Chorverband Westerwald ehrt seine Jubilare der Chorgruppe Süd
Verdiente Sängerinnen und Sänger in würdigem Rahmen ausgezeichnet
Horbach. Traditionell trafen sich die Chöre der Sängergruppe Süd in Horbach, um verdiente Sängerinnen und Sänger in einem würdigen Rahmen auszuzeichnen. Doch in Zeiten von Corona ist vieles anders. Um die Abstände sicher einhalten zu können und gute Luftqualität zu gewährleisten, wurde die Feier, wie bereits im Vorjahr, in die Halle am Buchfinkenzentrum verlegt.
Alfred Labonte, Vorsitzender des Chorverbandes Westerwald und der Chorgruppe Süd begrüßte 14 anwesende Jubilare mit ihren Partnern und Vereinsvertreter. Unter den Jubilaren konnten auch drei junge Sängerinnen der „Bunten Töne“ Hillscheid für fünf Jahre Chorsingen ausgezeichnet werden, die in „normalen“ Zeiten ihre Ehrung im Rahmen der jährlichen Kinder- und Jugendchorveranstaltung erhalten hätten. Aber in Corona-Zeiten ist halt vieles nicht möglich.
Als Laudator konnte der Gackenbacher Bürgermeister begrüßt werden, der wegen Verhinderung seines Amtskollegen aus Horbach, gleichzeitig auch als Hausherr die Gäste im Buchfinkenland begrüßte.
Nach dem gemeinsamen Abendessen würdigte der Vorsitzende Labonte die Verdienste der Jubilarin und Jubilare. „Sie liebe Jubilarinnen und Jubilare singen seit vielen Jahren aktiv in Ihrem Verein und können mit Stolz auf ein rundes Jubiläum blicken.“ rief er den anwesenden Jubilaren zu und fügte an „Helmut Daubach vom GV Frohsinn Hübingen kann auf unglaubliche 70 Jahre Chorsingen zurückblicken, einen besseren Beweis für ein erfüllendes Hobby kann ich mir gar nicht vorstellen!“ Damit war bereits das Wichtigste gesagt.
Darüber hinaus stellte er fest und gab zu bedenken: Gerade in der Zeit, die die Gesellschaft derzeit in der Pandemie durchlebt, zeigt uns was fehlt, wenn Menschen sich nicht zum gemeinsamen Singen treffen können. Wenn Kontakte eingeschränkt werden müssen und man nebeneinander her lebt.
Das Singen an sich, und besonders im Chor, erzeugt einen Mehrwert an Lebensqualität, erhält die physische und psychische Gesundheit. Menschen die im Chor singen erfahren und wissen das. Diese Erkenntnis wurde in vielen wissenschaftlichen Studien untermauert. Die Chöre bieten ein reichhaltiges Kulturprogramm mit regionalen Wurzeln an. Konzertbeiträge wurden in vielen Proben gemeinsam und kreativ erarbeitet. Damit haben die Konzerte der kulturtreibenden Vereine eine doppelte Wirkung für die Gesellschaft. Ganz im Gegenteil zur immer häufiger angebotenen „Katalogkultur“, die sich die unterschiedlichsten Veranstalter, angefangen von kommerziellen bis zu kommunalen Kulturbüros, einkaufen und meist mit öffentlichen Zuschüssen anbieten. Diese Konkurrenz macht das Leben in den Gesangvereinen nicht gerade leichter und fordert viel Kreativität um mithalten zu können. Zum Abschluss seiner Ansprache überbrachte Alfred Labonte, Vorsitzender der Chorgruppe Süd und Sprecher des Chorverband Westerwald die Grüße und Glückwünsche des Chorverband Rheinland-Pfalz, sowie der Sängerschaft des Westerwaldes. Den Jubilaren wünschte er weiterhin Freude an und beim Singen und die Gesundheit um das Hobby noch lange pflegen zu können.
Ulrich Weidenfeller, dankte in seiner Laudatio den Jubilaren für den großen, uneigennützigen Einsatz für unsere Gesellschaft. Gerade in der jetzigen, schwierigen Zeit für alle Kulturtreibende, braucht es viel Herzblut und Engagement, um wieder zur „Normalität“ zurückzukehren und die Vereine zu erhalten.
Er warf die Frage auf „… kann Singen ungesund sein?“. Singen erfordere eine bewusste Atmung, fördert damit Herz, Kreislauf, die Durchblutung und verbessert damit die Sauerstoffversorgung des Gehirns und der Organe. Zudem werden beim Singen körpereigene Glückshormone ausgeschüttet. Endorphin, Serotonin, Dopamin und Adrenalin werden freigesetzt und verbessern damit unseren Gefühlszustand. Zeitgleich werden Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin abgebaut. Deshalb konnte er die eingangs gestellte Frage klar verneinen. Er stellte fest, dass Menschen die regelmäßig singen besser gelaunt sind, viel für die Gesundheit tun und statistisch ein Jahr älter werden. „Liebe Jubilarinnen und Jubilare, bleiben sie unserem schönen Hobby treu, machen sie auch künftig unsere Gesellschaft lebenswert und halten sie sich damit gesund“ faste der Gackenbacher Ortschef, selbst langjähriger engagierter Sänger und Vorstandsmitglied in seinem Verein, seine Laudatio zusammen.
Folgende Vereine stellten ihre Jubilare vor und berichteten über die vielfältigen Leistungen und über die eine oder andere Anekdote um das Wirken in ihren Vereinen.
GV Concordia 1854 Stahlhofen: Günther Diel 65 Jahre Chorsingen.
Edelweiss Hillscheid e.V: Laura-Marie Müller, Helga Schmoltzi, Marlene Schmoltzi, 5 Jahre Chorsingen im KiJuChor „Bunte Töne“
Gemischter Chor Frohsinn Hübingen e.V.: Helmut Daubach 70 Jahre Chorsingen, Maria Malm 25 Jahre Chorsingen, Ulrich Quirmbach und Frank Schneider für 25 Jahre Vorstandsarbeit.
MGV Mozart 1880 e.V. Eitelborn: Stefan Blath für 50 Jahre Chorsingen.
MGV „Cäcilia“ Gackenbach 1899 e. V.: Peter Born, Ansgar Wilhelmi, Klaus Schlosser, Josef Schlosser jun. und Walter Schlosser alle für 40 Jahre Chorsingen.
Alle Vereinsvertreter und der Vorsitzende der Chorgruppe dankten den Jubilarinnen und Jubilaren für ihr zuverlässiges Engagement und überreichten die Ehrennadeln und Urkunden des Chorverband Rheinland-Pfalz.
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