Allgemeine Berichte | 16.11.2018

Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“ am Megina-Gymnasium

Verwirrspiel mit vielfältigen Identitäten

500 begeisterte Zuschauer sahen die Aufführungen

Mit einem ideenreichen Konzept überzeugten die jungen Darsteller des Theaterstücks. privat

Mayen. Vier Aufführungen, viermal eine ausverkaufte Eingangshalle des Megina-Gymnasiums mit mehr als 500 begeisterten Zuschauern: Vor dem ideenreichen Konzept mit drei Portraits, die in die Handlung einführten und diese begleiteten (Theresa Kaltz/Marie Schnadhorst, Anya Leister und Dary Vusatyuk) überzeugten die Darstellerinnen der drei Physiker Newton, Einstein und Möbius (Ellen Bahn, Jule Krantz und Luna Zawadzki) ebenso wie die der Krankenschwestern, der Oberschwester und der Chefärztin Fräulein Dr. von Zahnd mit ihrem leidenschaftlichen Spiel (Pauline Simon, Leonie Schaden, Theresa Kaltz/Marie Schnadhorst, Clara Hetger, Johanna Dahm).

Einen maßgeblichen Anteil am Gelingen der Aufführung hatte natürlich auch Marvin Fuhrmann als Oberpfleger Uwe Sievers mit seinen Pflegern Murillo und McArthur (Clara Hetger, Leonie Schaden, auch zu sehen als Frau Rose), die regelmäßig für die nötige Auflockerung mit großartigen komischen Momenten sorgten. Nachdem aber auch schon der charmante Inspektor Richard Voß (Nathanael Ediger, auch zu sehen als Missionar Rose) vor der Festnahme der Mörder der Krankenschwestern, Verzeihung: Täter, kapitulieren musste, blieb am Ende nur noch die Feststellung, dass das Verwirrspiel um die drei Physiker mit ihren vielfältigen Identitäten als Spione nicht das gewünschte Ziel hatte und die Welt unwiederbringlich in die Hände der wahnsinnigen Chefärztin gefallen ist.

So kam das Publikum in den Genuss einer äußerst gelungenen Inszenierung, geleitet von Anna Splieth und Thomas Schink, die jede Sekunde kurzweilig war, mit Schauspielern, die sich verausgabten und sich die Seele aus dem Leibe spielten, wie eine Zuschauerin anschließend feststellte.

Mit einem ideenreichen Konzept überzeugten die jungen Darsteller des Theaterstücks. Foto: privat

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