Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Andernach u.U.e.V.
Veränderungen im Bereich der Beschäftigten
Andernach. Der Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Andernach u.U.e.V. waren trotz der Grippewelle wieder interessierte Mitglieder gefolgt.
Nach der Begrüßung und Feststellung der satzungsgemäßen Einladung folgte ein ausführlicher Bericht der 1. Vorsitzenden Dr. Monika Hildebrand über die Arbeit des Vorstandes im zurückliegenden Jahr. Eine erfreuliche Nachricht stand gleich am Anfang. Die magische Zahl von 700 konnte überschritten werden, so dass die Mitgliederzahl nun auf 710 angewachsen ist.
Im Bereich der Beschäftigten kommt es zu Veränderungen. Sascha Wöhlck, der sich schon lange auch ehrenamtlich im Tierheim engagiert, konnte als neuer „Hausmeister“ gewonnen werden. Alles im Tierheim braucht seine Ordnung und immer gibt es etwas zu reparieren.
Ab Mai leistet Melia Weidenbach ihren Bundesfreiwilligendienst für ein Jahr im Tierheim ab, nachdem sie bereits während eines Praktikums ihren neuen Aufgabenbereich kennen und schätzen gelernt hat. Leider gab es auch eine traurige Nachricht. Am 30. Mai geht der stadtbekannte „Mister Tierheim“ Edwin Schmitt nach 42 Jahren unermüdlichen Dienst mit und für die Tiere in Rente. Noch fällt der Gedanke allen schwer, ihn nicht mehr täglich gut gelaunt im Hundehaus anzutreffen.
Tiere sollen ein endgültiges Zuhause finden
Anschließend gab Dr. Monika Hildebrand einen Überblick über die Aufnahme und Vermittlung der Tiere. Vor- und Nachkontrollen sind ebenso Standard wie die Verpflichtung im Vorfeld das Tier mehrmals im Tierheim zu besuchen. Manche Tiere haben in ihrem Leben traumatische Erlebnisse durch ihre Vorbesitzer erleben müssen. Nun sollen die Tiere ein endgültiges Zuhause finden.
Eine vorschnelle Vermittlung im Sinne „Die Katze gefällt mir. Die nehme ich mal mit!“ kann dazu führen, dass das Tier nach ein paar Tagen zurückgegeben wird.
Ein Problem stellte die Abgabe von Gelbwangenschmuckschildkröten dar. Nach einer EU-Verordnung dürfen invasive Arten nicht weiter vermittelt werden, können jedoch im Tierheim nicht artgerecht gehalten werden.
Gemeinsam mit dem zuständigen Ministerium wurde eine Lösung gefunden. Durch Infostände und Aktionen machte der Tierschutzverein auf die dringende Notwendigkeit einer Katzenschutzverordnung aufmerksam.
Die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung hinsichtlich der Maßnahme einer Kennzeichnungs-, Kastrations- und Registrierungspflicht für freilaufende Katzen lässt darauf hoffen, dass sich die zuständigen Gemeinden endlich zu diesem Schritt entschließen.
Der Tierschutzverein bietet interessierten Gruppen eine Tierheimführung an. Im letzten Jahr nahmen viele Schulklassen unterschiedlicher Schulformen dieses Angebot gerne an, um in einem lebensnahen Unterricht vor Ort sich mit dem Tierschutz sachkundig auseinanderzusetzen. Dorothee Schünemann-Diederichs kommt mit Schulhund „Struppi“ auch in den Unterricht. Ein Angebot, welches gerne angenommen wurde. Neu gegründet und schon aktiv ist das Eventteam, um die Aktivitäten des Tierschutzvereins wie Feste, Projekte und Infostände engagiert zu unterstützen. Weitere Helfer sind immer willkommen und müssen nicht Mitglied im Verein sein.
Der Schatzmeister Volker Haymann stellte in seinem Bericht die finanzielle Situation des Vereins in einer Powerpointpräsentation klar strukturiert dar. Ein ausgeglichener Finanzhaushalt 2018 ist nach den prognostizierten Zahlen jedoch noch nicht gesichert. Vor allem die hohen Tierarztkosten reißen immer wieder ein Loch in die Kasse.
Aus den Reihen der Mitglieder kam der Vorschlag, verstärkt Werbung für eine Mitgliedschaft zu machen, die jährlich 35 Euro kostet oder sich zu bestimmten Festen von den Gästen eine Spende für das Tierheim zu wünschen. Nach dem Bericht der Kassenprüfer Edwin Dietz und Hardy Thieringer, die eine korrekte Buchführung bescheinigten, konnte der Vorstand entlastet werden.
Abschließend beantwortete die 1. Vorsitzende noch Fragen aus dem Plenum und dankte vor allem den ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern für ihre unermüdliche Unterstützung im Tierheim.
Nach dem Ende des offiziellen Teils wurden in gemütlicher Runde intensive Gespräche rund um die Tierschutzarbeit geführt.
Info: www.tierheim-anderach.de Spenden: KSK Mayen IBAN DE97 5765 0010 0020 0054 43
Pressemitteilung des
Tierschutzvereins Andernach
