Allgemeine Berichte | 08.02.2017

Wachtberger Wasser für die Grafschaft

Vereinbarung für weitere 30 Jahre besiegelt

Wasser für die Grafschaft: (vorne) Bürgermeister Achim Juchem und Bürgermeisterin Renate Offergeld bei der Vertragsunterzeichnung mit (hinten v.l.) Torsten Ohlert, Beate Pflaumann und Jörg Ostermann. Gemeinde Wachtberg

Wachtberg-Berkum. Seit mehr als 40 Jahren wird die Gemeinde Grafschaft über das Wassernetz der Gemeinde Wachtberg bereits mit Frischwasser versorgt. Jetzt haben Wachtbergs Bürgermeisterin Renate Offergeld und Grafschafts Bürgermeister Achim Juchem dies mit der Unterzeichnung einer aktualisierten öffentlich-rechtlichen Vereinbarung erneut besiegelt.

Was seinerzeit nur als Teillieferung gedacht war, hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer Wasservollversorgung der Gemeinde Grafschaft entwickelt. Basis war eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung aus dem Jahr 1973, die heute jedoch nicht mehr den aktuellen rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Bedingungen entsprach. Seit 2015 waren aus diesem Grund Gespräche zwischen der Gemeinde Wachtberg und der Gemeinde Grafschaft über die Neugestaltung dieser Vereinbarung geführt worden. Jetzt konnte die neue, komplett überarbeitete Vereinbarung unterzeichnet werden. Die sich daraus ergebenden Verpflichtungen hat die Gemeinde Wachtberg auf die enewa GmbH übertragen, die im Vorfeld dieser Vereinbarung bereits zugestimmt hatte.

Im Beisein von enewa-Geschäftsführer Jörg Ostermann und Torsten Ohlert von der Remondis Eurawasser GmbH, der die Wasserversorgung in der Grafschaft obliegt, sowie Wachtbergs Kämmerin Beate Pflaumann unterschrieben Bürgermeisterin Offergeld und Bürgermeister Juchem am 16. Januar die öffentlich-rechtliche Vereinbarung „zur Lieferung von Trinkwasser zur Deckung des Trinkwasserbedarfs in der Gemeinde Grafschaft.“

Das von Wachtberg gelieferte Wasser wird vom Wahnbachtalsperrenverband bezogen. Die jährlich in die Nachbarkommune gelieferte Trinkwassermenge von bis zu 900.000 Kubikmetern erfolgt an zwei Übergabestellen. Bedeutendster Übergabepunkt ist das Pumpwerk Fritzdorf in Wachtberg, von wo der Hochbehälter Fritzdorfer Windmühle der Gemeinde Wachtberg befüllt wird. Hier fließen bis zu 700.000 Kubikmeter Wasser über die Gemeindegrenze. Daneben erfolgt die Lieferung der restlichen bis zu 200.000 Kubikmeter über das Ortsnetz Werthhoven zum Hochbehälter Birresdorf. Die Weiterleitung und Verteilung des Wassers in der Gemeinde Grafschaft obliegt dann der Gemeinde Grafschaft. Die jetzige Vereinbarung hat eine Laufzeit bis Ende 2046 mit der Option auf eine Verlängerung um jeweils weitere zehn Jahre. Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Wasser für die Grafschaft: (vorne) Bürgermeister Achim Juchem und Bürgermeisterin Renate Offergeld bei der Vertragsunterzeichnung mit (hinten v.l.) Torsten Ohlert, Beate Pflaumann und Jörg Ostermann. Foto: Gemeinde Wachtberg

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