Haus der Familie in Obermendig eröffnet
Vielseitiges Angebot für jede Generation
Pastor Ralf Birkenheier segnete die Räumlichkeiten
Mendig. Vergangenen Freitag eröffnete die katholische Familienbildungsstätte Mayen e. V. in den ehemaligen Räumlichkeiten der Volksbank in Obermendig, Molkereistraße 15 eine Außenstelle mit angeschlossenem „Haus der Familie“. Damit wird die Familienfreunde Verbandsgemeinde Mendig um ein weiteres attraktives Angebot für die ganze Familie bereichert. Die Verbandsgemeinde beteiligt sich mit einem monatlichen Beitrag in Höhe von 400 Euro an den laufenden Kosten und hat damit im Gegenzug die Möglichkeit, die Räumlichkeiten für bis zu 20 Stunden im Monat zum Beispiel für Seniorenveranstaltungen oder Kurse der Volkshochschule zu nutzen.
Der Vorsitzende der katholischen Familienbildungsstätte (FBS), Pastor Michael Frevel begrüßte in seiner Eröffnungsrede u.a. Vera Schmidt vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz, Dechant Mathias Veit, Pastor Ralf Birkenheier, Joachim Plitzko (1. Beigeordneter der VG Mendig), Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel, Thomas Berenz (Leiter des Arbeitsbereiches Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Trier) und Andrea Roggenfelder (Ansprechpartnerin im Haus der Familie Obermendig). „Einen kurzen Weg sind wir schon gegangen und ab heute beginnt unser eigentlicher Weg“, so die Leiterin der FBS, Iris Emmerich, die kurz zurückblickte und daran erinnerte, dass man sich schon lange überlegt habe, ob man nicht in Mendig eine geeignete Räumlichkeit finden könnte, zumal die familienfreundliche VG Mendig schon lange ein guter Partner der FBS sei. So sehe man bei den regelmäßig stattfindenden Willkommensveranstaltungen, wie viele junge Familien in Mendig leben würden. Nach einem Gespräch mit VG-Bürgermeister Jörg Lempertz im Oktober 2018 habe dieser ihr direkt eine Verbindung zur Volksbank geschaffen, Es folgten zahlreiche Gespräche mit der VG-Verwaltung Mendig, der Volksbank, dem Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz, der Kreisverwaltung, den Netzwerkpartnern: Lebensberatung, Caritas, Pastor Birkenheier, Pfarrer Beetschen und nicht zuletzt mit dem Vorstand der FBS, der entschieden hatte, in die Zukunft der Familienbildung zu investieren, um weiterhin präventive Arbeit für und mit Familien leisten zu können und noch näher bei den Menschen zu sein.
Nachdem die Maxi-Kinder der Kita St. Genovefa die Anwesenden mit zwei temperamentvollen Liedvorträgen überrascht hatten, überbrachte Vera Schmidt zunächst herzliche Grüße von der Familienministerin Anne Spiegel. Frau Schmidt wies in ihrer Ansprache u.a. darauf hin, dass das Landesprogramm „Häuser der Familie“ im Jahr 2006 mit dem Ziel gestartet worden sei, in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt ein Haus der Familie einzurichten. Dabei gehe es nicht einfach nur darum, finanzielle Mittel über das Land zu verteilen, sondern vielmehr darum, ein breites Angebot zu schaffen, von dem das Familienleben profitieren könne. Mit dem Haus der Familie in Mendig gibt es in Rheinland Pfalz insgesamt 51 dieser Häuser. Alltagssorgen und finanzielle Belastungen strapazieren häufig die familiären Beziehungen und tragen zu Konflikten bei. Hier kommt dem Haus der Familie eine wichtige Rolle zu. Ob in Form von Beratung, Bildung und Information, Freizeitangeboten, kreativen Veranstaltungen, Sprach-, Lese- und Förderangeboten oder interkulturellen Begegnungen.
Die Besonderheit der Häuser der Familie liegt nach den Worten von Vera Schmidt in der Vielfalt der Angebote, die alle Lebensphasen von Familien aufgreifen. Allerdings sei auch jeder eingeladen, sich mit seinen Interessen und Stärken einzubringen, denn kein Bereich sei so wichtig für die persönliche Zufriedenheit, wie die Familie. „Ich freue mich sehr, dass Mendig mit dem Haus der Familie noch lebendiger wird; wünsche Ihnen allen viel Erfolg und freue mich sehr auf die weitere gemeinsame Zusammenarbeit“, so Vera Schmidt wörtlich. Der 1. Beigeordnete Joachim Plitzko machte deutlich, dass die Verbandsgemeinde Mendig schon seit Jahren viele Angebote für Familien und Senioren bereit hielten und diese sukzessive weiter ausbauen möchte. So sei es folgerichtig, die Angebote der Familienbildungsstätte und der VG Mendig zusammenzubringen, um Synergien in dem großen Spektrum der Familien- und Seniorenarbeit zu schaffen.
Joachim Plitzko wünschte Frau Emmerich und ihrem Team, dass sie in ihren neuen Räumlichkeiten heimisch würden und dass die Familien- und Seniorenarbeit in der Stadt Mendig und der gesamten Verbandsgemeinde Mendig neu belebt und zukunftsweisend ausgerichtet werde. „Ich wünsche Ihnen viel Freude in ihrer neuen Arbeitsumgebung“, so Joachim Plitzko.
Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel schloss sich diesen Wünschen an und bezeichnete das Angebot für die ganze Familie als eine glückliche Fügung für alle Beteiligten. Er zeigte sich rundum begeistert und unterstrich. „Wir werden Sie gerne unterstützen, wenn dies vonnöten sein sollte!“
Nachdem Pastor Ralf Birkenheier die neuen Räumlichkeiten eingesegnet hatte, nutzten die zahlreichen Gäste die Gelegenheit zu einem intensiven Gedankenaustausch.
Am Nachmittag hatte das Haus der Familie von 15 bis 18 Uhr zu Kaffee und Kuchen eingeladen und es gab eine Menge Spaß für Kinder und Erwachsene. So lockten ein Workshop Upcycling, ein Kunstworkshop und ein Luftballonwettflug mit Gewinnspiel.
Das vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz zertifizierte Konzept sieht u.a. vor, dass in den barrierefreien Räumlichkeiten der ehemaligen Volksbankfiliale Kurse rund um die Familie stattfinden. So zum Beispiel die „B.A.B.I.-Zeit“ (Beziehungen, Austausch, Bindung und Information), die Eltern-Kind-Gruppe für Eltern mit Kindern im Alter von 1 – 3 Jahren, die „Rappelkiste“ für Kinder von 3 – 6 Jahren, „Off-Time“ – ein Frauencafé, das freitags vormittags von 9.30 bis 11.30 Uhr geöffnet hat, die „Herzenssprechstunde“ für altersaktive Menschen, „ZUMBA for Kids“ und vieles mehr. Weitere Informationen unter: www.fbs-mayen.de. Übrigens bleibt die Bargeldversorgung in Mendig bestehen, da der Bankautomat im Eingangsbereich des „Haus der Familie“ erhalten bleibt. In die Räumlichkeiten gelangen die Besucher am Geldautomaten vorbei durch den ehemaligen Eingang der Bankfiliale. FRE
Die Maxi-Kinder der Kita St. Genovefa überraschten die Anwesenden mit zwei temperamentvollen Lieddarbietungen.
Von links: Andrea Roggenfelder (FBS), Joachim Plitzko (1. Beigeordneter der VG Mendig), Melanie Hellmann (FBS), Pastor Michael Frevel (Vorsitzender der FBS), Iris Emmerich (Leiterin der FBS), Vera Schmidt (Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz) und Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel. Fotos: FRE
