Allgemeine Berichte | 18.12.2019

Merl feiert dritten Advent mit der „Brücke“

Von Händel über Gospel zum „rheinischen Swing“

Chor bot in der Kapelle ein anspruchsvolles und unterhaltsames Repertoire

Meckenheim-Merl. Früher standen die Männer in der Kirche hinten an der Tür, um nach der Predigt verschwinden zu können. Das ist in Merl ganz anders, da stehen die Menschen an der Tür, weil die kleine Kapelle – der Merler Dom – wieder voll besetzt war, als der Chor „Die Brücke“ sein jährliches Weihnachtskonzert gab. Der Chor spannte einen weiten Bogen von klassischen deutschen Weihnachtsliedern über amerikanischen Gospel zu swingenden internationalen Liedern. Das Weihnachtskonzert am dritten Advent ließ das Publikum den Alltagsstress vergessen. Man lauschte entspannt dem harmonischen Gesang der knapp 30 Sängerinnen und Sänger. Zu Beginn rief „Die Brücke“ mit Georg-Friedrich Händels „Tochter Zion“ dem Publikum zu: „Freue dich!“ Und nicht nur der Chor, auch das Publikum strahlte und freute sich.

Nach weiteren drei traditionellen Weihnachtsliedern aus Böhmen, dem Salzburger Land und dem Rheinland widmete sich der Chor amerikanischem Liedgut. „Go tell it on the mountain“ ist die Botschaft von der Ankunft Gottes. Sie ging rund um die Welt, bis an die Grenzen der Erde. Nach diesem machtvollen Gesang präsentierte „Die Brücke“ ein ausdrucksvoll zart vorgetragenes Lied über das kleine Kind in der Krippe, das aber eben doch ein König ist: „Yet a King“ von Jay Althouse. Dann wieder intonierte er ein prächtiges englisches Lied von den Westindischen Inseln, das besingt, dass das Kind in der Krippe aus der Herrlichkeit Gottes gekommen ist: „Glorious Kingdom“. Alle Sängerinnen und Sänger modulierten die hohen, tiefen, sanften und lauteren Töne perfekt, trotz der anspruchsvollen Melodien.

Die Gospels wurden durch das Solo von Chorleiterin Claudia Nachtsheim auf wundervolle Weise abgeschlossen. Am Klavier begleitet von Klaus Desch interpretierte sie das vorweihnachtliche Treiben romantisch, witzig, sanft und jazzig. Der Applaus zeigte die Bewunderung des Publikums und den Stolz des Chors auf „seine“ Solistin und Chorleiterin deutlich.

Der zweite Teil brachte dem Publikum einen ganzen Strauß aus Swing. Insbesondere das Potpourri, in dem der Weihnachtsmann swingt und traditionelle Lieder auf neue Weise interpretiert werden, Mundartlieder und der Vortrag von Johannes Seifert über die „Adsvents-Zick“ brachten den Chor und auch das Publikum in vorweihnachtliche Stimmung. Und wie in jedem Jahr durfte das Publikum bei den drei letzten Weihnachtsliedern mitsingen, was es auch aus vollen Herzen tat.

Dem Publikum hat es gefallen, ein harmonisches Miteinander – rund und einfach schön. Es konnte einem recht warm ums Herz werden.

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