Aufräumaktion der Gruppe „Cleanup Neuwied – Deichstadt Greenup“ im Industriegebiet Neuwied
Vielfaches Fehlverhalten sorgt für Unmut
Freiwillige rund um Volker Schölzel befreiten die Straßen von Müll bei lobenswerter Aktion
Neuwied. Vor Kurzem traf sich die Gruppe „Cleanup Neuwied – Deichstadt Greenup“ zum wiederholten Mal zu einer groß angelegten „Mülleinsammel-Aktion“ im Neuwieder Industriegebiet in der Rostocker Straße sowie auf einem Teil der Breslauer Straße und einigen Wirtschaftswegen.
Wie der Organisator der Reinigungstruppe Volker Schölzel betonte, ist das Neuwieder Industriegebiet ein einziger Schandfleck, was das Wegwerfen von Müll in großen Mengen betrifft. „Auch aus dem Auto heraus geworfener Verpackungsmüll und Flaschen finden sich in großer Zahl am Straßenrand. Sehr auffällig ist der viele Verpackungsmüll eines Schnellrestaurants rund um die Junker- und die Rostocker Straße“, berichtet Schölzel.
„Unsere Gruppe ist hier regelmäßig alle zwei bis drei Monate aktiv, um den angesammelten Müll zu beseitigen“, resümierten die engagierten Gruppenmitglieder.
Bei schweißtreibenden Temperaturen hatten sich die motivierten Frauen und Männer an die Arbeit gemacht, um dieser lobenswerten Aktion zum Erfolg zu verhelfen.
Schon zu Beginn ihres Reinigungsweges war die Clean-Up- Truppe mit der Beseitigung einer illegal angelegten Müllablagerung beschäftigt, wobei sich die engagierten Müllbeseitiger immer wieder wunderten, mit wieviel Unverstand und Boshaftigkeit doch manche Zeitgenossen mit der schützenswerten Umwelt umgehen. Auf einem nahegelegenen Wirtschaftsweg mussten mehr als 12 Säcke, gefüllt mit Haushaltsmüll und Essensresten, die zum Teil auch aufgerissen waren, entsprechend beseitigt werden.
Ein anderer Teil der Gruppe beschäftigte sich mit der Reinigung der Auf- und Abfahrt der Grünflächen zur B 42 an der Breslauer Straße.
Im Verlauf des Morgens wurden auch, die rund um ein Schnellrestaurant angrenzenden Wäldchen und Grünflächen von achtlos weggeworfenen Verpackungsmüll befreit.
Am Ende der mehrstündigen Müll- und Verschönerungsaktion waren die Aufräumer sehr überrascht und entsetzt, dass insgesamt ca. 30 blaue Müllsäcke, Altreifen mit Felgen und etliche Sperrmüllteile eingesammelt worden sind.
Die Gruppe, die sich regelmäßig zu Müllsammelaktionen im Industriegebiet aufhält, weist zum wiederholten Male auf das schlechte Verhalten vieler Menschen hin, die sich anscheinend auf das Wegwerfen von Müll und die illegalen Müllentsorgungen im Neuwieder Industriegebiet „spezialisiert“ haben und somit auf die Folgen für die Umwelt keinerlei Rücksicht nehmen.
„Der weggeworfene Müll belastet die Natur und die Umwelt enorm. Eine weggeworfene Zigarette und der hoch-toxische Filter mit ca. 7.000 Schadstoffen braucht mehr als sieben Jahre, bis er sich - mit weitreichenden Folgen - in der Natur zersetzt. Plastiktüten benötigen ca. 120 Jahre, Alufolie 400 Jahre, Aludosen 500 Jahre, Plastikflaschen 5.000 Jahre und Glasflaschen ca. 8.000 Jahre, bis sie in der Umwelt verrotten“, klärt der Autor Philipp Multhaupt in seinem Werk „Utopia“ auf.
„Auch die Stadt, die Verantwortlichen und die zuständige Müllbehörde sind hier gefordert mehr Präventivarbeit zu leisten, regelmäßige Kontrollen durchzuführen und auch Bußgelder auszusprechen gegen all die Menschen, die ihren Müll achtlos und illegal in der Natur entsorgen. Unser Dank geht an die Servicebetriebe der Stadt Neuwied für den zeitnahen Abtransport der Müllsäcke, deren Müllbeseitigungskosten von uns allen über Müllbescheide getragen werden“, betonte Volker Schölzel auch im Namen seiner Mitstreiter und Mitstreiterinnen, die sich immer wieder mit großem Eifer an solchen mühevollen Aktionen beteiligen.
Pressemitteilung
Cleanup Neuwied
Bei schweißtreibenden Temperaturen machten die motivierten Freiwilligen sich an die Arbeit, um der Aufräumaktion zum Erfolg zu verhelfen.
