Allgemeine Berichte | 03.02.2026

Kirchenchor des Seelsorgebereichs Unkel lädt zum Uhlesessen ein

Uhles und Karneval – Rundum gelungenes Fest

"de fünf Höötche" - Tenor und Bass des Kirchenchors in Aktion.  Foto: privat

Unkel. Alle zwei Jahre wieder lädt der Kirchenchor des Seelsorgebereichs Unkel zur Karnevalszeit zum Uhlesessen ein und zeigt, dass er über das Singen hinaus auch Karneval kann. Traditionell beginnt der Abend um 18.30 Uhr mit dem Uhlesessen.

Chormitglieder und Gönnerinnen hatten zehn Uhles gebacken, dazu kamen noch Käse-, Eier- und Frikadellenspenden, gerade genug für die über 60 Gäste. Nach Begrüßung von Präses Dlugosch und Pfarrer Arend mit der Bitte um Beistand von oben zum Gelingen der ersten Karnevalssitzung in Unkel ging es dann Schlag auf Schlag: Chormitglied Doris verlas als Engel Cäcilia mit einem zwinkernden Auge witzige Begebenheiten aus dem Himmel.

Und während noch die letzten Uhlesportionen verdrückt wurden, präsentierte Peter Schleiden in einem witzigen Video-Zusammenschnitt die Chorhöhepunkte 2025 und nicht weniger interessant, wie die liebevoll gestalteten Karnevalsorden des Kirchenchors in mühevoller Handarbeit entstehen.

Erster Höhepunkt der Fremdbeiträge war der Auftritt der Unkeler Karnevalsgesellschaft. Literat Markus Winkelbach betonte die langjährige Verbundenheit des Vereins mit dem Kirchenchor und seinem Uhlesabend, der für alle, die später in den großen Karnevalssitzungen auftreten, diese Gelegenheit als Generalprobe nutzen, um zu zeigen, was sie drauf haben, und zu erleben, wie es ankommt. Die Garde „Sternchen“ und die ganz jungen „Mini-Sternchen“ zeigten ihr Können, wobei die Deckenhöhe des Pfarrsaals natürlichen Einhalt für zu gewagte Figuren garantierte.

Der Karnevalsgesellschaft folgte Elsbeth mit einem geschliffen gereimten Fazit des vergangenen Chorjahres. Äußerst temperamentvoll zeigten die „Sahnehäubchen“ als in Rosa gekleidete Superblondinen ihren Formationstanz. Marita und Käthemarie, die „Unkelsteinchen“, zeigten, wie sie als Möhnen frühmorgens durch Unkels Straßen mit der dicken Trumm ziehen, um die Jecken lautstark mit den letzten Neuigkeiten zu wecken. Stehenden Applaus erhielten „Die Barhocker“ mit fünf Bläsern, drei Schlagzeugern und ihrem Vorsänger Andreas. Diese Showkapelle hatte sich vor 23 Jahren beim damaligen Uhlesessen des Kirchenchors zusammengefunden und war seither ständiger Gast, genauso wie die „Flying Dancers“, eine schon ins Mittelalter gekommene Männertruppe, die bei abgedunkeltem Saal in Mönchskutte und einer brennenden Kerze in der Hand einmarschierten, um dann als Männerballett ihre Show zu präsentieren.

Es folgten zwei weitere Beiträge aus der Mitte des Chors: Sängerinnen aus Sopran und Alt stritten als Junge gegen Alte, um dann doch zum Schluss zu kommen, dass gemeinsam feiern die bessere Lösung ist. Ihnen folgten „De fünf Höötche“, mit ihrem neuen Gassenhauer „Ich sing im Kirchenchor“ und der Saal sang mit. Eine Menge Karnevalsorden, von Chormitglied Gertrud entworfen, fanden nach engagierter Aufführung ihre neuen Besitzer. Alles wie immer herausragend moderiert von den Chormitgliedern Fine Schmitz, Annemarie Lehmacher und Hans Simon, auch ansonsten lokale Karnevalsgrößen.

"de fünf Höötche" - Tenor und Bass des Kirchenchors in Aktion. Foto: privat

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