Niederbachemer Lesetheater bei Monika Clever
Von Fischern, Fußballern und Feen
Wachtberg-Niederbachem. Von meckernden, fordernden Ehefrauen handelten die zwei Geschichten, die Monika Clever ausgewählt hatte. Gleiches Thema, dabei doch so verblüffend unterschiedlich, dass beste Unterhaltung garantiert war. Im Rahmen der diesjährigen Wachtberger Kulturwochen hatte die Niederbachemer Künstlerin erneut zu einem Mitmach-Lesetheater in ihren Garten eingeladen. Die Texte gab sie vor, gelesen wurde aber von den - vorwiegend weiblichen - Gästen. Drei Herren hatten sich auch zu dieser illustren Leserunde eingefunden, ihre Stimmen waren besonders bei der Vergabe der männlichen Leserollen sehr gefragt.
Vom Fischer und seiner Frau
Den Anfang machte das Grimm'sche Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“. Wer kennt es nicht?! Wie der Fischer immer weiter getrieben wird, um seiner Frau immer größere Wünsche zu erfüllen. Wie er das Glück jedes Mal aufs Neue herausfordert, nur um seine Frau endlich zufriedenzustellen. Wie’s endet, ist bekannt… der Fischer und seine Frau landen zu guter Letzt wieder in ihrer anfänglichen kargen Behausung.
Erich Hückniesel und die Fußballfee
Ans Märchen schloss sich eine Geschichte von Stefan Heym an, in der dieser das Thema vom Fischer und seiner Frau in einer modernen Variante aufgreift. In „Erich Hückniesel und die Fußballfee“ spielt auch einem Mann, besagtem Erich Hückniesel, das Glück in die Hände. Als Fußballersatzspieler ewig auf der Reservebank sitzend und wegen seines krummen Rückens ständig gehänselt wünscht dieser sich nichts sehnlicher, als endlich einmal auf dem Spielfeld punkten zu können. Einmal die Zuschauer rufen hören: „Hückniesel vor!“. Dank einer Fee, die ihm in Gestalt der Frau vom örtlichen Kiosk erscheint, geschieht das Unglaubliche. Er bekommt einen goldenen Fuß. Bedingung: „Deine Frau darf davon nichts wissen und du darfst kein Geld für deine Erfolge nehmen!“ Bei einem eh verloren scheinenden Spiel kommt Hückniesel endlich zum Einsatz. Fortan folgt durch ihn ein Tor aufs andere, ein durch ihn gewonnenes Spiel aufs nächste, er wird zum Shooting-Star. Großzügige Entlohnungen lehnt er stets ab, aber schließlich kann er dem Drängen seiner Ehefrau nach einem finanziell besseren Leben nicht länger ausweichen und knickt ein. Das Spielerglück endet auf dem - nun nicht mehr goldenen - Fuße, und Hückniesel findet sich verlacht und gedemütigt wieder zurück auf der Bank seines Provinzvereins. Im Gegensatz zum Grimm‘schen Märchen aber hört Heyms Geschichte hier nicht auf. Angesichts Hückniesels persönlichen Unglücks, dem nicht am Geld, sondern vielmehr an der Anerkennung seiner Person gelegen war, ermöglicht die gute Fee ihm ein letztes erfolgreiches Fußballspiel und nochmals rufen die Leute: „Hückniesel vor!“ Dieser jedoch hebt auf gar wundersame Weise mitsamt der „Fee“ vom Fußballfeld ab und entschwindet in den Wolken mit einer Fee, die so aussieht wie Frau Wosniakowski vom Kiosk.
An allem ist die Katze schuld
Nach diesen beiden Lektüren war die Leselust der Teilnehmer aber ungebrochen. Die Abendsonne schien warm durchs Blätterwerk in den Garten, die Gästeschar blieb gemütlich beisammen sitzen, da zauberte Clever noch eine kleine Zugabe aus dem Ärmel. Und so kam zum Abschluss ein groteskes Schauerdrama um eine von einer Katze ausgelöste Tragödie an einem Königshof zu Gehör. Dieser Text erwies sich als überaus amüsant - trotz oder vielleicht auch gerade wegen seiner kargen Sprache.
Pressemitteilung der
Gemeinde Wachtberg
Artikel melden
HeimatHelden: Saffig: Peter Röttgen und Dieter Sill sind für ihre Mitmenschen im Einsatz
- Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 1
- Rüdiger Knieps: Kesseling im Kreis Ahrweiler
Windpark für Bad Hönningen: Flächenpachtvertrag unterzeichnet
- Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
Kostenlose Beratung und Unterstützung
Beratungsleistungen der Gemeindeschwesterplus
Kreis Neuwied. Die Gemeindeschwesterplus bietet kostenlose Beratung und Informationen zu gesundheitlichen Themen wie Sturzprävention, Ernährung, Bewegung und vielen weiteren Aspekten - auch bei Hausbesuchen.
Weiterlesen
Astrologische Vorschau für die KW 18: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen
Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 27. April bis 3. Mai 2026
Mit dem Übergang vom April in den Mai beginnt eine Woche, die von Aufbruch, Begegnungen und kleinen Wendepunkten geprägt ist. Rund um den 1. Mai rücken Feste, Traditionen und zwischenmenschliche Beziehungen in den Mittelpunkt. Das Feiern in den Mai hinein sorgt für Leichtigkeit, während alte Bräuche wie das Aufstellen des Maibaums für romantische Zeichen und neue Impulse stehen. Gleichzeitig fordert die Woche dazu auf, auf die eigene Balance zu achten und Chancen bewusst zu nutzen.
Weiterlesen
Jiddische Musik und Märchen
Klezmer märchenhaft
Koblenz. Klezmer märchenhaft - Jiddische Musik und Märchen am Samstag, 2. Mai 2026, 18 Uhr in der Christuskirche Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring / Hohenzollernstraße.
Weiterlesen
