Feuerwehr Andernach auf nächtlicher Übung
Unfall mit Personenschaden bei Transport einer Betonplatte
Andernach. Anfang Oktober trafen sich die Floriansjünger zu später Stunde an der Feuerwache. Gemeinsam mit der Löschgruppe Namedy, der Führungsstaffel der Gesamtwehr sowie der Rettungswache des DRK Andernach begab man sich in den Andernacher Stadtwald. Hier war es, so die angenommene Übungslage, beim Transport einer Betonplatte zu einem Unfall mit Personenschaden gekommen.
Eine Person lag unter einer schweren Betonplatte und konnte sich nicht selbstständig befreien. Die Wehrmänner erkundeten die Lage, sicherten die Platte gegen unbeabsichtigtes wegrutschen und leuchteten das gesamte Einsatzgebiet aus. Da das Transportfahrzeug der Betonplatte nicht mehr fahrtüchtig war, konnte das neue Mehrzweckfahrzeug mit Ladekran nicht zum Anheben der Last genutzt werden. Um einen tragfähigen Untergrund für die pneumatischen Hebekissen zu schaffen, musste zuerst ein Widerlager aus Holzbalken in den Waldboden eingebracht werden. Während des Anhebens der Betonplatte musste diese kontinuierlich gegen Absacken gesichert werden. Auch hier kamen entsprechende Kanthölzer zum Einsatz. Die verunglückte Person wurde während des gesamten Rettungseinsatzes durch die Kollegen des Rettungsdienstes medizinisch versorgt.
Durch die Gesamtsituation überfordert, brach plötzlich der vermeintliche Fahrer des Transporters zusammen. Eine weitere „Einsatzstelle“ für den Rettungsdienst. Aber auch die Kameraden der Feuerwehr wurden im Übungsverlauf nochmals überrascht. Vermutlich durch eine weggeworfene Zigarette kam es etwas abseits des Übungsgeschehens zu einem kleinen Feuer. Natürlich war auch dies ein Teil der geplanten Übung. Schnell konnte der Entstehungsbrand gelöscht werden. Nachdem die Person unter der Platte befreit werden konnte, galt es noch, den Transport ins Tal zu organisieren.
Beide Verletzten konnten sicher dem Rettungsdienst übergeben werden.
Die Kommunikation an der Einsatzstelle, sowie die Dokumentation des Geschehens, wurde von den Kameraden der Führungsstaffel abgewickelt. Nachdem alle Gerätschaften wieder auf den Fahrzeugen verlastet waren, trafen sich alle Übungsbeteiligten zur „Manöverkritik“. Der anwesende stellvertretende Wehrleiter Andreas Klemmer und die Zugführung des Löschzuges II - Kernstadt, Michael Busch und Juri Schüller, dankten allen Beteiligten für die Bereitschaft zu dieser etwas anderen Übung. Vor allem den Initiatoren Carsten Umbscheiden und Yannik Kurz für die Ausarbeitung.
Besondere Dank gilt der Fleischmanufaktur Ahsenmacher, die freundlicherweise die Verpflegung der Einsatzkräfte übernommen hat.
Ein weiterer Dank gilt der Firma Andernacher Bims Industrie (ABI) für die Bereitstellung der Übungsplatte sowie Felix Janz von der Forstverwaltung für Übungsfläche. Lange hatte man auf die Möglichkeit einer solchen Übung gewartet, nun konnten 38 Kameraden nach drei Stunden erschöpft den Heimweg antreten.
Beide Verletzten konnten sicher dem Rettungsdienst übergeben werden.
Eine Person lag unter einer schweren Betonplatte und konnte sich nicht selbstständig befreien.Fotos: privat
Die Übung verlief erfolgreich.
