Gaunereien, Verstrickungen und Lügengeschichten
„Und ewig rauschen die Gelder“
Die Lichtspielbühne Rhein-Mosel begeisterte mit ihrer fünften Inszenierung
Rhens. „Muss ich mir Sorgen machen?“ Als Linda Swan ihrem Mann Eric diese Frage stellt, ahnt sie noch nicht, welche Lawine an diesem Tag ins Rollen kommen würde. Auch die Zuschauer im Kaisersaal in Rhens wurden von den Ereignissen auf der Bühne überrascht, die die turbulente Komödie „Und ewig rauschen die Gelder“ bereithielt. Es war die fünfte Theateraufführung der Lichtspielbühne Rhein-Mosel e.V., und sie begeisterte genauso, wie alle vorherigen. Witzige Verwechslungen, ein rasanter verbaler Schlagabtausch, sehr viel Wortwitz, gepaart mit schrägem Humor und Körpereinsatz: Damit sorgte die Erfolgskomödie von Michael Cooney für vergnügliche Unterhaltung. Inszeniert wurde sie vom Vereinsvorsitzenden Hannes Mager, der auch in der Hauptrolle als Eric Swan eine Glanzleistung zeigte.
Humoriges Theaterstück
Was war geschehen? Als Eric Swan seine Arbeitsstelle verliert, greift er zu trickreichen Betrügereien, um seine Stellung als erfolgreicher Ehemann aufrecht erhalten zu können. Er ergaunert finanzielle Hilfe vom Sozialamt, verstrickt sich aber in einem so großen Ausmaß, dass er sich gezwungen sieht, seinen Untermieter Norman Bassett und seinen Onkel George zu involvieren. Die Beiden wurden von Richard Ellis und Pedro Hillen brillant dargestellt. Die ahnungslose Linda Swan (Desiree Just) spürt, dass etwas nicht stimmt, und konsultiert Dr. Chapman (Michael Antrack). Für Eric Swan öffnet sich ein tiefes Loch, als das Sozialamt Mr. Jenkins (Dominik Hoepfner) und Mrs. Cowper (Dagmar Volk) auf ihn ansetzt. Das Lügenkonstrukt droht aufzufliegen, es ist ein weiter Weg bis zum „Happy End“. In weiteren Rollen zeigten sich Denny Blank als Mr. Forbright, Esther Eberz als Brenda Dixon und Christine Assmann als Sally Chessington. Das Ensemble der Lichtspielbühne ist auch hinter den Kulissen für den reibungslosen Ablauf der Aufführungen zuständig.
Die Produktion
Die Lichtspielbühne kann auf fünf Jahre erfolgreiche Produktion zurückblicken. Im Verein bieten Laienschauspieler/innen und professionelle Darsteller ihrem Publikum abwechslungsreiche Theaterstücke. Diese sind sowohl selbstverfasst, als auch Komödien namhafter Autoren. Für jede Produktion wird eine Probezeit von drei bis vier Monaten benötigt. Bühnenbild, Requisite, Kostüm und Technik werden vom gesamten Ensemble gestemmt, dabei hat jedes Mitglied die Möglichkeit eigene Ideen einzubringen. Für den Verein steht die Freude am Spiel und der Spaß Menschen zu unterhalten im Vordergrund. Mit einer Fördermitgliedschaft kann jeder die ehrenamtliche und gemeinnützige Theaterarbeit unterstützen und so zur Erhaltung regionaler Kulturarbeit beitragen. Mehr Informationen gibt es unter www.lichtspielbuehne.de.
EP
