Allgemeine Berichte | 21.02.2017

Bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein stiegen Einlagen und Bilanzsumme auf 701 Millionen Euro

Trotz Nullzinspolitik geht es aufwärts

Als zufriedenstellend bezeichneten die VBKM-Vorstände Walter Müller (r.) und Stephan Breser der Geschäftsbericht 2016. HEP

Koblenz. Viele Banken in Deutschland und Europa jammern, dass ihnen die EZB-Nullzinspolitik an den Kragen geht und die Geschäfte kaputt machen. Das ist bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein (VBKM) jedoch anders, denn im vergangenen Jahr stieg nicht nur die Bilanzsumme um 28 Millionen Euro auf 701 Millionen Euro und die bilanzwirksamen Kundeneinlagen erhöhten sich um über 16 Mio. Euro auf 541 Mio. Euro, sondern auch der Jahresüberschuss lag mit 1,43 Mio. Euro auf Vorjahresniveau.

Zufriedenstellendes Ergebnis

„Mit diesem Ergebnis sind wir ausgesprochen zufrieden, können unsere Eigenkapitalbasis weiter stärken und den steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht werden“, erklärten die beiden VBKM-Vorstände Walter Müller und Stephan Breser auf der Bilanzpressekonferenz in Koblenz. Das bedeutet aber nicht, dass die beiden mit der EZB-Nullzinspolitik glücklich sind, denn: „Zum ersten Mal musste die Volksbank Koblenz Mittelrhein 2016 für Einlagen bei der Europäischen Zentralbank Minuszinsen in Höhe von 0,4 Prozent zahlen. Waren Einlagen für Banken traditionell begehrte Ertragsbringer, werden sie nun – aufgrund der EZB-Zinspolitik – auf nahezu absurde Weise ins Gegenteil verkehrt. Diese Situation erfordert unweigerlich eine Anpassung der Kosten an die Ertragslage“, beklagte Walter Müller.

„Warum konnte sich denn die Volksbank Koblenz Mittelrhein 2016 wieder souverän am Markt behaupten? Die Nachfrage bei privaten Immobilienkrediten stieg gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 47 Mio. Euro bzw. 7,09 Prozent. So wurden bei 2171 Kreditzusagen für Finanzierungen privater und gewerblicher Vorhaben  in der Region insgesamt 147 Mio. Euro bereitgestellt“, erläuterte Stephan Breser und weiter: „Unsere Beraterinnen und Berater haben die Herausforderungen der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie, die im letzten Jahr in Kraft getreten ist, zum Wohle unserer Kunden umsetzen können“, berichtete Walter Müller.

So betrug der Überschuss der VBKM im vergangenen Jahr 1,43 Millionen Euro, von denen 344 000 Euro Dividende an die über 22 000 Mitglieder gezahlt werden. Hintergrund ist, dass die Geschäftseinlagen gedeckelt sind und jedes Genossenschaftsmitglied das gleiche Stimmrecht hat.

Summe der Kredite und Geldanlagen gestiegen

Die Summe aller betreuten Kredite und Geldanlagen wuchs um 66 Mio. Euro auf 1,67 Milliarden Euro. „Diese Zahlen sind auch Ausdruck des Vertrauens unserer Mitglieder und Kunden. Besonders stolz sind wir auf die Auszeichnung als beste Bank vor Ort beim unabhängigen Bankentest City Contest 2016“, hob Walter Müller hervor. Gepunktet hatte bei den Testkäufern vor allem die genossenschaftliche Beratungsqualität. „Ebenso wurde unsere Baufinanzierungsberatung erneut vom TÜV geprüft und zertifiziert“, freut sich Stephan Breser. Die Volksbank Koblenz-Mittelrhein beschäftigt in ihrer Koblenzer Hauptstelle und ihren 17 Niederlassungen in der Region über 190 Mitarbeiter, aus deren Gehältern sich eine Kaufkraft von 6,2 Mio. Euro generiert. Ferner spendete die VBKM im vergangenen Jahr 140.000 Euro für kulturelle, sportliche und soziale Projekte und Vereine in der Region. Bundesweit gibt es bei Genossenschaftsbanken eine große Fusionswelle, wird dies auch bald bei der VBKM geschehen? „Wir werden wohl irgendwann diesen Weg gehen, denn es wird größere Einheiten geben. Wir liegen im mittleren Bereich der Genossenschaftsbanken mit einem Eigenkapital von über 16 Prozent und erfüllen damit schon die Anforderung für das Jahr 2020“, gab Walter Müller einen Ausblick in die Zukunft. HEP

Als zufriedenstellend bezeichneten die VBKM-Vorstände Walter Müller (r.) und Stephan Breser der Geschäftsbericht 2016. Foto: HEP

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