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Kirchenkonzert für Senioren des Projektes „555 Schritte – fit bis ins höchste Alter“

Vertraute und neue Töne begeisterten die Zuhörer

Berühmte Gackenbacher „Doppelorgel“ wurde von Ralf Cieslik gespielt

Vertraute und neue Töne
begeisterten die Zuhörer

Sie gestalteten das Konzert (v.l.): Hermann Lamay, Ralf Cieslik und Paul Ferdinand.Foto: Projekt „555 Schritte“

13.08.2019 - 21:00

Gackenbach. Sonst ist er mit dafür verantwortlich, dass herausragende Organisten dieser Welt bei den „Gackenbacher Orgelkonzerten“ im Kultursommer Rheinland-Pfalz zu hören sind. Jetzt spielte Ralf Cieslik selbst wieder einmal ein Konzert für eine ganz besondere Zielgruppe: vom Projekt „555 Schritte – fit bis ins höchste Alter“ waren alle Ü-80-Senioren aus der Region eingeladen. Und viele waren in die Pfarrkirche in Gackenbach gekommen.


Orgeln im Klimawandel


Was Organist Ralf Cieslik der inzwischen berühmten „Doppelorgel“ an vertrauten und neuen Tönen und Klängen entlockte, war für die zahlreichen älteren Zuhörerinnen und Zuhörer faszinierend. Doch zunächst wies der Musiker darauf hin, dass auch die beiden Orgeln ein Opfer des Klimawandels geworden sind: „Ihnen war bei fast 30 Grad in der Kirche zu heiß und sie mussten neu gestimmt werden“. Er habe deshalb leisere Töne, aber bekannte Melodien ausgewählt.

Zu hören waren unter anderem „Ave verum“ von Mozart, „Largo“ von Händel und „Die Himmel rühmen“ von Beethoven. Seniorsänger Hermann Lamay ließ als Bewohner des Altenheimes seine Bassstimme erklingen bei „Ich bete an die Macht der Liebe“. Dem stand Paul Ferdinand aus Horbach nicht nach und sang mit immerhin 88 Jahren eindrucksvoll das „Wolgalied“ aus dem Zarewitsch von Franz Lehar. Gerne durften die Gäste bei dem einen oder anderen bekannten Kirchenlied mitsingen. Das galt besonders beim „Großer Gott wir loben dich“ am Ende des Konzertes.


Quizmaster Franz-Josef Jung wartete schon


Doch vor dem Hörgenuss mussten die 555er zunächst den ersten Teil der üblichen 555 Schritte vom Ignatius-Lötschert-Haus bis zur Pfarrkirche bei idealem „Seniorenwetter“ zurücklegen. Der Weg zurück fiel den insgesamt 74 Teilnehmenden aus den Dörfern des Buchfinkenlandes und darüber hinaus sowie aus dem Seniorenzentrum und dessen Tagespflege dann leichter, da es im schönen Gesellschaftsraum des Altenheimes bereits nach Kaffee und Kuchen duftete. Viele helfende Hände hatten den Saal mit tollem Blick ins Buchfinkenland in ein nettes Café verwandelt.

Dort wartete Quizmaster Franz-Josef Jung mit einer neuen Runde des „Heimatquiz für Buchfinkensenioren“. Passend zum vorangegangenen Besuch der Pfarrkirche war eine Frage, wie viele kleine oder große Gotteshäuser es in der Pfarrei Montabaur-Stelzenbachgemeinden gibt. 18 war die richtige Antwort, was doch bei einigen zu erstaunten Blicken führte. „Da gehören aber natürlich auch die kleinen Kapellen dazu“, so Jung.


Nächste Veranstaltung am 4. September


Die nächsten 555 Schritte werden am Mittwoch, 4. September im Kunst- und Naturschutzzentrum b-05 im Montabaurer Stadtwald zurückgelegt. Dazu sind wie immer alle Ü-80-Senioren aus dem Buchfinkenland und darüber hinaus sowie aus dem Seniorenzentrum willkommen. Einige waren so fasziniert von den Orgelklängen, dass sie am 8. September um 17 Uhr zum nächsten „Gackenbacher Orgelkonzert“ mit Joseph Nolan aus Australien kommen wollen. Weitere Infos zu den 555ern gibt es unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de. Pressemitteilung

Projekt „555 Schritte – fit bis ins höchste Alter“

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Kommentare
Antje Schulz:
Wie wäre es, wenn die AfD Rheinland-Pfalz Herrn Bleck mal zu einem Kurs in Organisation, sowie Anstand und Benehmen schickt?
Stefan Knoll :
Angesichts der Tatsache, daß der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck seine Teilnahme an der Schulveranstaltung noch nicht einmal abgesagt hat, stellen sich folgende Fragen: 1. Hat der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck ein Organisationsproblem? 2. Hat es der AfD-Abgeordnete Bleck nicht nötig eine Veranstaltung in einer Schule zu besuchen? 3. Hat der AfD-Abgeordnete Bleck keine Lust auf eine Schulveranstaltung wie "70 Jahre Grundgesetz"?
Patrick Baum:
Die AfD Rheinland-Pfalz blamiert sich nahezu täglich aufs Neue. Daß der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck aus Altenkirchen die Veranstaltung in der Schule noch nicht einmal abgesagt hat, ist ein No-Go. Und dieser Herr Bleck wollte einmal Lehrer werden. Nach fast 20 Semestern Lehramtsstudium hat Herr Bleck die Universität ohne Abschluß verlassen. Zudem hätte Blecks Mitarbeiter Jan Strohe aus Nordhofen bei Selters die Veranstaltung absagen können. Strohe ist Kreisvorsitzender der AfD Westerwald und hat enge Kontakte zum extrem rechten Justin Cedric Salka aus Hachenburg.
Uwe Klasen:
Wenn Physik auf Wunschdenken trifft, gewinnt die Realität. So haben die Stromnetzbetreiber aus Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz bekannt gegeben, dass sie ab 2021 den Ladestrom an privaten Ladestationen beschränken (möchten), damit es zu Spitzenzeiten nicht zur Überlastung der Verteilernetze kommt.
Uwe Klasen:
Dazu Peter Adel:"Apologeten der Energiewende wollen noch viel mehr Windräder. Doch je dichter die übers Land verteilt sind, desto mehr bremsen sie sich selbst aus. Der Wind wird regelrecht verbraucht. Das hat auch Folgen fürs Klima, weil bei weniger Wind die Niederschläge abnehmen. Erzeugt die Windkraft womöglich die Dürren, die sie eigentlich verhindern soll? Trotz der weitreichenden Folgen hat das offenbar niemand richtig erforscht."
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