Allgemeine Berichte | 29.03.2018

Mayener Schüler erringt Landessieg in Physik bei „Jugend forscht“

Verheerende Unwetter bei Rock-am-Ring ließen Max zum Forscher werden

Max von Wolff mit seinem Sensor. Sein Ziel ist es, nicht allein die Niederschlagsmenge zumessen, sondern mit seinem selbst entwickeltem Messgerät die Größenverteilung derRegentropfen zu ermitteln, um so Unwetterverläufe prognostizieren zu können. Fotos: privat

Mayen. Nach dem ersten Platz beim Regionalentscheid im Februar in Koblenz hat der Mayener Gymnasiast Max von Wolff mit seinem Projekt „Partikelweise Niederschlagsklassifizierung für genauere Wettervorhersagen“ nun auch den Landeswettbewerb in Ludwigshafen für sich entschieden und sich so für das Bundesfinale im Mai in Darmstadt qualifiziert. Zusätzlich wurde ihm der Sonderpreis der Bildungsministerin des Landes verliehen.

Max ist 18 Jahre alt und besucht die 12. Klasse des Megina-Gymnasiums in Mayen. Auslöser für seine Forschungsarbeit waren die verheerenden Unwetter bei den Rock-am-Ring Festivals in den Jahren 2015 und 2016 in Mendig.

Sein Ansatz ist es, nicht allein die Niederschlagsmenge zu messen, sondern mit einem selbst entwickeltem Messgerät die Größenverteilung der Regentropfen zu ermitteln, um so Unwetterverläufe prognostizieren zu können.

In seiner Laudatio bei der Preisverleihung erläuterte Professor Klaus Blaum vom renommierten Max-Planck-Institutes für Kernphysik in Heidelberg, dass Max von Wolff für seine Arbeit einen fast serienreifen Sensor entwickelt, theoretische Grundlagen hergeleitet und durch umfangreiche Versuchsreihen und Simulationen bestätigt habe und bereits an weiteren Entwicklungsschritten arbeite.

Beeindruckt von der Leistung des Jungforschers bat er Max ein 14-tägiges Praktikum an seinem Institut an.

Im Bundesfinale hat Max die Chance, weitere Preise aus der Hand des Schirmherrn von „Jugend forscht“, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, in Empfang zu nehmen. Hierfür wird ihm nicht nur seine gesamte Schule die Daumen drücken.

Weitere Ergebnisse des Landeswettbewerbs

Auch andere Projekte haben beim Landeswettbewerb gut abgeschnitten: Constantin Jaekel und Tim Vogelbacher vom Priv. Martin-Butzer-Gymnasium Dierdorf haben mit ihrem „fliegenden Auto“ den zweiten Platz in der Kategorie Technik gewonnen. Ihr Mitschüler Jan Micha Kroll und Daniel Zacharias von der Uni Koblenz-Landau erreichten mit ihrer App „Sdui-ein Informationssystem für attraktive Schulen“ den zweiten Platz in der Kategorie Arbeitswelt. Und auch ein Team aus Koblenz konnte sich einen Platz auf dem Treppchen sichern: Daniela Steinmeyer, Abishanth Jeyaraj und Annalena Gallinger vom Max-von-Laue-Gymnasium erreichten mit ihrer „Luftqualitätsanalyse mithilfe eines Stratosphärenballons“ den dritten Platz im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften.

Professor Klaus Blaum vom renommierten Max-Planck-Institutes für Kernphysik inHeidelberg hielt die Laudation auf Preisträger Max von Wolff. Beeindruckt von der Leistung des Jungforschers bat er Max ein 14-tägiges Praktikum an seinem Institut an.

Professor Klaus Blaum vom renommierten Max-Planck-Institutes für Kernphysik in Heidelberg hielt die Laudation auf Preisträger Max von Wolff. Beeindruckt von der Leistung des Jungforschers bat er Max ein 14-tägiges Praktikum an seinem Institut an.

Max von Wolff mit seinem Sensor. Sein Ziel ist es, nicht allein die Niederschlagsmenge zu messen, sondern mit seinem selbst entwickeltem Messgerät die Größenverteilung der Regentropfen zu ermitteln, um so Unwetterverläufe prognostizieren zu können. Fotos: privat

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