Vertrauensvoll unterwegs mit der Mayener Matthiasbruderschaft

Über 200 Pilger folgten der Einladung „Kommt und seht!“

Dreitägiger Fußweg nach Trier mit Gebet und Gesang und Gesprächen über Gott und die Welt

04.05.2018 - 10:22

Region MYK. „Was Pilgern bedeutet, kann man schwer beschreiben, man muss sich einfach darauf einlassen“. Dies wurde wieder einmal einer großen Pilgerschar bewusst auf ihrem dreitägigen Fußweg nach Trier zum St. Matthias-Apostelgrab. Die Mayener Sankt-Matthias-Bruderschaft (SMB MY) hatte hierzu eingeladen unter dem trefflichen Pilgermotto „Kommt und seht“, das einer Einladung von Jesus an seine Jünger (aus dem Johannes-Evangelium) entnommen ist.


„Dass die Jünger seinerzeit dieser Aufforderung folgten, spricht für ein großes Vertrauen – und das kann ein gutes Thema sein, das Pilgerinnen und Pilger unterwegs beschäftigt“, machte Diakon Winfried Stadtfeld in der Mayener Clemenskirche zum frühmorgendlichen Start auf dem 100-Kilometer-Fußweg deutlich: „Vertrauen ist nämlich auch ein Grundelement jeder hochwertigen Beziehung zwischen Menschen, wird unterwegs in Gemeinschaft sicherlich erlebbar...“


Gemeinschafts- erlebnis mit „Virusgarantie“


Dieses Gemeinschaftserlebnis der Pilger wurde unterwegs immer wieder angereichert durch Gebet, Gesang und sonnenumstrahlte gute Laune. Meditative Pilgerimpulse unterstützten auch das Gespräch untereinander „über Gott und die Welt“. Pilgerandachten mit Fürbitten-Gebeten und Pilgersegen führten zu Kirchen- und Kapellenbesuchen. Stationen hierzu waren insbesondere Maria Martental (Pilgerandacht mit Pfarrer und SMB-Ehrenmitglied Ludwig Müller), Alflen, Driesch (mit früherem Mayener Kaplan Pater Majobi Amickattu), Wengerohr, Klausen (und dortigem Pater) Ehrang und zur feierlichen Abschlussmesse in Trier, Abtei St. Matthias (mit Pilgerpater Athanasius, SMB-Präses Dechant Matthias Veit und SMB-Mitglied Diakon Wolfgang Dröschel. Die Blaskapelle Ettringen gab der Festmesse einen würdigen musikalischen Rahmen.

Hierbei wurden mit Aushändigung von Pilgerkerzen die „Jubiläumspilger“ geehrt, die mindestens zehnmal den Fußweg nach Trier unternommen haben: Michael Buttinger, Rudolf Haase, Ingrid Ickenroth, Petra Klapperich und Brigitte Strobel. Ehrenbrudermeister Heinz Schäfer galt die Ehrung für seine 20-jährige Brudermeistertätigkeit. Immerhin 18 Pilger waren erstmals mit dabei auf dem Weg nach Trier. Den „Pilgernovizen“ wurde von Pilgerpater Athanasius eine Pilgerplakette überreicht, „die - um den Hals getragen - sie bei weiteren Wallfahrten als `Wiederholungstäter´ ausweisen, zumal der Pilgervirus enorm ansteckend ist“, so der Kommentar eines Mehrfachpilgers.


Einsegnung des Pilgersteins Nr. 11


Zur Stärkung dieser „Ansteckungsgefahr“ trägt sicherlich auch das Aufstellen von Pilgersteinen und sonstigen Wegeorientierungen auf den Matthias- und Jakobus-Pilgerweg-Strecken durch die Mayener Matthiasbruderschaft bei.

Auf dem Weg nach Trier erlebten die Matthiaspilger die Einsegnung und offizielle „Übergabe“ der mittlerweile 11. (!) Pilgerstele auf dem Matthias-Pilgerweg, diesmal in Trier-Quint. Forstdirektor Gundolf Bartmann begrüßte die große Pilgerschar und den eindrucksvollen Pilgerstein als neue, steinerne Nachbarschaft am Forsthaus.

Ein abschließender Dank des SMB-Brudermeisters Rolf Keuser galt allen Beteiligten, die diese „Kommt und seht“-Begegnung möglich machten. Er benannte stellvertretend für alle Aktivisten den SMB-Ehrenbrudermeister Heinz Schäfer, die Vorbeter und „Programm-Gestalter“ (bis in den Abend hinein), die geistliche Betreuung sowie den Sicherheitsdienst unterwegs und natürlich auch das „Versorgungsteam“ (einschließlich der Frühstücks-bereitenden Damen), die neben der geistigen auch die körperliche Stärkung wieder einmal hervorragend sicherstellten.

Für alle, die (erneut) mit dabei sein wollen: Die Wallfahrt findet 2019 vom 9. bis 11. Mai statt.

Weitere Infos sind abrufbar unter www.smb-mayen.de unter „Aktuelles“. PRESS

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Kommentare
Klaus Rinke:
Sehr guter erster Schritt für die Betroffenen.Und der Vorschreiben oben ......nur Rummotzen sonst nichts?Anstatt das zu Unterstützen erstmal nieder machen.Lachhaft so etwas.Es wird etwas Gutes Geschaffen und nur das zählt....
J.Thul:
Ich kann dem G. Friedrich zustimmen , das sind mehr Fertig- Garagen als was zum wohnen ! Da könnte man sich mehr einfallen Lassen ! Da wird man wirklich depressiv drin ! Ist ok für Bauarbeiter auf Großbaustelle in Afrika , aber nicht für die Senioren im Ahrtal..........
Manfred Jackl:
Was soll bitte der Negative Kommentar Hr/Fr Friedrich? Waren sie schon vor Ort und haben Sie es in Augenschein genommen? Anstatt dieses Engagement zu würdigen, fällt Ihnen nichts besseres ein, als es mies zu machen! Ich freue mich für die Senioren, dass diesen eine solche Möglichkeit geboten wird....
juergen mueller:
Ich bin auch dafür, dass unsere Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät, eine Vergangenheit u. deren Vergessen, an die wir wohl ein Leben lang immer wieder erinnert werden u. mit uns Generationen. Doch das sollte Grenzen haben, da es, wie andere Geschehnisse, zur deutschen Geschichte gehört, wie...
A.Hoffmann:
Ergreifende Bilder aber der Bildanzeige hätte man eine Funktion zum ausblenden hinzufügen müssen...
 
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