Siegburger Leitstelle
Viele technische Neuerungen
Siegburg. Am 9. August des vergangenen Jahres wurde „sie“ zum ersten Mal im Rhein-Sieg-Kreis eingesetzt und warnte die Bürger vor dem Großbrand einer Troisdorfer Lagerhalle. Die Rede ist von der Warn-App NINA, der Notfall-Informations- und Nachrichten-APP, die die Siegburger Leitstelle seit dem vergangenen Jahr nutzt. Gemeinsam mit dem sogenannten modularen Warnsystem „MoWAS“ kann die Bevölkerung nun standortgenau über Gefahrenlagen informiert werden.
Bei der Einführung dieser beiden neuen Systeme ist es nicht geblieben: Das Digitalfunknetz hat den oft störanfälligen analogen Sprechfunk inzwischen beinahe vollständig abgelöst. Organisatorisch verbessern nun „Arbeitsinseln“ (Rettungsdienst und Brandschutz, Krankentransport und Flächenlagen) das aktuelle Tagesgeschäft in der Leitstelle und im Lagezentrum des Rhein-Sieg-Kreises.
Zudem hat die Leitstelle mit der Leitstelle der Feuerwehr in Bonn einen zuverlässigen Partner für den Fall eines Ausfalls gewonnen. Dieses „Sicherheitsnetz“ wird auch 2017 ausgebaut.
Rainer Dahm, Leiter des Amts für Bevölkerungsschutz des Rhein-Sieg-Kreises, gibt einen Ausblick auf die weiteren Planungen für 2017: „Wir gehen im Rhein-Sieg-Kreis auch im nächsten Jahr weiter mit der Zeit: Eine kreisweite Stabssoftware wird künftig den gemeinsamen Informationsstand zwischen Leitstelle, Führungsstellen, Einsatz- und Verwaltungsstäben sicherstellen. Außerdem machen wir uns bereit für den Empfang von eCalls, den Empfang von Fahrzeugnotrufen, denn entsprechend der EU-Verordnung müssen darauf vorbereitet sein, wenn ab 2018 Kraftfahrzeuge mit dieser neuen Notruftechnik ausgestattet werden.“
