Allgemeine Berichte | 17.02.2015

Kasernensturm in Rheinbach

Verteidigungsmauer wurde mit kessen Sprüchen sturmreif geredet

Stadtsoldaten-Kommandant Willi Hohn siegt auch bei der 49. Erstürmung über General Wolfgang E. Renner

Die vereinigten Rheinbacher Tollitäten marschierten siegreich in die Tomburg-Kaserne ein.JOST

Rheinbach. Schon jetzt können sich die Verteidiger der Rheinbacher Tomburg-Kaserne auf einiges gefasst machen, denn im nächsten Jahr jährt sich die Erstürmung der Bundeswehr-Liegenschaft durch die Rheinbacher Narrenallianz zum 50. Mal. Stadtsoldaten-Kommandant Willi Hohn drohte diesmal schon den bedauernswerten Verteidigern unter Leitung von Brigadegeneral Wolfgang E. Renner eine Großoffensive an, die ihresgleichen suchen werde. Doch auch in diesem Jahr hatten die Rheinbacher Karnevalisten alles aufgeboten, was zur Verfügung stand, um die 49. Erstürmung der Domburg-Kaserne einmal mehr erfolgreich zu gestalten. Unter dem Motto „Jeder Jeck ist anders jeck - und wir ganz besonders“ hielten die Verteidiger dem Ansturm der mit einer starken Böllerkanone ausgestatteten Narrenschar nur kurz stand.

Hinhaltetaktik zum

Scheitern verurteilt

Neben dem Standortältesten General Wolfgang E. Renner versuchten sich auch Kasernenkommandant Oberstleutnant Matthias Ansperger, Kanonier Stabsfeldwebel Stefan Kresse, Techniker Michael Kruczinski und Oberst Otto Jarosch vom Kommando Strategische Aufklärung in einer von vornherein zum Scheitern verurteilten Hinhaltetaktik. Doch auf der anderen Seite war Stadtsoldaten-Kommandant Willi Hohn nicht auf den Mund gefallen und redete die Verteidigungsmauer mit gewagten Sprüchen sturmreif, tatkräftig unterstützt von Prinz Dieter III. (Schmidt), der ebenfalls die „Pampers Bomber“ der Bundeswehr verhöhnte. Er hatte allerdings auch gut reden, denn er wusste an seiner Seite nicht nur seine Prinzessin Andrea II., sondern auch die hochherrschaftlichen Kollegen vom Damendreigestirn aus Queckenberg mit Prinz Binus I., Bauer Corinnus I. und Jungfrau Lüfthildis I., das Rheinbacher Kinderprinzenpaar mit Prinzessin Chantal I. und Prinz Bernhard I., darüber hinaus auch noch das Oberdreeser Kinderdreigestirn mit Prinzessin Laura I., Bauer Bente und Jungfrau Jade.

Kapitulationsurkunde

zähneknirschend unterschrieben

Eine große Schar närrischer Untertanen im Schlepptau eroberten diese Vereinigten Tollitäten im Handstreich die Kaserne und übernahmen auch gleich den Speisesaal, wo der General die mittlerweile 49. Kapitulationsurkunde zähneknirschend unterzeichnen musste. Mit der bewährten Moderation von Blau-Weiß-Präsidentin Siegrid Wirsberg und Kasernenkommandanten Matthias Ansperger wurde anschließend eine rauschende Erstürmungsparty gefeiert, bei der unter anderem die „Proseccos“ und die „Palm Beach Minis“ umjubelte Auftritte hatten. Auch die Tanzgarde der Großen Rheinbacher Karnevalsgesellschaft Narrenzunft Prinzengarde und das Männerballett des NCR Blau Gold begeisterten das Publikum. Der Närrische Schornbusch und die Stadtsoldaten Rheinbach sorgten ebenfalls für gute Laune, bevor die Kasernenband „Gate fünf“ die After-Erstürmungsparty mit toller Livemusik eröffnete.

Die vereinigten Rheinbacher Tollitäten marschierten siegreich in die Tomburg-Kaserne ein.JOST
Verteidigungsmauer wurde mit kessen Sprüchen sturmreif geredet

Die Spitzen der Rheinbacher Kernstadt-Karnevalsgesellschaften hatten sich zum Kasernensturm auf die Tomburg-Kaserne zusammengeschlossen, die von Brigadegeneral Wolfgang E. Renner (im Hintergrund auf dem Wagen) verteidigt wurde.

Die vereinigten Rheinbacher Tollitäten marschierten siegreich in die Tomburg-Kaserne ein.Fotos: JOST

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