Allgemeine Berichte | 23.01.2023

Neujahrskonzert des Wilhelm-Remy-Gymnasiums Bendorf

Unterschiedliche Musik-Ensembles stellten ihr Können unter Beweis

Die Singklassen 5c und 5e brachten das Antikriegslied „Sag mir, wo du Blumen sind“ zu Gehör.  Fotos: Wilhelm-Remy-Gymnasiums Bendorf

Bendorf. Es mag für manchen etwas ungewohnt gewesen sein, im Januar (unter anderem) noch weihnachtliche Klänge zu vernehmen, ein Genuss war es aber in jedem Fall: In der voll besetzten Bendorfer Medarduskirche stellten die unterschiedlichen Musik-Ensembles des Bendorfer Wilhelm-Remy-Gymnasiums eindrucksvoll ihr Können und ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Aufgrund zahlreicher Krankheitsfälle hatte das ursprünglich für den 20. Dezember 2022 geplante Konzert verschoben werden müssen.

Dass die mit einem solchen Konzert verbundene (weihnachtliche) Friedensbotschaft gleichwohl auch zu Jahresbeginn nichts an Aktualität verloren habe, betonte Schulleiter Johannes Arnold im Rahmen seiner kurzen Begrüßungsansprache und verwies auf die aktuellen Fernsehbilder aus der Ukraine. Alle Anwesenden, so Arnold weiter, verbinde die Hoffnung auf einen baldigen Frieden, und diese Hoffnung finde auch in den Beiträgen des Abends ihren Ausdruck. Zugleich dankte er den verantwortlichen Musiklehrkräften Ines Hürter, Daniel Brengmann, Stefan Brügel und Dr. Alexander Kulosa für ihren enormen Einsatz bei der Vorbereitung eines solchen Konzerts mit bis zu zweihundert Mitwirkenden aus Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen, Lehrkräften sowie Eltern.

Jonas Reif (MSS 11) setzte an der Orgel schon zu Beginn mit Hermann Schröders „Poco Vivace“ aus „Kleine Präludien & Intermezzi“ Op. 9 ein musikalisches Ausrufezeichen, Justus Schilk und Fabian Stöhr aus der MSS 12, die als Moderatoren durch den Abend geleiteten, lieferten hier wie auch im weiteren Verlauf die nötige musikhistorische und thematische Einordnung der Stücke. Durchaus mit etwas Lampenfieber, aber zweifelsohne souverän und mit spürbarer Begeisterung brachten die Singklassen 5c und 5e das Antikriegslied „Sag mir, wo du Blumen sind“ zu Gehör und eröffneten damit musikalisch das Themenfeld von Frieden und Mitmenschlichkeit, das sich neben den besinnlichen und bisweilen auch flotten Klängen wie ein roter Faden durch den ungefähr zweistündigen Konzertabend zog. So vermochte etwa neben dem Friedens-Quodlibet (bestehend u.a. aus dem bekannten israelischen Volkslied „Shalom chaverim“) der Singklassen 5a, 5b und 5d insbesondere auch der Auftritt des von Dr. Alexander Kulosa geleiteten Chores „Ukraine hat Talent“ aus ukrainischen Schülerinnen und Schülern mit Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ sowie dem Song „Die Ukraine – das bist Du“ der ukrainischen Sängerin Tina Karol, den Sorgen und Ängsten dieser Tage, zugleich aber auch der Hoffnung in überaus bewegender Weise Ausdruck zu verleihen.

Gleichwohl ließ das abwechslungsreiche Programm, das mithilfe der TÄSCHnix-AG von Stefan Brügel in stimmungsvolles Licht gerückt und mikrofontechnisch unterstützt wurde, keine Melancholie aufkommen: Stücke wie „Jingle Bells“, dargeboten vom Gitarren-Ensemble „Vielsaitig“ unter Dr. Alexander Kulosa, der „Weihnachtsmarsch“ aus dem Film „Der kleine Lord“, den das aus Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften bestehende WRG-Projektorchester unter Leitung von Ines Hürter erklingen ließ, das mit guten Wünschen fürs neue Jahr etwas umgetextete „Feliz navidad“ der Singklassen 5b und 5d oder etwa das Kirchenlied „Danke für diesen guten Morgen“, vorgetragen von der Singklasse 5a und begleitet vom Musik-Grundkurs der MSS 11 sorgten für einen angenehmen Kontrast.

Still und besinnlich wurde es, als der Musik-Grundkurs der MSS 12 Johann Pachelbels „Kanon in D-Dur“ für drei Solo-Violinen (Lutz Niggemann, Lara Vomweg, Jasmin Balzer) und Basso Continuo (in einem Arrangement für Stabspiele) interpretierte. Zuvor hatte bereits das Solistentrio mit den Siebtklässlern Linus Meißner (Saxophon) und Yafes Cil (Schlagzeug), begleitet von Ines Hürter am Klavier, u.a. mit der bekannten Melodie „Can you feel the love tonight“ aus dem Musical „König der Löwen“ einen stimmungsvollen Beitrag geleistet. Eine Steigerung erfuhr diese Besinnlichkeit, als die WRG-Schulband unter der Leitung von Daniel Brengmann schließlich im beinahe nur noch vom Licht der Smartphones erleuchteten Kirchenraum John Lennons „So this is Christmas“ spielte.

Den Abschluss des bereichernden Konzertabends, der in eindrucksvoller Weise zahlreiche musikalische Talente erkennen ließ, bildete unter der Leitung von Ines Hürter eine kleine europäische Weihnachtslieder-Reise, angeführt von dem sozialkritischen irischen Lied „Christmas in the old man’s hat“ über die gerechte, Frieden sichernde Verteilung von Gütern, welches in einem großen Finale von WRG-Projektorchester, speziell zusammengestelltem Advents-Chor und Solosängerinnen und -sängern der Singklasse 5d dargeboten wurde, bevor am Ende des Lieder-Medleys das Publikum in den gemeinsamen Gesang von „O du Fröhliche“ mit einstimmte.

Es bleibt zu hoffen, dass die allesamt begeisterten Gäste nicht zu lange auf den nächsten Auftritt der zahlreichen Ensembles warten müssen.Pressemitteilung

Wilhelm-Remy-Gymnasium

Das aus Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften bestehende WRG-Projektorchester.

Das aus Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften bestehende WRG-Projektorchester.

Die Schulband unter der Leitung von Daniel Brengmann.

Die Schulband unter der Leitung von Daniel Brengmann.

Zu John Lennons „So this is Christmas“ wurde der Kirchenraum mit Smartphon-Lichtern erleuchtet.

Zu John Lennons „So this is Christmas“ wurde der Kirchenraum mit Smartphon-Lichtern erleuchtet.

Die Singklassen 5c und 5e brachten das Antikriegslied „Sag mir, wo du Blumen sind“ zu Gehör. Fotos: Wilhelm-Remy-Gymnasiums Bendorf

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