Umfeld der Marienkapelle Adenau wird aufgewertet
Adenau. Auf eine Initiative der Hammerzunft, einer der drei in Adenau bestehenden historischen Zünfte, geht die Anpflanzung von Streuobstbäumen zurück. Am Samstag nach dem Karneval trafen sich Dutzende Mitglieder der Zünfte und von Adenauer Vereinen um das im Vorjahr erörterte Unterfangen in die Tat umzusetzen. Anlaß war, dass das im Eigentum der Katholischen Pfarrgemeinde befindlichen Umfeld der historisch bedeutsamen Kapelle, ein Blickfang an der Hauptstraße, durch Vandalismus in Mitleidenschaft geraten war. Die Mariengrotte hinter der Kapelle war ramponiert worden, die Marienstatue vom Sockel gestoßen und zerstört worden. Auch ein großes Holzkreuz am Grottenaltar war den Umtrieben unbekannter Täter zum Opfer gefallen. Entsetzt über die Schandtat beschlossen die Vereine das Terrain wieder in ein ansehnliches und würdiges Aussehen zu versetzen.
Elf Bäume wurden gepflanzt, der Kostenaufwand für Bäume, Stützpfähle und Zubehör betrug rund 920 Euro, die Kreisverwaltung Ahrweiler hat das Vorhaben finanziert. Die Veedelsgemeinschaft Säujass-Vehmaat Adenau hat die Initiative der Hammerzunft durch Pflanzung eines wertvollen seltenen Mispelbaumes unterstützt. Rund 30 Menschen machten bei der Aktion mit, innerhalb einiger Stunden war alles geschafft. Die Pflege der Bäume übernehmen die Vereine, jeder wird in Patenschaft einen Baum betreuen. Hoch erfreut über die Aktion war Pfarrer Dr. Rainer Justen, der herzlich für die Initiative dankte, er hofft, dass die Neuanpflanzung gut gedeiht, dass sie zur Zierde für das Kapellenumfeld gereicht und den Adenauern und ihren Gästen ein Stück leben- und liebenswertes Ambiente gibt. Es ist beabsichtigt zur weiteren Verschönerung alte Rosensorten anzupflanzen, hierbei soll Wert auf strapazierfähige und blühfreudige bewährte Züchtungen gelegt werden. Bereits jetzt wurden 300 Blumenzwiebeln eingesetzt, im Herbst soll eine weitere noch größere Pflanzaktion erfolgen.
Die Beschädigungen an der Grotte werden saniert, damit die bereits in der Restaurierung befindliche Marienstatue und der Altar mit dem Holzkreuz bald wieder einen Ort der Ruhe und des Friedens darstellen. Sitzbänke auf dem Gelände werden zum Verweilen einladen. Teilnehmende Vereine waren die Hammerzunft, die Gerberzunft, die Wollenweberzunft, die Frauengemeinschaft Adenau, die KG Rot-Weiß Adenau 1959, die Freiwillige Feuerwehr Adenau, die Ortsgruppe Adenau im Eifelverein, die Pfadfinder St. Georg, der TuWi Adenau, die Heimatfreunde Breitscheid und die Veedelsgemeinschaft Vehmaat-Säujass: Erneut eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung, eine Geste der Solidarität, die zudem dem Stadtbild von Adenau gut tut. WD
