Allgemeine Berichte | 31.08.2020

Anziehpunkt Montabaur zieht seit 20 Jahren die Menschen an – Langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen ausgezeichnet

Vom befristeten Projekt zu einer festen Institution

Verantwortliche und Geehrte kamen bei der internen Feier „20 Jahre Anziehpunkt“ zum gemeinsamen Erinnerungsfoto im Garten zusammen: (von links) Petra Wohlleben, Pfarrer Heinz-Walter Barthenheier, Elena Barth, Dorothea Westermeyer, Ute Pörtner, Diakon Herbert Bruns, Getrud Bach, Eva Baurmann, Joachim Grämer, Frank Keßler-Weiß und Hertha Hild.

Montabaur. Bekanntlich soll man die Feste feiern, wie sie fallen. In Zeiten der Corona-Pandemie kein einfaches Vorhaben. Und doch ließ man es sich beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn jetzt nicht nehmen, einen besonderen Anlass zu feiern: Der Anziehpunkt Montabaur wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Die Feierlichkeiten für den runden Geburtstag mussten aufgrund der aktuellen Situation allerdings etwas anders gestaltet werden, als ursprünglich geplant. Keine geladenen Gäste, genügend Abstand für alle Anwesenden, und auch der Ort der internen Geburtstagsfeier war eher ungewöhnlich: Im Garten von Petra Wohlleben, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Anziehpunkt, begrüßte Joachim Grämer, Leiter des Fachbereichs Existenzsicherung beim Caritasverband, die Anwesenden. Dazu zählten neben Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß, Pfarrer Heinz-Walter Barthenheier (Vorsitzender Caritasverband), Dorothea Westermayer (Abteilungsleiterin Beratung und Soziale Dienste) sowie Larissa Bader (ehemalige langjährige Leiterin des Anziehpunktes) insbesondere die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritas-Secondhandladens in der Montabaurer Innenstadt. „Wir haben schwere Zeiten hinter uns, die Sie alle toll gemeistert haben“, lobte Grämer das Anziehpunkt-Team um Leiterin Christel Weidenfeller mit Blick auf die letzten Monate und den zwischenzeitlichen Lockdown, von dem auch die Anziehpunkte (einen weiteren Caritas-Anziehpunkt gibt es in Lahnstein) betroffen waren. „Wir konnten wieder öffnen, weil Sie bereit waren, mitzumachen“, wandte sich auch Frank Keßler-Weiß an das engagierte Anziehpunkt-Team und sprach allen höchste Anerkennung und Dank aus. In seiner Rede ließ der Caritasdirektor die Geschichte des Anziehpunktes noch mal Revue passieren und blickte auf die Anfänge zurück. Den Ausschlag gab schon zwei Jahre vor der Eröffnung des Secondhandladens der Konflikt zwischen Rom und dem damaligen Limburger Bischof Franz Kamphaus. Als Papst Johannes Paul II. den Ausstieg der katholischen Kirche aus der gesetzlichen Schwangerenkonfliktberatung anordnete, wollte Kamphaus dieser Entscheidung nicht folgen. So wurde im Rahmen der „Aktion Konfliktberatung“ auch das Projekt „Wir lassen Sie nicht allein“ ins Leben gerufen, aus dem unter anderem an verschiedenen Orten im Bistum sogenannte Anziehpunkte hervorgingen. Auch im Raum Montabaur wollten engagierte Christen die betroffenen Frauen nicht mit ihren Problemen alleine lassen und suchten nach Wegen der Unterstützung. Schließlich konnte mit Hilfe des Caritasverbandes im April 2000 der Anziehpunkt eröffnet werden. Zunächst befand sich der Laden in der Judengasse, ehe er 2005 in die Kirchstraße 48 umzog. Zwölf Jahre später folgte ein weiterer Umzug: Seit Herbst 2017 ist der Anziehpunkt nun am Kleiner Markt 6 zu Hause. „Anfangs als Projekt auf zwei Jahre befristet, gelang es dem Anziehpunkt relativ schnell, die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes anzuziehen und zu einem beliebten Anlaufpunkt in der Montabaurer Innenstadt zu werden“, berichtete der Caritasdirektor. Schon bald wurde das Projekt entfristet - und der Anziehpunkt zu einer festen Institution in der Westerwälder Kreisstadt. Heute engagieren sich rund 50 Frauen und ein Mann ehrenamtlich im Anziehpunkt. Sie arbeiten in unterschiedlichen Funktionen, sind im Verkauf tätig, übernehmen Lager- und Sortierdienste, dekorieren oder springen als Urlaubs- und Krankheitsvertretung ein. „Ich danke Ihnen allen für Ihre wertvolle Arbeit und den Dienst am Nächsten“, betonte Frank Keßler-Weiß. A nschließend galt es noch, einige der ehrenamtlichen Helferinnen für ihr langjähriges Engagement auszuzeichnen. Vorgenommen wurden die Ehrungen von Rainer Lehmler, Referent für Gemeindecaritas beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn, sowie Diakon Herbert Bruns, einer von drei Sprechern des CKD-Ehrenamtnetzwerkes für den Bezirk Westerwald. Sie beglückwünschten Hertha Hild, Elena Barth und Inge Dietmayer für ihre 10-jährige ehrenamtliche Tätigkeit. Bereits 15 Jahre ehrenamtlich im Anziehpunkt tätig ist Eva Baurmann. Zu den „Frauen der ersten Stunde“ gehören Ute Pörtner, Gertrud Bach und Gastgeberin Petra Wohlleben (nicht anwesend waren Elke Sittig und Gisela Reinhard). Ihnen wurde eine ganze besondere Ehre zu teil: Für ihr 20-jähriges ehrenamtliches Engagement im Anziehpunkt Montabaur wurden sie von Diakon Herbert Bruns mit dem Elisabethkreuz, der höchsten Auszeichnung des CDK-Netzwerkes von Ehrenamtlichen in Caritas und Pfarreien, geehrt. Alle Geehrten erhielten außerdem eine Urkunde und einen Blumenstrauß.

Drei Frauen der ersten Stunde: Petra Wohlleben, Ute Pörtner und Gertrud Bach (von links) präsentieren stolz das Elisabethkreuz. Für ihre 20-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Anziehpunkt Montabaur wurden sie mit dieser höchsten Auszeichnung des CDK-Netzwerkes von Ehrenamtlichen in Caritas und Pfarreien geehrt.

Drei Frauen der ersten Stunde: Petra Wohlleben, Ute Pörtner und Gertrud Bach (von links) präsentieren stolz das Elisabethkreuz. Für ihre 20-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Anziehpunkt Montabaur wurden sie mit dieser höchsten Auszeichnung des CDK-Netzwerkes von Ehrenamtlichen in Caritas und Pfarreien geehrt.

Verantwortliche und Geehrte kamen bei der internen Feier „20 Jahre Anziehpunkt“ zum gemeinsamen Erinnerungsfoto im Garten zusammen: (von links) Petra Wohlleben, Pfarrer Heinz-Walter Barthenheier, Elena Barth, Dorothea Westermeyer, Ute Pörtner, Diakon Herbert Bruns, Getrud Bach, Eva Baurmann, Joachim Grämer, Frank Keßler-Weiß und Hertha Hild.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Imageanzeige - Dauerauftrag
Titelanzeige KW 15
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Anzeige KW 15
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür
Empfohlene Artikel
Foto: Werner Dreschers
12

Adenau. Abgesehen von seiner lila-farbigen Mütze, die ihm jüngst auf offener Straße vom Kopf gerissen wurde, läuft es gut für Bischof Konrad Glöckner. Rundherum wird die Kirchenwelt von Missbrauchsfällen und deren Vertuschung erschüttert, aber in seinem beschaulichen Bistum ist alles ruhig und harmonisch. Mit dem Ruf eines „Aufklärers“ ist Glöckner designierter Leiter der katholischen Bischofskonferenz...

Weiterlesen

10

Maria Laach. Am Freitag, den 24. April, eröffnet Gereon Krahforst um 19 Uhr in der Abteikirche Maria Laach die diesjährigen Orgelkonzerte mit einem kontrastierenden Programm: die vier eindrucksvollen, eindringlichen Sätzen der „Sonntagsmusik“ von Petr Eben bilden einen Rahmen, innerhalb dessen romantische Trios und Choralbearbeitungen von Johann Sebastian Bach gespielt werden.

Weiterlesen

17

Kruft. „Den grauen Zellen Beine machen“ - unter diesem Motto lädt das Netzwerk Demenz Mayen-Koblenz in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Kruft, dem Pflegestützpunkt Mendig/ Pellenz, der katholischen Kirchengemeinde St. Dionysius und dem Deutschen Roten Kreuz – Kreisverband Mayen-Koblenz e.V. zum informativen Gedächtnistraining mit Spaß und ohne Kontrolle ein.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: Adobe Stock
439

Mehrfach stach der Täter auf den Oberkörper eines Mannes ein:

13.04.: Prozess um Messerstecherei in Bad Neuenahr gestartet

Koblenz. Am heutigen Montag ist der Prozess am Landgericht Koblenz um eine Messerstecherei in Bad Neuenahr im Oktober 2025 gestartet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-jährigen Angeklagten vor, versucht zu haben eine andere Person zu töten. . Es soll in einer Gaststätte zu einer zunächst verbalen Auseinandersetzung gekommen sein. Diese soll sich dann in eine körperliche Auseinandersetzung entwickelt haben.

Weiterlesen

In der hoch technisierten Werkstatt werden hochwertige Schweizer Uhren wieder von grundauf aufgearbeitet.
8

-Anzeige-Uhren Atelier Retterath

„Wir leben Nachhaltigkeit!“

Bad Neuenahr. Sie hatten schon immer ein Uhrentraummodell aus den vergangenen Jahrzehnten? Dann schauen Sie doch mal bei uns online vorbei. Wir freuen uns, Ihnen unsere Vintagemodelle auf unserer neuen Webseite vorstellen zu können.

Weiterlesen

10

Allgemeine Berichte

JHV bei Aloisiusjugend

Ahrweiler. Einladung zu der gemäß § 5 der Vereinssatzung am Freitag, den 24. April 2025, 19.00 Uhr n der Weinstube „Franz Coels“, Ahrhutstraße 13, Ahrweiler stattfindenden ahreshauptversammlung er Aloisius-Jugend Ahrweiler von 1813 e.V.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Jörg Schweiss
Wir helfen im Trauerfall
Kleinanzeigen
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Koblenzer Kneipengeschichten
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Sachbearbeiter (m/w/d)
Blütenfest Meckenheim
Aushilfskraft (w/m/d)
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg
Sonderseite Geschäftsführungswechsel
Stellenausschreibung: Betriebshof