Allgemeine Berichte | 14.01.2019

Jan -Boris Schäfer mischt als DJ Fosco in der internationalen Partymusik-Szene mit

Von der Dorfdisco in die Party-Welt

DJ Fosco unterhält Partygänger in ganz Europa. . privat

Bad Breisig/Lantershofen. Die Partymeute tobt vor der Bühne und aus den Boxen dröhnen die Beats – keine untypische Szene für die einschlägigen Tanzlokale auf der Partyinsel Mallorca. Für die richtige Stimmung sorgen Ballermann-Stars wie Mickie Krause, Mia Julia oder Tim Toupet. Und mittendrin mischt ein junger Mann aus dem Ahrtal kräftig mit. Jan-Boris Schäfer, auch bekannt als DJ Fosco, hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und legt nun Hits und aktuelle Songs in ganz Europa auf. Über seinen immensen Erfolg ist Schäfer auch heute, nach 23 Jahren Bühnenerfahrung, immer noch erstaunt. „Ich hätte mir nie erträumen lassen, dass ich beruflich gute Laune verbreiten würde“, so Schäfer. Die Künstler, mit denen der DJ heute zusammenarbeitet, sind feste Mitglieder der Pop-Hall of Fame Deutschlands: Helene Fischer ist dabei, Wolfgang Petry und auch Alpenrocker Andreas Gabalier. Und trotzdem: Wer DJ Fosco einmal live sehen will, braucht kein Ticket nach „Malle“ zu buchen. Denn Schäfer legt auch heute noch in der Heimat auf, wenn beispielsweise die Kripper Junggesellen ihre jährliche Fete feiern oder das Weinfest in Dernau stattfindet. „Genau dort habe ich angefangen und meine Heimat ist mir unglaublich wichtig“, weiß der Musiker, der in Bad Breisig wohnt und aus Lantershofen stammt. DJ Fosco kann zwar nicht immer kommen wenn im Kreis Ahrweiler Party ist, aber trotzdem will er zeigen, wo seine Heimat ist. Zeitlich wäre das ohnehin nicht mehr machbar. Auf dem Kreuzfahrtschiff „AIDAdiva“, in den Großraumdiscos in ganz Deutschland und am bulgarischen Goldstrand und auf Mallorca feiern die Fans mittlerweile den DJ von der Ahr.

Kontakte verhalfen zum Durchbruch

Ursprünglich ist Jan-Boris Schäfer ausgebildeter Rettungsassistent. Schon früh hatte er Spaß daran, auf Partys für die richtige Musik zu sorgen. Erste Schritte in diesem Feld unternahm er auf Teenie-Discos und Abi-Abschlussfeten in den Dörfern der Region. Dies behielt er einige Zeit bei und konnte auf Events wie der „Players Night“ des damaligen Fußballklubs SC 07 Bad Neuenahr erste Kontakte in der Szene knüpfen. Dann ging alles relativ schnell. „Der MTV-Moderator Markus Kavka suchte DJs für ein Großevent in Krefeld“, blickt Schäfer zurück. „Ich dachte mir: Was die „Großen“ in der Szene können, kann ich auch“. Und Jan-Boris Schäfer konnte es tatsächlich. Er wurde als DJ für die Party in Krefeld gebucht und das war der Türöffner. Anschließend folgte ein dauerhaftes Engagement auf dem Kreuzfahrtschiff „AIDAdiva“. „Das war eine geniale Zeit“, so Schäfer. Dort konnte er seinem Beruf und seiner Passion nachgehen, nebenbei noch die Welt sehen und schipperte monatelang mit der „AIDAdiva“ und rund 2500 Passagieren durch das Mittelmeer.

Danach ging es zum Goldstrand in Bulgarien und Szenelokalen wie dem Megapark auf Mallorca. Seine Job als Rettungsassistent hat Schäfer bereits vor Jahren an den Nagel gehängt und lebt mittlerweile von dem hauptberuflichen „Spaßmachen“, was gar nicht so leicht ist. „DJ zu sein ist ein knallhartes Business,“ sagt Schäfer. Von dem Klischee, dass der DJ immer mitfeiert, ist er meilenweit entfernt. Schäfer kommt auf rund 60 Stunden Arbeit pro Woche. Neben dem eigentlichen DJ-Job gehören dazu auch Anreise, Aufbau und jede Menge Papierkram am Schreibtisch. Durchzechte Nächte sind da nicht drin. So halten es übrigens auch die Größen in der Partyszene, die hinter den Kulissen ziemlich durchgeplant und überraschend vernünftig ist.

Remixen als zweites Standbein

Das „Auflegen“ in den Partytempeln ist nur ein Aspekt seiner Arbeit. Schäfer mixt auch „Bootlegs“ von deutschen Popsongs. „Bootlegs“ sind unautorisierte Remixes bekannter Songs und das kann böse enden, falls die entsprechenden Hitproduzenten und Plattenfirmen davon Kenntnis erhalten. So war es auch im Falle des „Bootlegs“ des Songs „Hulapalu“ von Andreas Gabalier. Die Produzenten Gabaliers hatten den Remix, den Schäfer online publik gemacht hat, gehört und sind ihm so auf die Spur gekommen. Als Resultat folgte ein Anruf. „Ich hatte richtig Angst, dass ich jetzt eine Riesenklage am Hals habe“, so Schäfer. Doch dann kam es anders. „Die Produzenten von Gabalier fanden meine Version super und haben ihn offiziell veröffentlicht“, blickt Schäfer zurück. Weitere Aufträge folgten und nun remixt er ganz offiziell die Songs von Helene Fischer, Matthias Reim oder Jürgen Drews. „Hätte mir das jemand vor 20 Jahren gesagt, hätte ich das nie für möglich gehalten“, fasst Schäfer seinen Erfolg als DJ Fosco zusammen. „Denn Künstler wie Helene – die sind absolute Oberklasse.“ Derzeit kommt pro Woche ein neuer Remix von DJ Fosco auf den Markt. Die Songs passen zur Karnevalszeit. Mit dabei sind unter anderem die Bläck Föös, Klüngelköpp, Miljö und Fiasko.

ROB

Von der Dorfdisco in die Party-Welt

Jan-Boris Schäfer ist eng mit dem Ahrkreis verbunden. .ROB

Jan-Boris Schäfer ist eng mit dem Ahrkreis verbunden. .Foto: ROB

DJ Fosco unterhält Partygänger in ganz Europa. . Foto: privat

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