Wasserwacht Cochem hatte zum 33. Neujahrsschwimmen eingeladen
Vergnügliches Spektakel mit wagemutigen Akteuren
Cochem. Vonseiten der Offiziellen hatte man nach zweijähriger Pandemiepause eigentlich mit einem größeren Zuspruch von wagemutigen Aktiven gerechnet. Doch auch mit nur knapp zwei Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde das traditionelle Neujahrsschwimmen der Cochemer Wasserwacht wieder zu einem vergnüglichen, wenngleich auch nasskalten Spektakel. „Es ist in diesem Jahr unsere 33. Veranstaltung dieser Art und wir sind bezüglich einer gelungenen Organisation sowie den äußeren Bedingungen absolut zufrieden“, so der Chef und Vorsitzende der Wasserwacht OV Cochem Stadt, Matthias Lipp. Und tatsächlich standen einem erfolgreichen Ablauf des sportlichen Moselevents weder Moselhochwasser noch treibende Eisschollen im Weg, die in Jahren zuvor hin und wieder zu einer Absage beziehungsweise Verlegung der Veranstaltung geführt hatten.
So wurden in 2023 vor dem Start am Ernster Moselufer sieben Grad Celsius Wasser- und zehn Grad Lufttemperatur gemessen. „Das sind eigentlich Temperaturen für Warmduscher“, war diesbezüglich der Kommentar von Thomas Heimes vom DRK Cochem, der sich an eisige Kälte bei zurückliegenden Veranstaltungen erinnerte und mit seiner Aussage für allgemeine Erheiterung sorgte. Bei der Neuauflage auch in 2023 standesgemäß mit von der Partie, die gesamte Blaulichtfamilie. Angefangen von den Gastgebern der Wasserwacht mit Matthias Lipp, Thomas Schenk und Thilo Stein als Verantwortliche, über Vertreter der Feuerwehr Cochem, der DLRG Cochem, der Schutzpolizeiinspektion und des DRK Cochem, bis hin zum THW. Für die Absicherung der Schwimmakteure auf dem Fluss vor der Großschifffahrt, zeichnete ein Boot der Wasserschutzpolizei mit PHK Frank Kraft verantwortlich. Unterstützt wurden sie dabei von weiteren Bootsbesatzungen, die von den Wasserwachten aus Cochem, Trier, Römerberg (Pfalz), sowie der Feuerwehr und dem THW gestellt wurden.
Die über ihren Neoprenanzügen teilweise noch mit bunten Accessoires kostümierten Aktiven fieberten dem Startschuss erkennbar erwartungsfreudig entgegen, der kurz nach den Begrüßungsworten des Veranstalters fiel. Mit diesem ging es dann unter dem Beifall von rund 100 Schaulustigen bedacht vorsichtig in die Moselfluten, wobei gleichzeitig die zahlreichen Trillerpfeifen der Neujahrschwimmer schrill zum Einsatz kamen. Unter Letztgenannte hatten sich heuer auch Cochems Weinmajestäten Lisa und Tamara gemischt, die sich ebenfalls mit viel Freude an dem Spektakel beteiligten. Das sah neben einheimischen Akteuren überdies schwimmfreudige Gäste aus Neuss, Trier und der Pfalz.
Trotz kräftig unterstützender Fließgeschwindigkeit der Mosel benötigten die Schwimmerinnen und Schwimmer in diesem Jahr gut 75 Minuten für die 4,5 Flusskilometer lange Strecke bis zum Zieleinlauf an der Cochemer Endertmündung. Waren sie in Ernst noch mit aufmunterndem Beifall vom Publikum auf die Reise geschickt worden, so wurden sie hier mit ebensolchem Applaus für ihren erfolgreichen Sportsgeist begrüßt. Außerdem erwartete sie hier in den Cochemer Grünanalagen ein deftiger Erbseneintopf mit Schinkenspeck aus dem dampfenden Suppenkessel, der von den beiden DRK-Köchen Oscar van Hees und Mike Hermsen zubereitet worden war. „Eine echte Wohltat nach dem nasskalten Spaß“, wie die kräftig löffelnden Aktiven übereinstimmend bestätigten. Selbige konnten sich nach dieser ersten Stärkung nicht nur auf eine heiße Dusche sondern auch auf eine gut bestückte Kaffee- und Kuchentafel in der Berufsbildenden Schule (BBS) freuen. TE
Über eine Strecke von 4,5 Flusskilometern schwammen die teilnehmenden Aktiven von Ernst nach Cochem.
Die schwimmende Heißgetränke-Insel gehört beim Neujahrsschwimmen zur Standardausrüstung.
Erfolgreiche Ankunft an der Endertmündung unterhalb der Cochemer Moselgrünanlagen.
