Fahrradtraining für Flüchtlinge
Verkehrserziehung als Teil der Integration
MGH, ÖFH und Polizei setzen auf Sicherheit im Straßenverkehr
Ahrweiler. In einer gemeinsamen Aktion von Mehrgenerationenhaus Bad Neuenahr-Ahrweiler (MGH), Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. (ÖFH) und Polizei Ahrweiler wurde ein zweitägiges „Fahrradtraining für Flüchtlinge“ in der Grundschule Ahrweiler angeboten. Werner Rex, Vorsitzender der Ökumenischen Flüchtlingshilfe: „Dank zahlreicher Fahrradspenden sind viele Flüchtlinge in der Kreisstadt mobil. Das bedeutet für die Kinder und Erwachsenen ein wenig Abwechslung. Problematisch jedoch ist, dass die Familien ohne jede Kenntnis unserer Verkehrsregeln aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.“ Immer wieder berichten Bürger von Flüchtlingen, die Bürgersteige oder die vierspurige B 9 mit Fahrradwegen verwechseln, gegen die Einbahnstraße radeln oder denen Vorfahrtsregeln unbekannt sind. Der Senioren-Sicherheitsbeauftragte der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sprachkursdozentin Helmi Stuckenschmidt, Mitglied der ÖFH, kamen auf die Idee, einen Fahrradkurs für Flüchtlinge anzubieten, die bereits den Kommunen zugewiesen wurden. Das Training soll ihnen helfen, sich mit der Straßenverkehrsordnung vertraut zu machen und Unfälle zu vermeiden. Mehrgenerationenhaus und Polizei waren von der Idee begeistert. Nach anfänglichem Chaos mit rechts vor links, Kreisverkehr, Stoppschild und dem Umfahren eines Hindernisses brachte Polizeikommissar Dietmar Hoffmann zusammen mit dem Dolmetscher Mohamad Loulou schnell Ordnung in die Gruppe. Beim Sicherheitstraining zeigte sich, wie wenig Flüchtlinge über die Verkehrsregeln wissen. „Dies kann nur der Anfang weiterer, folgender Übungskurse sein“, betonte Marion Surrey vom MGH. Ebenso sieht es Jessica Ulrich von der ÖFH: „Nach diesen zwei Tagen sind sich alle Beteiligten einig, dass Verkehrserziehung ein wichtiger Bestandteil zur Integration ist, der von Anfang in den Sprachkursen stattfinden sollte.“
