Allgemeine Berichte | 15.12.2020

KAB-Bundesvorstand sucht nach der Petition Gespräche mit Politiker*innen

Votum zum Mindestlohn ist ein wichtiger Anstoß für die Politik

Reifferscheid/Trier/Köln/Berlin. Das große Votum der Petitionsunterstützerinnen und -unterstützer der KAB-Petition „Stoppt die Armutsfalle Mindestlohn“ soll nun auch in die Politik getragen werden. Dies kündigte KAB-Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann zum Abschluss der KAB-Aktion an.

„Wir sehen in dem klaren Votum einen Auftrag, das Thema armutsfesten Mindestlohn auf die politische Agenda zu bringen“, erklärt Luttmer-Bensmann. In vielen Begegnungen und Gespräche mit Menschen im und außerhalb des Verbandes wurde die Dringlichkeit deutlich, die Lohnuntergrenze in Deutschland entscheidend anzuheben. „Wer Armut in Deutschland verhindern will, muss Arbeit fair bezahlen. Dumpinglöhne verzerren nicht nur den Wettbewerb, sondern produzieren Armut auf Kosten der Allgemeinheit“, erklärt der Bundesvorsitzende.

Politik hat das Problem erkannt

Auch in Gesprächen mit Sozialpolitiker*innen der Bundestagsfraktionen zeigte sich, dass die Politik das Problem der Altersarmut aufgrund des ausufernden Niedriglohnbereichs erkannt hat. Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sieht in den Vorschlägen der Mindestlohn-Kommission keine Lösung. Der SPD-Politiker plädiert für einen Sprung der Lohnuntergrenze auf mindestens 12 Euro. „Auch wenn dieser Betrag noch unter unserem errechneten liegt, wird deutlich, dass die Politik sich bewegt“, so Luttmer-Bensmann. Die KAB plädiert für eine Anhebung auf 13,69 Euro brutto pro Stunde, da dieser Wert 60 Prozent des Durchschnittslohns im Dienstleistungsbereich und Produzierenden Gewerbe des Jahres 2017 entspricht. Bei dieser Höhe würden Abeitnehmer*innen mit Vollzeitstelle wenigstens eine Rentenhöhe erreichen, die oberhalb der Grundsicherung liegt. „Arbeit muss sich lohnen, auch im Alter“, so Luttmer-Bensmann.

Diesen Forderungen des Bundesverbandes der KAB Deutschlands schließt sich die KAB im Bistum Trier mit seinem Vorstand Nicola Rosendahl, Vorsitzende, Markus Krastl, Seelsorger und Ruth Mareien de Bueno, Geschäftsführerin und damit der Ortsverband Reifferscheid/Rodder mit seinem Vorsitzenden Peter Kaiser vollumfänglich an. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) ist ein bundes- und weltweit agierender Sozialverband der sich einsetzt „Für ein christliches Miteinander in der Arbeitswelt“. Wir sind ein Mitgliederverband mit deutschlandweit ca. 80.000 Mitgliedern. Im Bistum Trier existiert die KAB seit dem Jahr 1891. Ein wichtiger Themenschwerpunkt ist die Stärkung von Arbeitnehmer*innen in der Wahrnehmung ihrer Rechte u.a. mit Rechtsberatung für unsere Mitglieder. Mehr Infos unter www.kab-trier.de.

Pressemitteilung Katholische

Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Ortsverband Reifferscheid-Rodder

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