Fünf Tage lang wurde in Polch die traditionelle Kirmes gefeiert
Tradition und Gemeinschaft
Polch. Der Georgstag ist der Gedenktag des Heiligen Georg, eines frühchristlichen Märtyrers aus Kappadokien. Er wird meist am 23. April, in einigen Regionen am 24. April als Frühlingsfest gefeiert. Rund um dieses Datum steht auch die traditionelle Polcher Kirmes auf dem Programm, in diesem Jahr vom 25. bis zum 29. April.
Zu Beginn der Feierlichkeiten stand die Gefallenenehrung an, natürlich im Dunstkreis der katholischen Friedhofskapelle St. Georg, eine frühromanische Pfeilerbasilika und eine der ältesten Kirchen der Eifel, deren Entstehungszeit in das späte elfte oder frühe zwölfte Jahrhundert datiert wird. Der Polcher Männerchor unter der Leitung von Eugenia Buling trug mit „Herr, deine Güte reicht so weit“ und „Frieden sei dieser Welt beschieden“ zwei einfühlsame Lieder vor. Zwei weitere Stücke hatte der Musikverein Polch im Repertoire.
Angeführt von der Freiwilligen Feuerwehr führte der Festumzug mit vielen beteiligten Vereinen wie auch in der jüngeren Vergangenheit vom Friedhof zur Pfarrkirche St. Stephanus, wo Pfarrer Andreas Kern eine einstündige Kirmesmesse vorbereitet hatte. Das geschmückte Osterkreuz durfte im Altarbereich ebenso wenig fehlen wie ein Bild des vor wenigen Tagen verstorbenen Papstes Franziskus.
Beim anschließenden Fassanstich waren alle Vereine im Festzelt vertreten. Der erste Beigeordnete Robert Brand bedankte sich zunächst bei den beiden Kolleginnen aus dem Stadtbüro, Steffi Stobrawe und Laura Schink, bei den Mitarbeitern des Bauhofs und beim Marktmeister Dirk Krohmann für die Organisation. Beim Anschlagen wurde Brand unterstützt von der zweiten Beigeordneten Claudia Blotzki und vom dritten Beigeordneten Stefan Reck. Stadtbürgermeister Gerd Klasen ließ sich entschuldigen: Er weilte mit seiner Familie in Oschersleben in der Nähe von Magdeburg, wo sein Sohn Matti beim ADAC-Junior-Cup an den Start ging. Der Bevölkerung machte das wenig aus. Die Polcher Bürger zeigten, dass sie auch ohne Stadtoberhaupt vernünftig feiern können.
Der Polcher Männerchor bei der Gefallenenehrung auf dem Friedhof.
Der Festumzug führte vom Friedhof zur St.-Stephanus-Kirche.
Auf dem Hans-Baulig-Platz ging es richtig rund.
