Allgemeine Berichte | 02.08.2023

Waldferien im Stadtwald von Montabaur

Waldferien lehren Kinder Nachhaltigkeit

Die Waldferien sind ein Erfolg: Die Kinder sowie das Betreuer-Team haben großen Spaß. Foto: Stadt Montabaur / Ingrid Ferdinand

Montabaur-Horressen.Die Grillhütte in Montabaur-Horressen ist derzeit ein Ort voller Aktivitäten und Begeisterung, auch wenn das Wetter regnerisch ist. In dieser natürlichen Umgebung genießen etwa 30 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren ihre Waldferien. Eine Vielzahl von Aktivitäten bietet den Kindern die Möglichkeit, handwerkliche Fähigkeiten zu entwickeln und gleichzeitig Mut, Ausdauer und Neugier zu fördern.

Victoria Mayer, Projektleiterin und erfahrene Waldpädagogin, und ihre Assistenten sind ständig gefordert, die Kinder zu beaufsichtigen und ihre unermüdlichen Fragen zu beantworten. Schon am dritten Tag des Projekts wird deutlich, dass die Waldferien sowohl für die Kinder als auch für die Natur ein Erfolg sind. Mayer betont: „Bei Spiel und Spaß lernen die Kinder, sorgsam mit Ressourcen umzugehen und den Blick auf die Zusammenhänge im großen Ganzen zu erlangen.“

Von der Herstellung eigener Namensschilder mit Säge und Handbohrer bis hin zum Klettern in Baumwipfeln, bietet das Programm ein breites Spektrum an Erfahrungen. Außerdem lernen die Kinder, wie man Feuer mit Feuersteinen und Feuereisen macht und können sogar mit echten Eulen interagieren. Bei gutem Wetter probieren sie ihre Treffsicherheit mit Pfeil und Bogen aus.

Steffen Koch, der Revierförster, ist ebenso Teil des Projekts und unterstreicht die Bedeutung der Naturverbundenheit: „Uns geht es darum, die Kinder für die Natur zu begeistern, mit allen Sinnen und vor allem mit dem Herzen. Allein das Wissen darum, dass der Mensch die Natur braucht, reicht nicht aus, um diese zu schützen. Wenn die Kinder das verinnerlichen, können sie einen großen Beitrag zur Erhaltung leisten.“ Bestenfalls auch in einem grünen Beruf. Mayer ergänzt: „In diesen zwei Projektwochen tun wir alles, um den Kindern möglichst viel zu erklären. Sie sollen begreifen, wie wichtig ihr Verhalten für ihre Zukunft ist.“

Eine tägliche Aktivität ist das gemeinsame Kochen, bei dem Lebensmittel von einer Food-Sharing-Organisation zur Verfügung gestellt werden. Diese Erfahrung öffnet den Kindern die Augen für die Verschwendung von Lebensmitteln und ermöglicht es ihnen, selbst leckere Gerichte wie „Erbelskribbelcher mit Apfelmus“ zuzubereiten.

Marcel Wilhelmi, ein Forstarbeiter, bringt den Kindern bei, wie man sicher auf Bäume klettert und ermöglicht ihnen, neue Perspektiven zu entdecken. Zusätzlich sorgt Rainer Kliebhahn mit mittelalterlichen Holzspielen für Spaß, während die Malteser-Jugendorganisation einen Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs anbietet und die Timber-Sport-Weltmeisterin Alrun Übing den Kindern den Umgang mit Axt und Säge beibringt.

Ebenso tragen die mittelalterlichen Holzspiele von Rainer Kliebhahn zum Vergnügen der Kinder bei, ein Freiwilliger, der die Waldferien mit Begeisterung unterstützt. Darüber hinaus leistet die Jugendorganisation der Malteser ihren Beitrag durch die Durchführung eines Outdoor-Erste-Hilfe-Kurses. Einen weiteren Höhepunkt stellt die Demonstration von Alrun Übing dar, die als TimberWeltrekordhalterin ihre Expertise im Umgang mit Axt und Säge zeigt.

Gerd Frink, der Erste Beigeordnete der Stadt Montabaur und gleichzeitig Naturkunde-Experte, zeigt sich begeistert vom lebhaften Geschehen. Er äußert sich folgendermaßen: „Im Stadtrat haben wir erst kürzlich das bereinigte Konzept „Stadtwald 2033“ verabschiedet. Die Waldferien sind Bestandteil der Rubrik „Stadtwald erleben“ und sind genau dafür ein schönes gelebtes Beispiel.“BA

Die Waldferien sind ein Erfolg: Die Kinder sowie das Betreuer-Team haben großen Spaß. Foto: Stadt Montabaur / Ingrid Ferdinand

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