Fahrrad-Piktogrammketten auf der Fahrbahn angebracht
Verbesserung des Radverkehrs
Koblenz. Zur Verbesserung des Radverkehrs werden momentan in Teilen der Löhrstraße, in Teilen der Hohenzollernstraße und in der Bahnhofsstraße sogenannte Fahrrad-Piktogrammketten auf der Fahrbahn angebracht. Einzelne Markierungen sind dabei vorerst provisorisch am Fahrbahnrand markiert, um den Linienbusverkehr während der Aufbringungs- und Trocknungsphase nicht zu stören. Die Lage dieser Markierungen wird gelegentlich an einem Wochenendtag noch etwas zur Fahrbahnmitte hin verschoben.
Die Fahrrad-Piktogrammketten sollen in beengten Verhältnissen den Radverkehr stärken. Dies betrifft also die Bereiche, in denen die Breite des Straßenraums momentan nicht für eine anderweitige Radverkehrsanlage ausreicht. Die Stadt Mainz hat hierfür 2017 den Deutschen Fahrradpreis bekommen. Folgende Punkte sollen durch die Einführung der Fahrrad-Piktogrammketten erreicht werden: 1. Information der Radfahrenden, dass sie auf der Fahrbahn fahren sollen. 2. Information der Autofahrenden, dass das Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt ist. 3. Information der Personen in parkenden Autos, dass hier beim Ein- und Ausstieg besonders auch auf Fahrräder zu achten ist. 4. Kennzeichnung einer sicheren abgerückten Fahrspur für die Radfahrenden neben Kfz-Längsparkstreifen, damit sie vor plötzlich aufgeschlagenen Autotüren geschützt sind. 5. Entlastung der Gehwege im Seitenraum.
Die Markierung der Fahrrad-Piktogrammketten ist Teil eines Forschungsprojektes. Inwieweit Piktogramme und Hinweisschilder zu mehr Sicherheit beitragen können, untersuchen Psychologinnen der Professur für Diagnostik und Intervention der TU Dresden gemeinsam mit dem Lehr- und Forschungsgebiet Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik der Bergischen Universität Wuppertal. Mithilfe dieses Wissens sollen Straßen künftig für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer und komfortabler gestaltet werden. Das Projekt „Wirkung von Piktogrammen und Hinweisschildern auf Fahrverhalten und Verkehrssicherheit“ wird bis 2019 durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 gefördert. Mit Ergebnissen der Studie ist Ende 2019 zu rechnen.
Pressemitteilung der
Stadt Koblenz
