aus Arnheim zu Siegerin.
DL
Kurz vor 19 Uhr zog die Trachtengruppe Raisting zum Linzer Oktoberfest in die Stadthalle ein.
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