Allgemeine Berichte | 08.03.2021

Interview mit Andreas Schmidt, 1. Vorsitzender der Westerwälder Coronahilfe e. V.

Unser Ziel: schnelle und unkomplizierte Hilfe

BLICK aktuell bat den 1. Vorsitzenden, Andreas Schmidt, zum Interview. Foto: Westerwälder Coronahilfe

Westerwald. Seit einigen Wochen gibt es für die Westerwälder ein unkompliziertes Hilfsangebot - die Westerwälder Coronahilfe e. V. hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen, die durch die Pandemie in Notsituationen gekommen sind, direkte, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Hilfestellungen anzubieten.

BLICK aktuell: "Bitte schildern Sie unseren Lesern einmal die Idee der Westerwälder Coronahilfe. Wie kam es zu der Gründung des Vereins und wer sind die Personen, die sich da für die Leidtragenden der Pandemie engagieren wollen?"

Andreas Schmidt: "Wir sind ein Zusammenschluss aus 8 Personen. Schon seit unserer Kindheit fühlen wir uns mit dem Westerwald verbunden. Wir sind auf verschiedene Art und Weise hier verwurzelt, in Wirtschaft, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Kommunalpolitik tätig – wir haben ein Ohr am öffentlichen Leben. Im vergangenen Jahr sind uns Menschen begegnet, die aufgrund der Corona-Pandemie in Geld oder Existenzsorgen geraten sind.

Andere haben viel zu tun oder spüren finanziell keinen Unterschied. Der Gedanke „Wir möchten helfen“ festigte sich und der Verein Westerwälder Coronahilfe e. V. wurde im Februar 2021 gegründet. Die Gründungsmitglieder sind: Udo und Susanne Friedrich, Eva und Uli Kaiser, Oliver Spitzhorn, Andreas Weidenfeller, Anke und Andreas Schmidt."

BLICK aktuell: "Die Westerwälder Coronahilfe hat sich ja erst im Februar dieses Jahres gegründet. Konnten Sie in diesem kurzen Zeitraum bereits einem von der Pandemie betroffenen helfen und würden uns darüber erzählen?"

Andreas Schmidt: "Wir haben aktuell Menschen schon mit circa 10.000 Euro unterstützen können (Stand 28.02.2021)

Es handelt sich dabei um:

- Die Inhaberin einer Bierkneipe (kein Essen, das man mit einem „Togo“ Service organisieren kann)

- Ein Kosmetikstudio, welches außer dem Verkauf von einigen Kosmetika keine Einnahmen hat

- Ein Café - selbstredend - geschlossen!

- Eine weitere Gastronomin mit enorm hohen Monatsmieten!

- Eine „one men“ Fahrschule

- Ein „one men“ Fitnessstudio

- Einem Schüler der kein Internet Anschluss hatte (die Schule stellt zwar iPads zur Verfügung, aber leider gab es keine Möglichkeit mit dem iPad ins Internet zu kommen.)

Wir sind jedoch weiter händeringend auf der Suche nach Menschen, die Hilfe brauchen! Sie brauchen keine Scham oder Angst zu haben. Wir behandeln die Anfragen alle diskret und auf Wunsch auch anonym."

BLICK aktuell: "Wir können alle nicht absehen, wie lange uns die Einschränkungen durch die Pandemie noch begleiten werden. Aber die, deren Leben dadurch in finanzielle Schieflage geraten ist, werden sicher noch lange darunter zu leiden haben. Haben Sie als Verein bereits Pläne, wie Sie in den nächsten Monaten weiter vorgehen möchten? Wie Sie beispielsweise weitere Spender für Ihre Hilfen gewinnen können?"

Andreas Schmidt: "Wir haben zur Zeit einige Unternehmen, die sich bereit erklärt haben, über das ganze Jahr 2021 für ganz bestimmte getätigte Umsätze, einen Anteil an unserem Verein zu spenden. Die Firma „Holzland Jung“ in der Weroth z. B. gibt uns für jede verkaufte Tür in 2021 drei Euro in die Vereinskasse.

Die anderen Gründungsmitglieder: „Die Zahnärzte Hundsangen – Frau Dr. Susanne Friedrich“, Ingenieurbüro Udo Friedrich in Oetzingen, Oliver Spitzhorn aus Monatabaur, Andreas Weidenfeller aus Wirges, Uli Kaiser Elektrotechnik aus Wirges und Augenblick Brillen Kontaktlinsen GmbH aus Wirges haben Anschubfinanzierung bereits in die Vereinskasse gelegt und sind bereit weitere Spenden zu tätigen, falls wir in die Situation kommen, dass wir mehr Spendengelder benötigen. Natürlich freuen wir uns über weitere Spenden von der privaten Einzelspende bis zu Unternehmen spenden. Da wir die Gemeinnützigkeit besitzen, können wir auch Spendenquittung ausstellen, die dann steuerlich absetzbar sind."

"Es muss sich niemand schämen, sich bei uns zu melden"

BLICK aktuell: "Viele unserer Leser fragen sich jetzt vielleicht, wie sie selbst helfen können. Auf welchen Wegen kann man zur Westerwälder Coronahilfe Kontakt aufnehmen? Und auf welche Weise können unsere Leser helfen?"

Andreas Schmidt: "Zum einen kann man sich bei uns auf der Internetseite www.westerwaeldercoronahilfe.de informieren. Außerdem stehen auf unserer Seite alle Vereinsmitglieder ,die alle gerne Auskunft geben. Und natürlich gibt es eine E-Mail-Adresse kontakt@westerwaeldercoronahilfe.de. Interessierte können uns auch auf unserer Facebook Seite folgen: https://www.facebook.com/westerwaeldercoronahilfe.de Dort freuen wir uns über jeden Kommentar und vor allen Ding über das „Teilen“ unserer Beiträge, damit es möglichst viele Menschen erfahren, dass wir gerne helfen wollen.

Zusätzlich können Sie uns helfen, indem sie ihrem Nachbarn, ihren Freunden, ihren Bekannten dem Unternehmen, Gastronom oder einem Menschen, der durch die Corona Pandemie unverschuldet in Not geraten ist, animieren sich bei uns zu melden damit, wir ihm oder ihr helfen können. Erzählen Sie es weiter! Es muss sich niemand schämen sich bei uns zu melden."

BLICK aktuell bat den 1. Vorsitzenden, Andreas Schmidt, zum Interview. Foto: Westerwälder Coronahilfe

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