Allgemeine Berichte | 15.10.2019

Wehrer Watzmänner wandern über den Donauberglandweg

Über 100 Kilometer wurden zurückgelegt

In diesem Jahr ging es in eine der landschaftlich reizvollsten Gegenden Baden-Württembergs

Die Watzmänner auf dem 1001 Meter hohen Kehlen.Foto: privat

Wehr. Die jährlich stattfindende Wanderung über die „Top Trails of Germany“ führte die Wehrer Watzmänner im Wanderjahr 2019 in die Schwäbische Alb. Das Donaubergland ist eine der landschaftlich reizvollsten Gegenden Baden-Württembergs, hat doch die junge Donau mit ihren tief eingeschluchteten Seitentälern hier eine erwanderbare Vielfalt geschaffen, die ihresgleichen sucht. Der als Premiumweitwanderweg mehrmals ausgezeichnete Donauberglandweg führt dabei von der Region der „Zehn Tausender“ auf der Schwäbischen Alb vorbei an unzähligen Jurafelsen, Burgen und Schlössern hinein in den Schwäbischen Grand Canyon, das Durchbruchstal der Oberen Donau. An sechs Wandertagen durchstreiften die Wehrer Watzmänner diese faszinierende Landschaft und legten dabei mehr als 100 Wanderkilometer zurück.

Das schwäbische Wandererlebnis begann in Gosheim und führte die Wanderer sogleich steil bergan zum 1015 Meter hohen Lehmberg hinauf. Ein 33 Meter hoher Aussichtsturm ziert den höchsten Berg der Schwäbischen Alb, von dem jeder grandiose Aussichten in das Albvorland, in den Schwarzwald und bei guter Fernsicht bis zum Mont Blanc in den französischen Alpen genießen kann.

Auch vom nächsten „Tausender“, dem 1001 Meter hohen Kehlen, zeigten sich die Aussichten vom Albtrauf als überaus bemerkenswert. Über Deutschlands höchstgelegenen Segelflugplatz am Klippeneck gelangten die Wanderer zum Dreifaltigkeitsberg. Ein überaus steiler Abstieg über den Kreuzweg führte in den Zielort Spaichingen hinunter.

Am zweiten Tag ging es an der europäischen Wasserscheide vorbei zum Alter Berg bei Böttingen hinauf. Von der dortigen Josefskapelle war am Horizont der Alpenhauptkamm deutlich auszumachen. Noch mehrere herausragende Aussichtspunkte begleiteten die Watzmänner auf dem Weg durch das idyllische Lippachtal nach Mühlheim an der Donau, dem Zielort der zweiten Etappe.

Die 15 Kilometer lange dritte Etappe führte dann von Mühlheim nach Fridingen. Aus dem Donautal stieg die Gruppe zur Albhochfläche hinauf. Die Route des Donauberglandwegs führte an der Mühlheimer Felsenhöhle und der Kolbinger Höhle, der größten Tropfsteinhöhle der Schwäbischen Alb, vorbei. Im letzten Drittel genossen die Wanderer vom Gansnest-Turm und vom Knopfmacherfelsen traumhafte Tiefblicke auf Fridingen und ins Donautal.

Auch am vierten Wandertag war zu Beginn ein strammer Anstieg zu meistern. Durch eine enge Schlucht kletterten die Wanderer zur Ruine Kallenberg hinauf und wanderten an unzähligen Felsennestern vorbei zum Schloss Bronnen hinüber. Immer wieder überraschte die Route mit herausragenden Ausblicken ins windungsreiche Donautal. Die riesigen Bronner Höhlen im Burgfelsen von Schloss Bronnen wurden noch bewundert, bevor es durch das Liebfrauental zum Kloster Beuron hinunter ging. Mit der Besichtigung der Klosterkirche der Benediktinerabtei endete die vierte und letzte Etappe des Donauberglandwegs.

Vom Kloster Beuron folgte die Gruppe dem Donau-Zollernalb-Weg in das Durchbruchstal der jungen Donau hinein. Die ansonsten überragenden Ausblicke vom Eichfelsen wurden allerdings durch einsetzenden Nieselregen ein wenig getrübt. So waren alle froh, als sie in der Burgschänke der Burg Wildenstein Einkehr halten konnten. Trotz der von Nebelschwaden eingeschränkten Sicht genossen die Wanderer im Anschluss daran noch tolle Donaupanoramen vom Bandfelsen und vom Hohlen Felsen, bevor die Etappe in Hausen im Tal ausklang.

Im letzten Teilabschnitt wanderten die Wehrer Watzmänner mit dem Zollernalb-Weg an der Donau entlang nach Gutenstein. Gigantische Jurafelsen, schmale Waldpfade und felsige Steige prägten auch diese herrliche Etappe. Rückblickend bleibt festzuhalten, dass die wunderschöne Weitwanderung auf der Schwäbischen Alb und im Donaubergland die Erwartungen der Wehrer Watzmänner bei Weitem übertroffen hat und weiterzuempfehlen ist.

Die Watzmänner auf dem 1001 Meter hohen Kehlen.Foto: privat Foto: Picasa

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