Allgemeine Berichte | 29.04.2019

Bürgermeisterin informierte sich über die Hospizarbeit in Koblenz

Ulrike Mohrs zeigte sich tief beeindruckt

Sie unterhielten sich über die Hospizarbeit in Koblenz (von links): Ina Rohlandt (Geschäftsführerin des Koblenzer Hospizvereins), Lucie Schmitz (Geschäftsführerin der Stiftung Evangelischer Stift St. Martin), die Koblenzer Bürgermeisterin Ulrike Mohrs und Andrea Krahe (Leiterin Stationäres Hospiz St. Martin).Foto: privat

Koblenz. Begleitet von strahlender Frühlingssonne besuchte Bürgermeisterin Ulrike Mohrs das stationäre Hospiz St. Martin in der Kurfürstenstraße. Ina Rohlandt, Geschäftsführerin des Koblenzer Hospizvereins, Lucie Schmitz, Geschäftsführerin der Stiftung Evangelischer Stift St. Martin, und Andrea Krahe, Leiterin stationäres Hospiz St. Martin, führten sie gemeinsam durch die Einrichtung und berichteten über die Hospizarbeit in Koblenz. Unter dem Dach von „Hospiz in Koblenz“ sind das ambulante Erwachsenenhospiz, das ambulante Kinder- und Jugendhospiz sowie das stationäre Hospiz vernetzt. Für Menschen, die einen besonders hohen Bedarf haben, gibt es die spezialisierte, ambulante palliative Versorgung, die in der Regel in der Häuslichkeit mit einem Team aus erfahrenen Hospizfachkräften und Palliativmedizinern unterstützt. Die Hospizarbeit konzentriert sich darauf, den Schwerkranken und Sterbenden die Zeit bis zum Lebensende unter Berücksichtigung ihrer individuellen Bedürfnisse so erfüllt wie möglich zu gestalten. Ziel ist ein selbst bestimmtes Leben bis zuletzt in liebevoller Zuwendung durch die Angehörigen, unterstützt durch ein professionelles Team, das sich nicht nur um die pflegerischen und medizinischen Aspekte kümmert, sondern auch die psychosozialen Aspekte berücksichtigt.

Die meisten Menschen haben den Wunsch, in ihrem gewohnten Umfeld zu sterben. Mithilfe der ambulanten Hospizarbeit ist dies häufig auch möglich. Für schwerstkranke Menschen, bei denen eine Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist oder den Angehörigen die Kraft fehlt, gibt es das stationäre Hospiz.

Die Einrichtung in der südlichen Vorstadt, die sich in der Trägerschaft der Stiftung Evangelischer Stift St. Martin befindet, bietet Platz für zehn Gäste. Das wohnliche Ambiente der Einzelzimmer setzt sich in dem sonnigen Wintergarten, dem Wohlfühlbad und dem künstlerisch gestalteten Raum der Stille fort. Eine Köchin sorgt dafür, dass auch kulinarische Wünsche erfüllt werden. Der von fast allen Zimmern zugängige Garten ist eine kleine Oase der Ruhe mitten in der Stadt.

95 Prozent der Kosten für die Unterbringung im Hospiz werden von den Kranken- und Pflegekassen übernommen. Die restlichen Kosten werden über Spenden finanziert. Hospizarbeit gelingt maßgeblich durch ehrenamtliche Tätigkeit. In der Koblenzer Hospizarbeit sind fast 150 Menschen ehrenamtlich tätig. Alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter werden regelmäßig aus- und fortgebildet sowie durch Supervision unterstützt.

Auch dies wird durch Spendengelder ermöglicht. Mohrs, die das stationäre Hospiz bereits im vergangenen Jahr als Zugehörige eines Hospizgastes kennengelernt hatte, zeigte sich tief beeindruckt von der Arbeit und sagte dem Hospiz in Koblenz ihre Unterstützung zu.

Sie unterhielten sich über die Hospizarbeit in Koblenz (von links): Ina Rohlandt (Geschäftsführerin des Koblenzer Hospizvereins), Lucie Schmitz (Geschäftsführerin der Stiftung Evangelischer Stift St. Martin), die Koblenzer Bürgermeisterin Ulrike Mohrs und Andrea Krahe (Leiterin Stationäres Hospiz St. Martin).Foto: privat

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