Meckenheim: Arche-Orchester entführt in musikalische Epochen
Von Barock bis Mannheimer Schule
Meckenheim.In Meckenheim begeisterte das Arche-Orchester die Zuhörer im evangelischen Gemeindezentrum „Die Arche“ am 29. Oktober mit einem vielfältigen Musikprogramm. Von der frühen Barockzeit bis hin zur Mannheimer Schule reichte das Repertoire, das vor einem vollbesetzten Saal präsentiert wurde. Mit Auszügen aus Michel Corettes „Symphonie Noel III“ stimmte das Ensemble feinfühlig auf die nahende Adventszeit ein. Wie der Orchesterleiter Paul Lauwers anmerkte, handelt es sich um Melodien, die zu jeder Zeit des Jahres Freude bereiten können. Diese Stücke ermöglichten es den Musikerinnen und Musikern, ihre solistischen Fähigkeiten innerhalb der Kompositionen zu zeigen.
Andrea Goldberg, Klarinettistin und Mitglied des Orchesters, die zuvor hauptsächlich Jazz und Popmusik gewidmet war, trat als erste Solistin auf. Mit Sensibilität und musikalischem Ausdruck interpretierte sie Carl Stamitz‘ Konzert für Klarinette und Orchester in B-Dur, wobei sie mit dem Orchester einen lebhaften Austausch aus synkopischen Rhythmen, melodischen Kantilenen und prägnanten Stakkato-Passagen gestaltete. Den zweiten Teil des Abends eröffnete das Orchester mit einer Suite aus Jean-Baptiste Lullys Oper „Armide“. In den Tanzsätzen Menuet, Sarabande und Passacaille brillierte ein dreistimmiges Bläserensemble aus Querflöten und Fagott in kammermusikalischer Manier. Der Oboist Daniel Lauwers, bekannt durch frühere Konzerte mit dem Arche-Orchester und Mitglied verschiedener Ensembles, überzeugte das Publikum mit einem warmen Oboenklang in Händels Oboenkonzert in g-Moll (HWV 287), das zu den frühen Werken Händels zählt. Eine besondere Entdeckung für viele Konzertgänger war das Preludium aus einem Oboenkonzert von John Barbirolli, basierend auf einer Violinsonate von Arcangelo Corelli, mit dem der musikalisch bereichernde Abend seinen Abschluss fand.BA
