Allgemeine Berichte | 02.01.2020

Unbekannte Täter verteilten Buttersäure in und um die Wanderrast „Thiels Hütte“

Vandalismus störte lieb gewonnenes Weihnachtsritual

Fast zwei Jahrzehnte währende Tradition wurde versucht zu stören

Festlich geschmückt und mit Wegzehrung versehen begrüßt die Wanderrast seit fast 20 Jahren in der Weihnachtszeit die vorbei kommenden Wanderer. Fotos: MIH

Hillscheid. Seit fast 20 Jahren gibt es in der Weihnachtszeit im Hillscheider Wald eine schöne Tradition. „Fleißige Engel“ bestücken die Wanderrast „Thiels Hütte“ mit einem Weihnachtsbaum und stellen Getränke und selbstgebackene Plätzchen für eifrige Weihnachtswanderer bereit. Wanderer aus Nah und Fern freuen sich über diese kleine Stärkung, werden gerne zum „Wiederholungstäter“ und kehren jedes Jahr wieder hier ein. Einige erweitern das Stärkungsangebot, in dem sie Getränke mitbringen und für die anderen Vorbeikommenden dazu stellen. Auch für die Vierbeiner gibt es eine kleine Stärkung dort. Eine sehr schöne Geste. Die Eintragungen im bereitliegenden Gästebuch zeigen die Freude und Dankbarkeit der Menschen, die hierher kommen. Die lieben Worte, die im Gästebuch hinterlassen werden, sind für den fleißigen Hillscheider Engel Eckhard Kilian und seine Familie, die diese schöne Tradition einst ins Leben gerufen haben, eine Ermutigung diese Gepflogenheit weiterzuführen. Bereits im Sommer wird die Familie oft gefragt, ob sie die Thiels Hütte wieder weihnachtlich her richten.

Böse Überraschung erwartete die fleißigen Engel

Als sie kurz vor dem letzten Weihnachtsfest guter Dinge ans Werk gehen wollten, mussten sie jedoch eine herbe Überraschung erleben. Bereits aus einigen Metern Entfernung konnten sie einen wirklich ekelhaften und penetranten Gestank feststellen, der sich in der Hütte und deren unmittelbaren Umgebung ausgebreitet hat. Nach einigen Recherchen und Befragung eines Fachmannes stellte sich heraus, dass ein oder mehrere bisher unbekannte Täter Buttersäure, welche auch für Stinkbomben verwendet wird und nach faulen Eier oder Erbrochenem riecht, dort ausgekippt haben müssen. Und anscheinend nicht nur in der Hütte selbst. Wanderer berichten, dass es an mehreren Stellen im Wald so riechen soll. Die Dämpfe der farblosen Flüssigkeit sind sehr unangenehm und setzen sich bei längerem Aufenthalt in der Kleidung fest. Da Buttersäure sehr hartnäckig ist, sich auch in kleinste Ritzen setzt und sich mit jedem Untergrund verbindet, wird die Wanderrast „Thiels Hütte“ wohl bedauerlicherweise noch einige Zeit von diesem Geruch befallen sein.

Familie Kilian trotzte dem Vandalismus

Den Weihnachtsbaum stellten Eckhard Kilian und seine Familie trotzdem auf und ließen sich von dem unangenehmen Geruch nicht davon abhalten, das vor rund zwei Jahrzehnten eingeführte Brauchtum fortzuführen. Dennoch sind sie sehr traurig, dass es Vandalen gibt, die den Wald als Erholungsstätte derart missbrauchen. Sie und viele andere Menschen, die sich Jahr für Jahr guter Dinge und freudig auf den Weg dorthin machen, sind verärgert über diese Missetat und machten ihrem Unmut unter anderem auch auf Facebook Luft.

Die fleißigen Engel bringen mit einem Plakatan Thiels Hütte ihren Unmut zum Ausdruck.

Die fleißigen Engel bringen mit einem Plakat an Thiels Hütte ihren Unmut zum Ausdruck.

Festlich geschmückt und mit Wegzehrung versehen begrüßt die Wanderrast seit fast 20 Jahren in der Weihnachtszeit die vorbei kommenden Wanderer. Fotos: MIH

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