Benediktinische Orgelnacht in Maria Laach
Vier Mönche an zwei Orgeln
Maria Laach. Drei Klöster, vier Organisten, fünf Orgeln – so könnte man knapp zusammenfassen, was es mit dieser Konzertreihe der Benediktinerabteien Beuron, Einsiedeln und Maria Laach auf sich hat. Dazu kommen vor allem aber noch vier Jahreszahlen. Im Jahr 1984, also vor vierzig Jahren, wurde die große Klais-Orgel der Erzabtei Beuron geweiht. Vor dreißig Jahren erfolgte die Einweihung der Mauritius-Orgel der Schweizer Orgelbaufirma Mathis in der Abteikirche von Einsiedeln. Und in Maria Laach konnte die Orgelanlage im Jahr 2024 nach einer umfangreichen Renovierung und Erweiterung durch die Orgelbaufirma Mühleisen wieder ihre Aufgaben übernehmen. Diese drei Jahreszahlen veranlassten die drei Klöster, mit den vier Mitbrüdern eine Orgelnacht zu initiieren, um mit einem vielfältigen Programm die sehr unterschiedlichen Instrumente mit unterschiedlichen Interpreten und Programmen vorzustellen. Dass dabei alle Organisten Benediktinermönche sind, ist eine wirkliche Besonderheit. Alle vier Organisten sind in ihren Klöstern in musikalischer Verantwortung in Liturgie und Konzert und erfüllen damit für die einzelnen Gemeinschaften einen für Benediktiner sehr wesentlichen Dienst, nämlich durch ihre Begabungen die Schönheit der Liturgie zu unterstreichen. Zwar lautet das geflügelte Wort des heiligen Augustinus: qui cantat, bis orat – wer singt, betet doppelt. Doch mit Fug und Recht kann dieses Wort auch auf die Orgel, mehr noch den Organisten und seinen kirchenmusikalischen Dienst übertragen werden, ist doch kein Instrument so sehr mit dem Kirchenraum verwoben wie die Orgel. Daher steht auf oder über vielen Orgeln die Aufforderung soli Deo gloria geschrieben und verweist damit auf den Sinn und Zweck der Orgel, ja aller Kirchenmusik: Allein der Ehre Gottes zu dienen. Diesem Anspruch, diesem Leitmotiv wollen in diesen Konzerten in Maria Laach, Beuron und Einsiedeln alle vier Organisten ihr Programm, ihr Orgelspiel und ihre Begabung widmen: Dem guten Gott, dem allein die Ehre sei – in Wort und Klang!
Die Orgelnacht findet am Freitag, 26. Juli ab 19.00 Uhr statt.
Das erste Konzert bestreitet P. Theo Flury OSB (Einsiedeln, Schweiz) mit Werken von Bach, Widor und Mahler; gefolgt um 20.00 Uhr von Bruder Jonas Hilger OSB (Maria Laach) mit der 8. Orgelsonate von Rheinberger, der ersten Bachschen Triosonate und einem Biblischen Tanz zur „Hochzeit zu Kana“ von Eben. Um 21.00 Uhr spielt P. Landelin Fuß OSB (Beuron) ein sehr gemischtes Programm mit Bach, Cook, Vierne und Sweelinck sowie Musik des in der Zeit der Klassik lebenden Benediktinerpaters Molitor. Den Abschluss gestaltet P. Philipp Meyer OSB (Maria Laach) mit Bach´s Memento von Widor, den Enigma-Variationen von Elgar sowie der berühmten 1. Orgelsonate von Guilmant mit dem beliebten Finale. Zwischen den Konzerten gibt es kleine Pausen. Die Dauern betragen jeweils ca. 45 Minuten. Zu allen Konzerten ist der Eintritt frei; an den Enden sind Spenden zur Deckung der Kosten erbeten.
Pater Landelin Fuß.
Pater Philipp Meyer.
Pater Theo Flury.
