Allgemeine Berichte | 16.11.2016

Traditionelles Martinsfeuer in Hatzenport konnte entzündet werden

„Und es brannte doch“

An einem Felsvorsprung seitlich der Kreuzlay wird das Martinsfeuer jedes Jahr aufgebaut.privat

Hatzenport. Als Sankt Martin ist kurzfristig Herr Dahlhoff aus Lasserg eingesprungen, um den Umzug in Hatzenport anzuführen. Der Musikverein Löf sorgte für die musikalische Umrahmung und Feuerwehr und DRK sicherten diese alte Tradition. Das Martinsfeuer wurde vom Team Martinsfeuer errichtet, unterstützt von Jugendlichen aus dem Ort. Wie in fast jedem Jahr seit den Jahren noch vor dem 2. Weltkrieg bauten junge Leute aus Hatzenport traditionell im Oktober das Martinsfeuer auf.

Es wird jährlich an einem Felsvorsprung seitlich der Kreuzlay aufgebaut. Ein ungeheures ehrenamtliches Engagement ist notwendig, um dieses Ergebnis zu erreichen. In diesem Jahr gab es Schwierigkeiten: Zwecks Überprüfung der abfallrechtlichen Zulässigkeit des Feuers überprüfte die Polizei Koblenz die Feuerstelle. Zu Recht wurden die Erbauer des Feuers an dieser Stelle belobigt, denn die vorgesehene Feuerstelle war „astrein“ mit nur zulässig brennbaren Materialien ausgestattet. Allerdings sah sich die Polizei gefordert, auf den gefährlichen Brennstandort und die Gefahr herabstürzender brennender Teile hinzuweisen. Mit der Aussage der Polizei, dass die Verantwortung in aller Konsequenz bei der örtlichen Ordnungsbehörde liege, wurde dem Ortsbürgermeister am Mittwoch mitgeteilt, dass die Verwaltung der VG ein Verbrennungsverbot erlassen habe. Daraufhin verlangte zur Vermeidung weiteren Unheils, nämlich eines unkontrollierten Abbrennens der Feuerstelle der Ortsbürgermeister von der Verwaltung Unterstützung bei der Räumung der Feuerstelle. In einem Gespräch mit der Feuerwehr wurde der Vorgang, der zu diesem Verbot geführt hatte, noch einmal erläutert. Benni Bock, der selbst die meisten Paletten dieses Feuers befestigt hat, bezeichnete es als gefährlich, das Brandmaterial gerade wegen der Befestigung und dem Regen der Wochenmitte abzubauen. Vor allem sei dies an dem geplanten Donnerstagmorgen selbst mit einer großen Mannschaft niemals zu leisten. Von daher wurde, in Abwägung der Gefährdungsmomente, das Abbrennen und der Rückbau der Feuerstelle verglichen, sodass Bürgermeister Seibeld das Verbrennungsverbot wieder aufheben konnte. Beim kontrollierten Abbrennen des Feuers ist die Feuerwehr oben vor Ort, ein Feuerwehrmann entzündet das Feuer und die Feuerstelle wird dann auch weiter beobachtet. Zudem wurde der obere Bannweg und der Wanderweg gesichert.

Martinsfeuer brannte doch

Letztendlich konnte das Feuer doch noch abgebrannt werden. Mit diesem Standort hat Hatzenport schon ein traditionelles Alleinstellungsmerkmal. Dies gilt es eigentlich zu bewahren. In 2017 ist wohl darüber zu sprechen, was zukünftig zur Sicherheit beim Aufbau und beim Abbrennen des Martinsfeuers erforderlich ist.

An einem Felsvorsprung seitlich der Kreuzlay wird das Martinsfeuer jedes Jahr aufgebaut.Foto: privat

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