Sopranistin Franziska Heinzen und Benjamin Mead am Klavier erhielten viel Applaus
Volle Kirche beim romantischen Liederabend
Meckenheim. Hoch zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen der „Freunde und Förderer der Kirchenmusik in Meckenheim e.V.“ am vergangenen Samstag. Es war ihnen gelungen, einen romantischen Liederabend mit dem Thema „Tränenfluten und Erlösung“ in der Evangelischen Christuskirche zu organisieren.
Gesungen wurde von der Sopranistin Franziska Heinzen, welche am Klavier von Benjamin Mead begleitet wurde. Beides absolute Vollprofis in ihrem Element. Die Schweizer Sopranistin Franziska Heinzen studierte an den Musikhochschulen von Zürich und Düsseldorf. Ihre Ausbildung schloss sie im Frühjahr 2016 mit dem Solistendiplom mit Auszeichnung ab. Ihr Repertoire spannt sich von Monteverdis Marienvesper über klassische Werke wie Haydns Schöpfung und zahlreiche Opern Mozarts bis in die Spätromantik und die zeitgenössische Musik. Sie ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbands Dortmund, der Madeleine Dubuis-Stiftung und wird von MusikPro unterstützt. 2017 erhielt sie den Kulturförderpreis des Kanton Wallis.
Der britisch-polnische Pianist Benjamin Malcolm Mead studiert seit 2011 an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Zahlreiche Meisterkurse begleiten seine Ausbildung. Ab Herbst 2018 absolviert er den Masterstudiengang für Liedbegleitung und Kammermusik an der Royal Academy of Music in London. Er ist Stipendiat des DAAD sowie des Richard Wagner Verbandes und wird durch die Yehudi Menuhin Stiftung Live Music Now gefördert.
Gespielt wurden Texte und Lieder, welche vor allem aus dem 19. Jahrhundert stammen und das Thema Romantik von vielen Seiten beleuchteten. Manches auch mit einem großen Augenzwinkern wie in dem Lied „Tretet ein, hoher Krieger“ von Wolfgang Keller. Interessant wird es dann mit der zweiten Textzeile, denn hier sind nicht die Kampfeskünste des Ritters gefragt, sondern eher die in der Küche. Texte von Goethe, Heinrich Heine oder auch Walther von der Vogelweide wurden von Othmar Schoeck, Hugo Wolf, Clara Schumann und Edvard Grieg im Laufe der Zeit vertont und mit viel Einfühlungsvermögen dem Publikum dargeboten. Dieses bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus.
STF
