Allgemeine Berichte | 28.09.2016, 10:04 Uhr

Kunstverein Swisttal stellt im Alten Kloster Heimerzheim aus

„Wagnis? Kunst“ gibt Einblick in die einheimische Künstlerszene

Neun Künstler zeigen noch bis 3. Oktober Malerei, Skulpturen und mehr

Neun Künstler zeigen ihre Werke bei der Ausstellung „Wagnis? Kunst“ des Kunstvereins Swisttal im Alten Kloster Heimerzheim. -JOST-
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Heimerzheim. „Wagnis? Kunst“ lautet der Titel der aktuellen Ausstellung des Kunstvereins Swisttal im Alten Kloster Heimerzheim. Die Vorsitzende Lisa Killian stellte dem Publikum bei der Vernissage die neun Künstler vor, die ihre Werke noch bis zum 3. Oktober zeigen.

Schon im Eingangsbereich stößt man auf Bilder von Gottfried Bauersch, die auch die Wände im Hospitalsraum zieren. Mit ungewöhnlichen Kunstform zwischen Malerei und Grafik samt tragenden Elementen von Collage und Zeichnung ist es ihm gelungen, etwas Neues entstehen zu lassen. Meistens skurril, manchmal erschreckend, erzählen seine Bilder dennoch bezaubernde Geschichten und schärfen den Blick für die Technik.

An den Formen des Lebendigen orientiert

An Meerestiere und Korallen erinnern die organischen Plastiken von Miep Adenacker, die sie in experimenteller Arbeitsweise aus verschiedenen Materialien wie Stein, Ton, Gips und Papier herstellt. Die Künstlerin orientiert sich dabei an den Formen des Lebendigen, „denn sie bergen ein unerschöpfliches Potenzial, das in mannigfaltigen Variationen beständig nach Entwicklung strebt.“

Gabi Kerner beschäftigt sich mit sich all jenem, was achtlos weggeworfen wird, denn das hat für sie einen eigenen Reiz. Ihre Wandinstallation „Im Laufe der Zeit“ spielt mit der Faszination von Rost und Vergänglichkeit.

Eine interessante Herangehensweise an das Motiv der Vier Jahreszeiten hat Margarete Esser gefunden, ihre Kombination aus Collage und Malerei versucht die Mauern des Denkens einzureißen.

Josephine Albers hat Pelikan, Schwarzstorch, Seeschwalbe und Tukan im Kölner Zoo fotografiert, ihre Tierporträts thematisieren hintergründig die innere Lebenslust trotz äußerer Gefangenschaft.

Karin Müller-Weirich arbeitet mit Abstraktionen in kühlen Farben und unergründlichen Form wie bei ihren mehrteiligen Werken „Facts 2016“ oder „Galaxy“.

Dem Denken neuen Raum geben

Eine Auswahl ihrer kleineren Arbeiten stellt Larissa Laë vor, insbesondere ihre „Miniatures“. Diese können im Sinne von „Art to go“ am Hals getragen werden, entfalten aber auch im Objektrahmen eine anziehende Wirkung.

Pia Schiller setzt Zeitungsausschnitte und Zeitschriftenlettern mit diversen anderen Motiven zu neuen Kunstwerken zusammen, gibt ihnen so neue Bedeutung und dem Denken neuen Raum.

Ulrike Käselau-Tosch glänzt mit einem ausgefallenen Versuch, die musikalischen Werke von Frederic Chopin in Malerei umzusetzen und damit zwei eher gegensätzliche Kunstrichtungen zu vereinen.

Margit J. Bauer schließlich betont bei ihren Pferdebildern „Gegenseitig“ besonders die soziale Ader der edlen Tiere, die nie nebeneinander, sondern immer zueinander gewandt auf einer Koppel ihre Zeit verbringen.

Als „Zugabe“ zeigten die beteiligten Künstler im Nebenraum weitere Werke mit dem Schwerpunkt auf Portraitmalerei in der besonders engen „Petersburger Hängung“.

Auch Vizebürgermeister Dr. Robert Datzer zeigte sich beeindruckt von den hochklassigen Kunstwerken und freute sich besonders darüber, dass der Kunstverein so aktiv sei und die Fahne der Kultur in der Gemeinde Swisttal hochhalte. „Swisttal ist wahrlich keine Weltmetropole, dennoch haben Sie hier eine erstklassige Ausstellung zusammengestellt“, beglückwünschte er die Organisatoren und hoffte zugleich, dass dies noch viele Jahre so bleiben werde, bevor er die Ausstellung offiziell eröffnete. JOST

Neun Künstler zeigen ihre Werke bei der Ausstellung „Wagnis? Kunst“ des Kunstvereins Swisttal im Alten Kloster Heimerzheim.Fotos: -JOST-

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