Allgemeine Berichte | 12.09.2024

Gisbert Wüst und Fabian Schley stellen das Instrument der Neuhäuseler Erlöserkirche vor

Während der Orgelführung schlagen die Wellen hoch

Gisbert Wüst, während er den BesucherInnen die Orgel erklärt. Fotos: Peter Bongard

Westerwaldkreis. Die Orgel der Evangelischen Erlöser Kirchengemeinde Neuhäusel wird 30 Jahre. Grund genug, das Geburtstagskind näher kennen zu lernen: Organist Gisbert Wüst und Pfarrer Fabian Schley haben zu einer Orgelführung für Kinder eingeladen, bei der es viele Aha-Momente gab.

Zu den Orgelklängen von Charpentiers „Te Deum“ (der berühmten Eurovisions-Melodie) zieht die kleine, aber interessierte Besuchergruppe in die Neuhäuseler Kirche ein. Dort zeigt Wüst den Kindern und einigen Erwachsenen aber zunächst ein Klavier: Das hat – abgesehen von den Tasten – nicht viel mit der imposanten Orgel gemeinsam. „Da schlagen ja Hämmer gegen Kabel“, beschreibt der kleine Louis das Innenleben des kompakten Pianos. Die Orgel zieht da schon andere Saiten auf: In dem Neuhäuseler Instrument sorgen rund 850 große und kleine Pfeifen und eine komplizierte Mechanik für den guten Ton. Gisbert Wüst erklärt den jungen und älteren Zuhörern das Zusammenspiel von Wind und Klängen mit einfachen Mitteln: Als er die Orgel einschaltet, ist plötzlich deren rauschender „Atem“ zu hören, und die Funktionsweise einer Pfeife erklärt er anhand einer Blockflöte.

Die unterschiedlichen Pfeifentypen – die Register – vergleicht Wüst mit einem Farbkasten: „Wenn Ihr ein Bild malt, nehmt Ihr ja nicht nur eine Farbe, oder?“, fragt er die Kinder und zeigt, wie unterschiedlich die Register klingen können: mal scharf, mal weich, einige säuselnd, andere ganz schön laut. Die Orgel des Herstellers Hardt ist eben überraschend – nicht nur für die jungen Gäste, sondern auch für die Eltern. „Ich habe früher mal Klavier gespielt, aber das hier ist schon etwas ganz anderes“, sagt eine erwachsene Teilnehmerin lächelnd, nachdem sie ein paar Töne gespielt hat.

Denn die Orgel bedient man nicht nur mit den Händen, sondern auch mit den Füßen. Und wie faszinierend das klingen kann, zeigen Gisbert Wüst und Pfarrer Fabian Schley am Ende der Führung: Fabian Schley erzählt die Geschichte aus dem Matthäus-Evangelium, in der Jesus den Seesturm stillt – und Gisbert Wüst untermalt die Worte mit den Klängen der Orgel: Mal lässt er’s in der Kirche brausen und die Wellen hochschlagen, und als sich der Sturm auf dem See und in den Köpfen der Jünger stillt, spielt die Orgel ein leises „Weißt Du, wie viel Sternlein stehen“.

Eine kurzweilige Führung, die bei den Besuchern wohl noch lange nachhallt. „Die Orgel ist eben ein besonderes Instrument“, sagt Gisbert Wüst. „Wenn sie spielt, bringt sie den ganzen Raum zum Schwingen.“

Pressemitteilung

Evangelisches Dekanat

Westerwald

Gisbert Wüst und Pfarrer Fabian Schley beim Erzählen der Sturmgeschichte.

Gisbert Wüst und Pfarrer Fabian Schley beim Erzählen der Sturmgeschichte.

Gisbert Wüst, während er den BesucherInnen die Orgel erklärt. Fotos: Peter Bongard

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