Allgemeine Berichte | 29.12.2016

Zwei musikalische Feste mit Sven Scheuren

Virtuose zeigte seine Kunst

Festliche Klaviermusik begeisterte das Publikumim Hotel Rheinresidenz(v.l.) Birgit Letschert, Sven Scheuren, Bernd Lang.. Fotos: FA

Bad Breisig. Festliche Instrumentalmusik, dargeboten von einem Interpreten der Extraklasse – das war ein kulturelles Highlight für Musikliebhaber der Quellenstadt. Gleich an zwei aufeinander folgenden Tagen der Weihnachtszeit zeigte Sven Scheuren sein geniales Können auf Tasteninstrumenten.

„Festliche Klaviermusik“ hatte er für das von dem Verein Forum Kultur organisierte Konzert im Hotel „Rhein-Residenz“ angekündigt, und dem Publikum im voll besetzten Saal bot er Piano – Spiel von atemberaubender Perfektion. Die

Interpretation von Händels Suite d-Moll mit Präludium, den Tänzen Allemande, Courante, Sarabande, Pavane und Finale konnte zwar auch nicht die Frage beantworten: „War Händel denn nun Deutscher, Engländer, Italiener oder gar Franzose?“ Schmunzelnd ließ dies auch der Interpret unbeantwortet, er erzählte stattdessen unterhaltsam Hintergründiges zu dem Barock-Komponisten. Im übrigen brillierte der Pianist mit gekonnten Improvisationen über bekannte Weihnachtslieder, die er in den unterschiedlichsten Stilen darbot, so die „Stille Nacht“, „Tochter Zion“, „Morgen Kinder…“, „Vom Himmel hoch..“, „Kling Glöckchen…“ u.a. Die überaus kunstvollen Fantasien wurden immer wieder gewürzt von den Moderationen Sven Scheurens. Die Begeisterung über den Klavierabend war riesig; sie deutete schon die Vorfreude an auf das festliche Orgelkonzert, das der Künstler am nächsten Abend in der Pfarrkirche St. Marien bot. Von Carmen Scheuren organisiert, von Gemeindereferentin Christel Fassian-Müller mit lyrischen Textbeiträgen moderiert, wurde die sehr gut besuchte Abendmusik ein grandioser Erfolg.

Auf der von Rowen West im Schnitger-Stilgebauten Barockorgel konnte Sven Scheuren seine ganze interpretatorische Meisterschaft ausspielen. „Es ist eine Gnade für mich, auf diesem zwischen Köln und Mainz einmaligen Instrument musizieren zu dürfen..“ sagte der Virtuose im Vorfeld des Konzertes. So wurde es ein Fest seiner genialen Improvisationskunst. Der Partita über „Alle Jahre wieder“ folgte eine Weihnachtsfantasie über „Ihr Kinderlein kommet“, ein barockes Choralvorspiel über „Vom Himmel hoch“´, eine Choralfantasie über „Wie schön leuchtet der Morgenstern“, Variationen über „Papa Noel“, eine Fantasie über „Zu Bethlehem geboren“, eine Rhapsodie über „O du fröhliche“ und schließlich ein rauschendes Finale mit Fantasien über „We wish you a merry christmas and a happy new year“ – der Beifall wollte nicht enden. Zum guten Schluss sangen alle zusammen „Stille Nacht, heilige Nacht“. Ein weiteres Highlight der Breisiger Abendmusiken wurde durch Carmen Scheuren, die unermüdliche Organisatorin der Breisiger Abendsmusiken am Ende angekündigt: Am 22. Februar - wieder mit Sven Scheuren, dann aber keine Weihnachtslieder, sondern Karnevals-Melodien im Orgel-Feuerwerk. Und dazu: Auftritt des „Bergische Jung“, alias Willibert Pauels. Ob dann die Plätze in der Marienkirche ausreichen? FA

Virtuose zeigte seine Kunst

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