Allgemeine Berichte | 23.09.2019

1. Neuwieder Streetfood-Festival

Veranstaltung ließ keine Wünsche offen

Veranstalter FH-Eventpur möchte im nächsten Jahr wiederkommen

Livemusik, Unterhaltung und Geselligkeit gehören zum Konzept des Streetfood Festivals.Fotos: FF

Neuwied. Premiere geglückt: Zum 1. Neuwieder Streetfood-Festival herrschte am Wochenende großer Andrang auf dem Historischen Marktplatz. Von Tag zu Tag verzeichneten die über zwanzig Stände mehr Kunden. In Windeseile hatte sich das außergewöhnliche kulinarische Angebot in der Stadt herumgesprochen. „Gern kommen wir im nächsten Jahr wieder“, kündigten Klaus und Sohn Christian Hüttemann vorsorglich schon mal an. Die Manager der Eventagentur FH-Eventpur hatten Neuwied in diesem Jahr zum Abschluss auf den Tourplan gesetzt. Acht größere und kleinere Städte ab 10.000 Einwohner wurden bereist. „Mit wechselnden Ständen und Buden“, wie Christian Hüttemann erklärt.

Das Angebot wird für jeden Standort individuell aus einem Pool von rund fünfhundert Anbietern aus ganz Deutschland zusammengestellt. „Veggie läuft nur in größeren Städten“, nennt Christian Hüttemann ein Beispiel. Luisenplatz oder Marktplatz? Nach kurzer Überlegung hatten die Macher sich für den kleineren Platz entschieden. Hier ließ sich das Konzept besser umsetzen. Eine gute Wahl, wie die Resonanz der Besucher bestätigte.

Die Menschen genossen die Abende auf dem historischen Platz unter den Bäumen. Die zwei dutzend Stände und Wagen säumten den Platz. Dazwischen waren reichlich Biertischgarnituren mit freiem Blick zur Bühne angeordnet. Familie Hüttemann kümmerte sich um den Ausschank.

Unterhalten wurden die Besucher mit guter Musik und von einer Live-Band am Samstagabend. „Es geht hier nicht nur um das Essen. Die Leute sollen Spaß haben und eine schöne Zeit verleben“, unterstreicht Christian Hüttemann das Konzept.

Dazu hatte die Agentur tief in die Tische gegriffen. Mit „Plan A“ wurde einer angesagtesten Rock-Cover Bands aus Rheinland-Pfalz engagiert. So mancher Anbieter sorgte mit lockeren Sprüchen und unterhaltsamen Ausrufen ebenfalls für Unterhaltung.

An den Abenden dominierten jüngere Besucher das Streetfood-Festival. Ansonsten war überwiegend gemischtes Publikum auf den Beinen. Eine große Hüpfburg lud die Kinder zum Spielen und Toben ein. Derweil konnten die Eltern sich in aller Ruhe umsehen. Angesichts des großen Angebots lag die Schwierigkeit nämlich darin, sich zu entscheiden. Optisch fielen natürlich diejenigen ins Auge, die sinnbildlich für das Streetfood stehen. Bekannt ist das Streetfood vor allem bekannt aus Asien, wo mit einfachsten Hilfsmitteln direkt an der Straße gekocht wird.

Ein paar ausrangierte Fässer darüber ein Brett und fertig ist die Theke. Alex Catering kam sogar ganz ohne aus. Die Schaschlik Spieße, die aus siebzehn Stunden eingelegtes Fleisch bestanden, wanderten direkt vom Grill in die Hand der Kunden. Streetfood und das ist das typische daran, kommt ganz ohne Besteck aus. Neben den rustikalen Ständen gab es aber auch High-Tech Fahrzeuge, die nur wenig mit der klassischen Imbiss Bude gemein haben. „Teilweise sind die wie eine Sterne-Küche ausgestattet“, blickte sich Klaus Hüttemann um.

Neuheit „Ramen-Burger“

Die Speisekarte ließ keine Wünsche offen. Ob asiatisch, spanische Churros oder gezupftes Eisbein aus dem Smoker mit Süßkartoffeln, für jeden Geschmack war etwas dabei. Besonders im Trend liegen derzeit Burger. Hier reichte das Angebot von Bison über Klassik bis hin zu Veggie. Es gab wohl niemanden, der für sich nichts Neues entdecken konnte.

So sorgten die „Ramen-Burger“ für Aufsehen. Statt zwischen zwei Brötchenhälften war das Fleisch zwischen Nudeln gebettet. Der Imbiss Mondschein präsentierte die schwarze Kurrywurst. „In fünf Jahren will ich damit die Welt erobert haben“, kündigte der Chef vollmundig an.

Gefärbt ist die Wurst mit echter Tintenfisch-Tinte und einigen anderen, rein natürlichen, Ingredienzien. Die werden allerdings nicht verraten. Schließlich ist die schwarze Wurst patentiert. An die Nachspeise war auf dem Streetfood-Festival ebenfalls gedacht. Desserts, Eis, Crêpes oder fantasievolle Waffeln standen zur Auswahl. Dazu genossen viele eine Tasse Kaffee. Beim Rösten der Bohnen über dem offenen Feuer konnte man zuschauen und dabei eine ganz Menge über den Kaffee erfahren. FF

Alex grillt die Schaschlik-Spieße nach russischem Rezept vor den Augen der Besucher.

Alex grillt die Schaschlik-Spieße nach russischem Rezept vor den Augen der Besucher.

Auf dem Streetfood-Festival entdeckte fast jeder Neuheiten für sich. Hier die schwarze Kurrywurst.

Auf dem Streetfood-Festival entdeckte fast jeder Neuheiten für sich. Hier die schwarze Kurrywurst.

Das Streetfood wurde in High-Tech-Wagen,an rustikalen Ständen und im Feuerwehr-Oldtimer zubereitet.

Das Streetfood wurde in High-Tech-Wagen, an rustikalen Ständen und im Feuerwehr-Oldtimer zubereitet.

Livemusik, Unterhaltung und Geselligkeit gehören zum Konzept des Streetfood Festivals.Fotos: FF

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