Veranstaltung des Kultursalon Koblenz
Vom hohen Wert der Moddersproch
Talkgäste diskutieren und singen im Schloss am Samstag, 23. November
Koblenz. Platt, Dialekt, Lokalsprache ist eine besondere Sprachvarietät, die es in sich hat. Sie ist Symbol für das ZuHause-Gefühl. Heimat, die man spricht und hört. Der Begriff Heimat ist oft an Erinnerungen und Kindheit gekoppelt. Entwurzelte Menschen haben diese Werte nicht, können solche auch nicht weitergeben. Ihnen fehlt das glücklich machende Heimatgefühl, eine innere psychische Stabilität. Heimat in Gedanken wie im Gefühl gibt innere Ruhe, verschafft Zugehörigkeit zu einer Landschaft, Stadt, Dorf, besonderen Personengruppe.
Über das Thema Mundart hat sich der Koblenzer Kultursalon Gedanken gemacht – in hochdeutsch wie im platt – so wird die kommende Veranstaltung stattfinden. Inhalt: zeitgenössische Sprachkunst und ihren Wert für die Gemeinschaft. Koblenzer Platt gehört zur Regionalsprache Moselfränkisch.
An diesem Samstagabend singt Daniel Ferber salonfähig wie kein anderer Lieder auf Platt. Wolfgang Mayr erzählt über seine Tätigkeit Mundart in Kindergärten und Schulen weiterzugeben. Werner Blasweiler aus Mayen ist nicht nur Gästeführer, auch Autor und Darsteller im Bürgertheater Mayen. Wie weit hat sich sein Eifeler Platt vom Koblenzer entfernt? Er ist ein Lustiger und hat jede Menge Anekdoten zu erzählen. Dirk Crecelius, Geschäftsführer der „Gruße Kowelenzer Karnevalsgesellschaft“ und managt die Musikgruppe „AltstadtPänz“. Er ist außerdem Moddersprochpreisträger und berichtet wie man zu so einer Auszeichnung kommt. Moderation Petra Lötschert.
Dialekt steht für Wohl-, Gemeinschaftsgefühl. Reden wir Platt. Lokalsprache ist wieder modern. Am Samstag, 23. November von 17.30 bis 19 Uhr im Kurfürstlichen Schloss. Eintritt frei.
