Goethe-Gymnasium gegen Blutkrebs
Vor dem Konzert ist nach dem Konzert
Das Goethe-Gymnasium Bad Ems sagt mit einer Typisierungsaktion dem Blutkrebs den Kampf an
Bad Ems. Nina Spitzhorn, Schülerin der Jahrgangsstufe 13 des Goethe Gymnasiums in Bad Ems, hatte die Idee, eine Typisierungsaktion für die DKMS (Deutsche Knochenmarkspende) zu organisieren.
Sie selber ließ sich vor drei Jahren registrieren und sprach immer wieder mit Freunden über Blutkrebs und ob diese sich den auch schon registriert hätten. Die Antwort war: „Ich würde das ja auch gerne mal machen, weiß aber nicht, wo man sich registrieren lassen kann bzw. wo es so eine Registrierveranstaltung gibt“.
So sprach die Ideengeberin Nina den Rektor Herrn Baldus an, ob man nicht so eine Typisierungsaktion an der Schule durchführen könnte.
Schulleitung, Kollegium und Elternbeirat, waren von dieser Idee gleichermaßen beeindruckt.
Da aber jede Registrierung die DKMS 40 Euro kostet und die Organisation auf Spenden angewiesen ist, kam eine zweite großartige Idee des Musiklehrers Ulrich Tiefentahl auf, ein Benefizkonzert zu organisieren.
Dieses grandiose Konzert, dass sicher in die Geschichte des Goethe-Gymnasiums eingeht, fand jetzt vor gut 300 Zuhörern statt. Die Kosten für den Marmorsaal, wurden bereits im Vorfeld von der Blumentopffabrik Spang GmbH, Area 51 Entertainment GmbH und weiteren Sponsoren übernommen, sodass die Registrierungsaktion komplett an die DKMS geht.
Am Tag nach dem Konzert klärte Annika May, Mitarbeiterin der DKMS Köln die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in einem Fachvortrag über die Krankheit Blutkrebs im Allgemeinen und über die Heilungschancen auf.
Unterstützt wurde der Vortrag von einem Stammzellenspender aus Boppard Johannes Lindner. Er erzählte: „Als ich die Nachricht von der DKMS erhalten habe, dass ich als Spender in Frage komme, ging alles sehr schnell. Es gibt zwei Arten der Spende. Einmal die sogenannte periphere Stammzellenspende. Dabei wird über eine Armvene Blut entnommen, danach werden die Stammzellen „herausgewaschen“ und das Blut des Spenders über die Vene wieder zurückgeleitet. „Die Prozedur dauert in etwa vier bis fünf Stunden“ oder direkt aus dem Rückenmark. Im Voraus musste sich Herr Lindner mit Spritzen, durch die die Stammzellenproduktion angeregt wird, auf die bevorstehende Entnahme vorbereiten. „Es können durch die Spritzen grippeähnliche Symptome auftreten“, dies nimmt man aber gerne auf sich, wenn man damit Leben retten kann.
Alle 15 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs. Viele Patienten sind Kinder und Jugendliche, deren einzige Chance auf Heilung eine Stammzellspende ist. Doch jeder siebte Patient findet keinen Spender.
Spender werden kann jeder Mensch zwischen 17 und 55 Jahren, der an keiner chronischen Krankheit leidet.
Zwanzig freiwillige Schüler erhielten im Vorfeld eine Einweisung von Frau May und dann ging es los.
Ingesamt ließen sich bei dieser Typisierungsaktion der DKMS 150 Schüler und Lehrer registrieren. Eine tolle Leistung und es ist so einfach: „Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein!“
