Allgemeine Berichte | 05.10.2020

Wallfahrer aus Mendig trafen sich auf dem Calvarienberg

Unterschiedliche Wege - gemeinsames Ziel

Einige der Wallfahrer auf der Treppe zur Klosterkirche. Foto: privat

Mendig. Seit Jahrhunderten wallfahren die Pfarrangehörigen aus St. Genovefa, Mendig zum Calvarienberg in Ahrweiler. Wurde früher die Wallfahrt genau am 14. September, dem Festtag Kreuzerhöhung durchgeführt, so begeben sich seit einigen Jahrzehnten die Mendiger aus beiden Pfarreien am Samstag nach dem Fest auf diesen 30 km langen Weg nach Ahrweiler. Pilger aus Bell und anderen Nachbargemeinden und auch aus Irlich haben sich in der Vergangenheit angeschlossen.

Doch in diesem Jahr ist bekanntlich alles etwas anders, Gottesdienste und somit auch Wallfahrten waren bis vor Kurzem gar nicht möglich, und so konnte auch keine Planung bzw. Ankündigung zur Wallfahrt erfolgen. Doch der Wunsch zu pilgern, um der Verpflichtung der Pfarrei nachzukommen, bestand u.a. auch bei Theo Winkel, der seit vielen Jahren das Pilgerkreuz trägt. Und so fanden sich doch ein paar Pilger an der Pfarrkirche ein und gingen über Bell, den Gänsehals, Kempenich, Spessart und durch den Ramersbacher Wald nach Ahrweiler. Ein weiterer Pilger ging den alt gewohnten Weg über Hannebach und Ramersbach. Die Gruppe der Fußpilger traf am Fuße des Calvarienberges dann auf einige Mendiger Autopilger und Familienmitglieder. Erfreut zeigten sich alle, als zwei weitere Pilger dazu kamen, die sich mit dem Fahrrad von Mendig aus auf den Weg gemacht hatten. Gemeinsam und doch mit gebührendem Abstand zueinander, gedachten man an den am Straßenrand aufgestellten Kreuzwegstationen des Leidens und Sterbens Jesu. In der großen Wallfahrtskirche angekommen und herzlich begrüßt von Sr. Beate von der Ordensgemeinschaft der Ursulinen, hatte jeder Wallfahrer nach einer kurzen Wortgottesfeier Zeit um vor der Kreuz-Reliquie zu verweilen und dort symbolisch einen mitgebrachten Stein, ein gefundenes Holzstück, einen Zweig oder all das „abzulegen“, was ihn belastet oder was ihm eventuell „zum Kreuz“ geworden ist. In der Hoffnung, und dem Wunsch 2021 mit einer gewohnt größeren Gruppe pilgern zu können, bedankte sich Jutta Syré-Gross stellvertretend für alle bei Sr. Beate für die herzliche Aufnahme und für das tägliche Gebet der Ordensschwestern beim Entzünden der mitgebrachten Wallfahrtskerze. Am Abend wurde während der Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Genovefa und in Anwesenheit einiger Pilger und einiger Daheimgebliebener eine zweite Wallfahrtskerze entzündet.

Einige der Wallfahrer auf der Treppe zur Klosterkirche. Foto: privat

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