Filmvorführung im ev. Gemeindehaus in Bad Neuenahr
„Vergiss mein nicht“
Der Film fasst auf liebevolle Weise zusammen, dass der Umgang mit an Morbus Alzheimer Erkrankten anstrengend, belastend aber auch sehr wertvoll ist
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zahlreiche Besucher und Besucherinnen kamen kürzlich ins evangelische Gemeindehaus in Bad Neuenahr zum Film „Vergiss mein nicht“ von und mit David Sieveking. Die Filmvorführung erfolgte auf Initiative der AG Demenz, einer Untergruppe der Kreispflegekonferenz im Landkreis Ahrweiler, organisiert von Compass-Private Pflegeberatung, den Pflegestützpunkten Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen-Sinzig, Bad Breisig-Brohltal, dem Marienhaus Seniorenzentrum St. Josef Bad Breisig und dem Betreuungsverein des Evangelischen Kirchenkreises in Ahrweiler. Es wird gedankt für die finanzielle Unterstützung durch Compass und den Förderverein der Dr. von Ehrenwall´schen Klinik Ahrweiler.
In dem Film wird gezeigt, dass die 73-jährige Gretel Sieveking an Morbus Alzheimer erkrankt ist und durch ihre Familie gepflegt und betreut wird. Das freie und lebensfrohe Leben der Gretel wird in Fotos immer wieder eingeblendet, und dann ihre jetzige Situation, die sich durch Schläfrigkeit, Vergessen, Orientierungsschwierigkeiten und später auch durch Wortfindungsstörungen äußert. Und dann kommen zwischendurch immer wieder helle und frohe Momente, sodass der Film nicht traurig, sondern nachdenklich macht. „Gretel hat die Dinge immer auf den Punkt gebracht“ konstatiert ihr Mann Malte Sieveking.
Wie geht der Film mit der Krankheit um? Wie sind ihre Werte? Ihre Geduld, ihre Bemühungen um Bewegung, Anregung, Erinnern und Vertrauen werden besonders durch den Sohn David vorbildlich gelebt. Auch der Versuch, sie in eine Seniorenresidenz zu geben, wird rückgängig gemacht. Sie soll mithilfe einer 24-Stunden-Kraft die die Familie liebevoll entlastet, in ihrer vertrauten Umgebung bleiben mit Malte, ihrem Ehemann, den Kindern und Enkeln. „Die Mutter, die ich früher kannte, gibt es nicht mehr“; sagt die Tochter Anne. Die Familie resümiert, dass sie durch die Alzheimer-Erkrankung der Mutter und Ehefrau näher zusammengewachsen ist.
Der Film fasst auf liebevolle Weise zusammen, dass der Umgang mit der, an Morbus Alzheimer erkrankten Gretel Sieveking anstrengend, belastend aber auch sehr wertvoll ist. Im Anschluss an die Filmvorführung hatten die Besucher die Gelegenheit, sich über ihre Erfahrungen, Eindrücke und Empfindungen in entspannter Runde auszutauschen.
