DRS erfolgreich bei Technologiewettbewerb „Xplore2023“ von Phoenix Contact
Unterricht der Zukunft schon heute
Neuwied. „Die Auszeichnung erfüllt uns mit großer Freude und ist Bestätigung für die innovative Arbeit der Kolleg:innen und Schüler:innen in den letzten Jahren“, freut sich Thomas Hennig, stellvertretender Schulleiter der David-Roentgen-Schule, über das Abschneiden seiner Schule beim Technologiewettbewerb „Xplore2023“. Unlängst belegte die Berufsbildende Schule aus Neuwied dort den zweiten Platz im Bereich „Education“.
Im Februar 2022 startete die Firma Phoenix Contact „Xplore2023“, einen Wettbewerb im Bereich der Automatisierungstechnik, an dem sich weltweit über 180 Bildungseinrichtungen beteiligten. Von diesen 180 Teams wurden 100 zugelassen. Unter den Teilnehmenden waren auch sechs Teams der David-Roentgen-Schule.
Mitte Juli 2023 mussten die Projekte präsentiert werden. Die Jury wählte 25 Teams aus, die ihr Projekt beim Finale in Bad Pyrmont bei der Firma Phoenix Contact präsentieren durften. Die David-Roentgen-Schule Neuwied (DRS) war im Finale mit dem Projekt „Water Treatment Plant 4.0“ vertreten, welches ein Modell einer Wasseraufbereitungsanlage darstellt und im Unterricht von derzeit zwölf Klassen für verschiedenste Unterrichtsszenarien eingesetzt wird. Im Bereich Education“ trat die DRS hier gegen vier internationale Gruppen an, überzeugte die Jury von Konzept und Anlage und konnte sich so den zweiten Platz sichern.
Für Projektinitiator Christian Hagedorn eine Bestätigung und Auszeichnung der langen Arbeit mit Schüler:innen verschiedener Klassen an diesem Projekt. Theorie und Praxis werden an der DRS im Unterricht seit jeher eng verzahnt: „Mit der Anlage sollen den Schüler:innen verfahrenstechnische Abläufe näher gebracht werden. Mit Hilfe verschiedenster Sensoren (Messfühler für z.B. Durchflussmessung) und Aktoren (z.B. Pumpen) kann simuliert werden, was in großtechnischen Anlagen abläuft. Von der Betrachtung einer einfachen Programmierung bis hin zu komplexen Regelungsvorgängen können die Schüler:innen verschiedene Lernszenarien durchlaufen und so systematisch ihr Verständnis für die Verfahrenstechnik aufbauen“, erklärt Chemielehrer Christian Hagedorn die Idee hinter der Anlage.
Sie ist seit Jahren fester Bestandteil der Ausbildung und wird ständig weiterentwickelt. Zuletzt im Bereich Augmented Reality: „Hier kann die Anlage nun zum einen dezentral über Tablet oder AR-Brille gesteuert werden, es können aber auch Informationen über zum Beispiel Füllstand oder Durchfluss abgerufen werden. Dazu hat die Gruppe des ARI-Projektes (Augmentet Reality Industrie) unter anderem ein Programm geschrieben, um auf die Daten der SPS zugreifen zu können, um diese extern nutzen zu können. Weiterhin bietet dies nun die Möglichkeit sich Informationen über hinterlegte Daten oder Anlagenbeschreibungen in verschiedenen Sprachen anzeigenzulassen“, erläutert Hagedorn.
Der Jury des internationalen Wettbewerbs gefiel das Projekt der Berufsbildenden Schule. Doch ausruhen möchte man sich auf den Lorbeeren nicht. „Die entstandene Anlage wird auch in Zukunft weiterentwickelt“, verspricht Hagedorn. „Schließlich entwickelt sich die Technik ja auch immer weiter.“
BA
