Staatssekretär Griese besucht energieautarke Kläranlage
Vom Energiefresser zum Energieproduzent
Zum Start der Kommunalen Klimaschutztour besichtigt Staatssekretär Griese die Kläranlage Koblenz-Wallersheim, die ihren Strom- und Wärmebedarf künftig weitgehend selbst erzeugt.
Koblenz. „Mit der energieeffizienten Anlage wird das Klärwerk Koblenz vom kommunalen Stromfresser zum Energieproduzenten. 87 Prozent des benötigen Stroms erzeugt die Anlage künftig selbst durch die Biogasgewinnung aus Klärschlamm mit Unterstützung einer neuen Vergasungstechnik und durch die Installation von Photovoltaik-Anlagen. Auch die für die Klärschlammtrocknung benötigte Wärme wird durch die Verwertung von Klärgas in einem mehrstufigen Verfahren vollständig im Klärwerk gewonnen“, sagte Energiestaatssekretär Thomas Griese heute bei der Besichtigung der Anlage. Der Besuch der Kläranlage ist der Startschuss der Kommunalen Klimaschutztour des Umweltministeriums, die vorbildliche Klimaschutz-Projekte von Städten und Gemeinden in den Mittelpunkt stellt. Die Energiebilanz der Kläranlage Koblenz könne sich sehen lassen und habe über Rheinland-Pfalz hinaus Vorbildfunktion, so Griese weiter. Denn Klärwerke gehören gewöhnlich zu den größten kommunalen Energieverbrauchern. Seit 2007 konnte der Energieverbrauch der rheinland-pfälzischen Kläranlagen jedoch von 260.000 auf 185.000 Megawattstunden pro Jahr reduziert werden. Der jährliche CO2-Ausstoß ist damit unter Berücksichtigung der Eigenerzeugung von Strom und Wärme bilanziell von 130.000 auf 70.000 Tonnen gesunken. „Das zeigt: Die Umrüstung unserer kommunalen Klärwerke zu energieeffizienten Anlagen leistet einen wesentlichen Beitrag zu unserem Klimaschutzziel – ein weitgehend klimaneutrales Rheinland-Pfalz bis 2050. Aktuell wird auf kommunalen Kläranlagen mit 50.000 Megawatt im Jahr so viel Energie produziert, wie noch nie zuvor“, erklärte der Staatssekretär abschließend.
Hintergrund
Das Biogas, das in der Anlage in Koblenz-Wallersheim durch die Faulung von Klärschlamm gewonnen wird, wird in drei Blockheizkraftwerken energetisch verwertet. Die thermische Energie aus den Blockheizkraftwerken wird wiederum zur Faulschlammtrocknung verwendet. Zusätzlich wird Wärme aus einer neu gebauten Synthesegasstufe für die Trocknung des Schlamms eingesetzt. Außerdem wird die Abwärme aus dem Trocknungsprozess wiederum bei der Klärschlammfaulung genutzt.
In Rheinland-Pfalz gibt es mit Kaiserslautern und Trier bislang zwei energieneutrale Kläranlagen. Die Kläranlagen Mainz und Koblenz werden mit ihren Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energieerzeugung in naher Zukunft folgen. Einzelne Kläranlagen werden sogar energiepositiv werden können, d.h. bilanziell betrachtet mehr Energie erzeugen als verbrauchen. Neben diesen Leuchtturmprojekten konnte auch bei den meisten weiteren rheinland-pfälzischen Kläranlagen die Energiebilanz in den letzten Jahren deutlich verbessert werden.
Pressemitteilung des
Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten RLP
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