Allgemeine Berichte | 25.06.2019

Entenrennen des SV Rot-Weiß Mayschoß ging in seine 18. Auflage

Traditionsrennen wird volljährig

487 gelbe Enten kämpfen sich 1,2 Kilometer durch die Ahr

Startschuss für die insgesamt 487 Teilnehmer des 18. Entenrennens in Mayschoß. Fotos: CF

Mayschoß. Vor gut 19 Jahren war der damalige Präsident des SV Rot-Weiß Mayschoß, Rüdiger Wolff auf die Idee gekommen, die Vereinskasse des Sportvereins auf kreative Weise zu füllen. In diesem Jahr war es nun soweit, das Entenrennen fand zum 18. Mal in Folge statt und begeisterte bei strahlendem Sonnenschein abermals zahlreiche Schaulustige. Eine Tradition, die einst ihren Ursprung in Bayern hatte, wurde volljährig und hat seit je her die Finanzierung der Jugend- sowie Vereinsarbeit zum Ziel. Um 15 Uhr gab Vorsitzender Alfons Schmitt am Sonntagnachmittag den Startschuss an der Lochmühle. Mit einem Bagger wurde der Behälter zuvor mit den gelben Plastikenten über der Ahr in Stellung gebracht. Mit einem Ruck wurde die Kiste mit den in diesem Jahr insgesamt 487 teilnehmenden Enten geöffnet. Bis kurz vor dem Rennen konnte jeder eine Ente zu einem geringen Beitrag mieten, um an dem außergewöhnlichen Wettbewerb teilzunehmen. Das Wetter war optimal, also gute Voraussetzungen für ein reibungsloses Rennen. Doch der niedrige Wasserstand der Ahr und extrem wenig Strömung hatten den Wettstreit zu einem langen und spannenden Event werden lassen. Am Rand des Flusses verfolgten die Teilnehmer des Entenrennens und anderer Interessierte die Strecke der knallgelben Schwimmkörper. Auf dem etwa 1,2 Kilometer langen Weg bis zum Ziel am Sportplatz mussten die Badeenten vielen Hindernissen und Gefahren trotzen. Herausragende Äste und dichtes Fischkraut konnten jederzeit das Aus für einen der Teilnehmer bedeuten. Die letzte Hilfe war dann die Crew mit dem Schlauchboot, die die gestrandeten Enten im Anschluss aufsammelten und zurück ins Fahrwasser brachten. Am Ziel wartete derweil Alfons Schmitt und ein weiteres Vereinsmitglied des SV Rot-Weiß auf die ersten Ankömmlinge. „So lange, wie in diesem Jahr hat es noch nicht gedauert“, berichtete der Vereinsvorsitzende. Über eine Stunde musste das Publikum ausharren, bis die erste Ente im Ziel eintraf. Obwohl sich mehrere Enten klar von der Masse abgesetzt hatten, waren es doch die letzten Meter, die über Sieg oder Niederlage entschieden. Welche Quietsche-Enten sich nun in das Gestrüpp am Ufer oder in die Algen verirrten, für diese war das Rennen leider zu Ende. Die Reihenfolge der ersten 35 Teilnehmer wurde ganz genau kontrolliert, denn die Mieter dieser Enten erwartete bei der anschließenden Preisverleihung, Sach- und Geldpreise. Die schnellste Ente in diesem Jahr hatte Sybille Hamminga ins Rennen geschickt. Ihr Ehemann konnte stellvertretend für die Gewinnerin den Hauptpreis, einen nagelneuen Flachbild-Fernseher in Empfang nehmen. Aus der Sicht des ersten Vorsitzenden Alfons Schmitt war die Veranstaltung wieder sehr erfolgreich verlaufen. Nur in puncto Besucherzahlen hätte sich der Kopf des SV Rot-Weiß Mayschoß ein paar Einheimische mehr gewünscht. Voller Erwartung blicken die Vereinsmitglieder nun auf das große Jubiläumswochenende. Vom 9. bis 11. August wird das 100-jährige Bestehen des Sportvereins mit Turnieren und einem Festkommers gebührend gefeiert.

Entlang der Ahr verfolgten viele Interessierte den Wettstreit der gelben Badeenten.

Entlang der Ahr verfolgten viele Interessierte den Wettstreit der gelben Badeenten.

(.v.l.) Willie Hamminga, Eric Deurer und Alfons Schmitt (SV Rot-Weiß Mayschoß) bei der Preisübergabe.

(.v.l.) Willie Hamminga, Eric Deurer und Alfons Schmitt (SV Rot-Weiß Mayschoß) bei der Preisübergabe.

Viele Enten wurden vom Fischkraut aufgehalten.

Viele Enten wurden vom Fischkraut aufgehalten.

Vorsitzender Alfons Schmitt präsentiert stolz die Gewinner-Ente.

Vorsitzender Alfons Schmitt präsentiert stolz die Gewinner-Ente.

Startschuss für die insgesamt 487 Teilnehmer des 18. Entenrennens in Mayschoß. Fotos: CF

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