Allgemeine Berichte | 12.04.2024

Kommunale Seniorenpolitik bei Kommunalwahlen mehr im Blickpunkt

Wäller Senioren mischen sich verstärkt ein

Westerwaldkreis. Viele ältere Menschen sind heute im Westerwald aktiver als frühere Generationen. Sie wollen ihr Leben immer mehr in gewohnter Weise, vertrauter Umgebung und selbstbestimmt führen. Ihr vorrangiger Wunsch: weiter an der Gesellschaft teilhaben und diese auch im höheren Alter mitgestalten!

Deshalb ist das Netzwerk „Senioren- und Behindertenrat (SBR) Westerwald“ erfreut, dass auf allen kommunalen Ebenen im Westerwaldkreis erfahrene Menschen im Seniorenalter auf den Bewerberlisten für die anstehenden Kommunalwahlen am 9. Juni zu finden sind, die sich (weiterhin) für die Gemeinschaft engagieren wollen. Dies gilt für die Orts- und Verbandsgemeinderäte genauso wie für die Stadträte und den Kreistag. Für den SBR ist das eine notwendige Voraussetzung, um im Westerwaldkreis künftig im Demographischen Wandel eine kraftvolle Politik für ältere Menschen zu machen - ohne die Jugend dabei zu vergessen. Dies scheint dem seniorenpolitischen Netzwerk wichtig, da der ältere Bevölkerungsteil eine zunehmend gewichtige Wählergruppe ist.

Die über 60 Jahre alten Menschen im Westerwaldkreis machen bald ein Drittel der Bevölkerung aus, aber einen weit höheren Anteil derjenigen, die auch von ihrem kommunalen Wahlrecht Gebrauch machen. Daneben ist darauf hinzuweisen, dass kreisweit die Zahl der Menschen mit Behinderung auch erheblich bei Wahlen ins Gewicht fällt. Der SBR strebt für die nächsten 5 Jahre an, die Umsetzung der vom Kreistag verabschiedeten Seniorenpolitischen Konzeption (SPK) für den Westerwaldreis in Kooperation des Netzwerkes mit den am 9. Juni gewählten kommunalpolitisch tätigen Seniorinnen und Senioren sowie vielen anderen Organisationen, Verbänden und den demokratischen Parteien voranzubringen.

Gemeinsam wollen sich die Aktivisten beispielsweise dafür einsetzen,

• dass die älteren Westerwälder mit Hilfe verbesserter Rahmenbedingungen möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden leben können

• dass vermehrt seniorengerechte Wohnungen gebaut und neue Wohnformen weiter berücksichtigt werden

• dass alle Kleinregionen zukünftig über gut erreichbare Einrichtungen für den täglichen Bedarf verfügen, zumindest aber die einfache Erreichbarkeit solcher Einrichtungen durch geeignete Formen des ÖPNV und gut ausgebauten Radwegen sichergestellt ist. Der Bürgerbus ist da mehr als ein lohnendes Experiment

• dass endlich funktionierende Seniorenbeiräte in den VG´s und auf Kreisebene die Interessen der älteren Mitbürger außerhalb der kommunalen Gremien formulieren und vertreten. Die Einrichtung von Seniorenbeauftragten oder Generationenbüros in allen VG´s ist ein guter erster Schritt

• den vorhandenen Bestand an Diensten und Einrichtungen der ambulanten und stationären Altenpflege sichern und wo möglich noch verbessern

• dass Engagement und Leistungsbereitschaft der älteren Menschen dem Gemeinwohl in den Ortsgemeinden und darüber hinaus in stärkerem Maße als bislang nutzbar gemacht werden. Von der Lebenserfahrung und dem Engagement der Älteren kann die ganze Region profitieren. Bei den Älteren gibt es ein hohes soziales, kulturelles, politisches, sportliches und nachberufliches Engagement. Dieses Engagement gilt es verstärkt zu fördern.

• die digitale Kompetenz und Teilhabe älterer Menschen - wo sinnvoll - zu stärken

• dass vorhandene Selbsthilfeeinrichtungen und Initiativen noch besser unterstützt und begleitet werden.

Baby-Boomer“ streiten kommunal für Senioreninteressen

Als aktive Gruppe bringen sich insbesondere die jetzt ins Senioren- und Rentenalter hineinwachsende sehr zahlreiche „Boomer-Generation“ verstärkt auch ins kommunale Leben ein. Von ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihren Fähigkeiten sowie ihrem freiwilligen gesellschaftlichen Engagement profitiert die Gesellschaft jetzt und in Zukunft sehr.

Aber sicher ist auch, dass für die „Boomer“ nicht mehr ein „Senioren- Kaffeekränzchen“ o.ä. die Erfüllung ihres Engagements sein wird.

Für sie beginnt Politikgestaltung im unmittelbaren Wohn- und Lebensumfeld und damit in der Kommune. Zuerst hier ist es für sie wichtig, die Interessen der Senioren/innen an der Ausgestaltung ihrer lebenswerten Umwelt sowie einer auch in ihrem Interesse gestalteten Kommunalpolitik stärker zur Geltung zu bringen.

Und dabei gehen sie sicher auch Konflikten mit den Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft nicht aus dem Weg!

Mitwirkungsmöglichkeiten für Senioren in der Kommune verbessern

Künftig sind Älterwerden und Altsein hoffentlich auch immer weniger mit Hilfsbedürftigkeit und Gebrechlichkeit gleichzusetzen. Deshalb ist es sehr wichtig, auch die Mitwirkungsmöglichkeiten und Strukturen der älteren Mitbürger/innen in den Kommunen zu verbessern und wo nötig auch gesetzlich zu verankern. Im Hinblick auf die Kommunalwahlen sollten alle älteren Wäller mehr als einen Blick darauf haben, was die demokratischen Parteien anbieten.

Dabei werden sie sich nicht von einer braunen Strategie mit Anfeindungen, Hassmails und mit provozierenden Attacken verführen lassen.

Sicher ist: die Wäller Senioren/innen werden sich in Zukunft seniorenpolitisch wesentlich lauter Gehör verschaffen und tatsächliche Veränderungen und Verbesserungen erreichen – und vor allem an den bevorstehenden Kommunalwahlen teilnehmen und für eine hohe Wahlbeteiligung sorgen. Das hilft dann auch den demokratischen Parteien und nicht den aufstrebenden Rechtspopulisten und Rechtsradikalen!

Wer an der Arbeit des SBR interessiert und regelmäßig über aktuelle Veranstaltungen und Aktionen informiert werden will kann sich wenden an Uli Schmidt per Email an uli@kleinkunst-mons-tabor.de

Pressemitteilung

Senioren- und Behindertenrat Westerwald

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