Allgemeine Berichte | 05.09.2024

Neue Naturführerinnen und Naturführer an der Westerwälder Seenplatte

„Wäller-Seenscouts“ stehen mit Rat und Tat zur Seite

Sieben der neun frisch ausgebildeten Seenscouts, (li. außen) Stefanie Ullmann und Frank Steinmann, (re. außen) Cosima Lindemann.  Foto: Frank Steinmann

Westerwaldkreis.Im Rahmen des Projektes „Mehr Se(h)en“ an der Westerwälder Seenplatte wurden dieses Jahr neun Wäller-Seenscouts ausgebildet. Die Ehrenamtlichen nahmen an mehrtägigen Schulungen in den Bereichen Didaktik, Kommunikationstraining und der Historie der Seenplatte teil. Ein besonderes Augenmerk wurde auch auf Artenkenntnisse von Tieren und Pflanzen sowie naturschutzfachliche und -rechtliche Belange gelegt. Nach erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsreihe erhielten die fertig ausgebildeten Scouts ihre Zertifikate, die ihnen am vergangenen Samstag die Vorsitzende des NABU Rheinland-Pfalz, Cosima Lindemann, offiziell überreichte. In ihrer Ansprache bedankte sich Cosima Lindemann für den ehrenamtlichen Einsatz der neun Freiwilligen und betonte, wie wichtig und herausfordernd die zukünftige Arbeit der Scouts sein wird. Frank Steinmann vom NABU-Projektbüro Freilingen erklärte, dass die Scouts zukünftig als Schnittstelle zwischen den Erholungssuchenden und den Anliegen des Naturschutzes an der Westerwälder Seenplatte zur Verfügung stehen sollen. „Uns ist es wichtig, Ansprechpartner im Gelände zu haben, die Fragen beantworten können. Ebenso werden die Scouts Führungen und Exkursionen anbieten und darüber hinaus freundlich und kompetent auf die einzuhaltenden Regeln in Verbindung mit Naturschutzgebieten und empfindlichen Naturräumen hinweisen.“ Stefanie Ullmann vom NABU-Projektbüro ergänzte: „Die Scouts sollen keine „Seen-Security“ verkörpern, sondern vielmehr Aufklärung und Informatives rund um die sieben Weiher in die Öffentlichkeit tragen,– von Mensch zu Mensch und auf Augenhöhe“. „Dieses Projekt besitzt Pioniercharakter“, erläutert Steinmann. Ziel ist, damit die lokale Bevölkerung ebenso wie die Urlauber zu erreichen, um einen regen Austausch zu fördern. Die Scouts sollen auf Fragestellungen eingehen wie: Warum ist gerade so wenig Wasser in diesem Weiher? Wie steht es um die Sanierungen der Seen? Welche Vogelarten oder Amphibien können wir zu dieser Jahreszeit beobachten? Dieses und viele andere Anliegen werden in Zukunft fachkundig und freundlich beantwortet. Auch sollen Unklarheiten, die z. B. durch mangelnde Kommunikation entstehen können, auf diese Weise beseitigt werden. „Auf diesem Wege sollen Missverständnisse und etwaige Bedenken dem Naturschutz gegenüber abgebaut werden“, so Steinmann weiter. „Denn bei all den unterschiedlichen Interessen in der außergewöhnlich wertvollen Region der Westerwälder Seenplatte eint uns der Wunsch, hier Erholung zu finden. Dies kann nur gelingen, wenn wir die einzigartigen Lebensräume schützen und deren Biodiversität erhalten“, merkt Stefanie Ullmann an. Die neun Wäller-Seenscouts sind insbesondere während der Ferienzeiten und an Wochenenden regelmäßig rund um die Westerwälder Seenplatte unterwegs. Ihr unverkennbares Markenzeichen: ein breitkrempiger Hut und ein grünes Hemd, das die Logos der Scouts und des NABU ziert.

„Wir freuen uns auf einen bereichernden Dialog zwischen den Erholungssuchenden und den Wäller Seenscouts und sind uns sicher, dass gemeinsam mit den neun Ehrenämtern eine touristisch wertvolle, wissensvermittelnde Instanz an der Seenplatte installiert werden kann“, erklärt Frank Steinmann. Das Projekt „Mehr Se(h)en an der Westerwälder Seenplatte“ wird vom Land Rheinland-Pfalz mit Mitteln des Entwicklungsprogramms EULLE gefördert und durch die Europäische Union kofinanziert.

Pressemitteilung

Projektbüro

Westerwälder Seenplatte

Sieben der neun frisch ausgebildeten Seenscouts, (li. außen) Stefanie Ullmann und Frank Steinmann, (re. außen) Cosima Lindemann. Foto: Frank Steinmann

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